Sport | 14.09.2011

Run to the beat

Vergangenes Wochenende fand zum zweiten Mal der "Manor Run to the Beat Basel" Marathon statt. Bei sommerlich heissem Wetter rannten 2419 Läuferinnen und Läufer quer durch die Basler Innenstadt, begleitet vom Sound von DJs und Guggenmusiken.
Sieger Heiner Blattmann.
Bild: PD Myron zeigten auf der Bühne selbst erstaunliche Ausdauer. PD Dabei sein ist nicht alles -“ fertig rennen schon eher. Andreas Rüegg.

Mit einer Zeit von zwei Stunden, 48 Minuten und 55 Sekunden hat Heiner Blattmann aus Winterthur den Marathon bei den Männern gewonnen. Bei den Frauen siegte über die volle Distanz Ingrid Mutter-Wilhelm in 3:16.38. Die Siegerzeiten über die Marathondistanz waren diesen Sonntag somit in beiden Kategorien nicht ganz so schnell wie vergangenes Jahr. Gerannt wurde in den Disziplinen Marathon, Halbmarathon, 1/6-Marathon und dem Ekiden Staffellauf, bei dem die 42.195 Kilometer auf sechs Läuferinnen und Läufer aufgeteilt werden. Viele freiwillige Helfer ermöglichten diesen Anlass erst und zahlreiche Zuschauer sorgten für gute Stimmung entlang der Strecke. Ein Grossteil der Läuferschaft am diesjährigen “Manor Run to the Beat” stammte aus dem nahe gelegenen Dreiländereck.

 

Folge dem Ballon!

Das Zeitlimit für die 42 Kilometer betrug fünfeinhalb Stunden. Wer eine bestimmte Laufzeit anstrebte, konnte sich an einen der Pacemaker ranhängen, welche mit ihrer Läuferroutine nicht nur den ihnen angebundenen blauen Ballon innerhalb der darauf geschriebenen Zeit ins Ziel auf dem Marktplatz beim Basler Rathaus mitzogen.  Auch wenn der Marathonhype der vergangenen Jahre wieder ein wenig abzuklingen scheint, gab es auch dieses Jahr wieder zahlreiche Marathon-Neulinge, die sich am Schluss als Sieger fühlen konnten, wenn sie nur schon durch das Ziel marschierten.

 

Während des gesamten Laufes herrschten sonnige und warme Wetterbedingungen. Manchem der Teilnehmenden war es an diesem Tag wohl gar ein wenig zu heiss auf dem Aspalt. Ungefähr alle drei Kilometer waren Verpflegungsstände aufgestellt und für die schnelle Ganzkörpererfrischung sorgten mehrere Wassersprinkleranlagen entlang der Strecke – die als kleines Hindernis Wassergräben auf der Piste zurückliessen.

 

Die Strecke des “Run to the Beat Basel” ist ein Stadtkurs, der beim St. Jacob-Park, der Heimstädte des FC Basel beginnt, im Zickzack und in Schlaufen in fast alle Ecken der Stadt führt und schliesslich in einer Zielgeraden über die Mittlere Brücke auf dem Marktplatz vor dem Basler Ratshaus endet.

 

Treibende Musik

Punktet der Jungfrau-Marathon mit seinem einzigartigen Panorama um die Gunst der Läuferinnen und Läufer, bietet der Basler Marathon dafür die passende Musik zum Rennen. Studien von der Brunel Universität in London haben belegt, dass Musik an der richtigen Stelle und im richtigen Takt die Anstrengungen während einem Lauf vergessen lässt. Schnelle Musik wirkt aufputschend, langsame beruhigt die Nerven und senkt den Sauerstoffverbrauch. So wird die Leistung des Athleten um bis zu 15% gesteigert. Als Teil des “Run to the Beat”-Konzeptes ermittelten die Veranstalter unter den angemeldeten Läufern im Vorfeld, welchen Musikstil sie beim Joggen bevorzugen. Während des Laufes wurde dann auf UKW ein spezielles Eventradio gesendet, welches die Läufer mit ihren MP3- Playern empfangen konnten. Im Allgemeinen eignen sich zum Joggen Lieder mit 130 bis 150 “Beats per Minute”. (Tipp für den Hausgebrauch: Um die Taktfrequenz eines Songs zu erfahren, einfach der Songtitel zusammen mit dem Vermerk “bpm” googeln).

 

Nebst dem Lauf am Sonntag, fand am Samstag bereits eine Läufermesse mit Startnummernvergabe statt und am Abend gab die Basler Band Myron ein Gratiskonzert auf dem Marktplatz. Der Auftritt begeisterte, und die Band versprach solange zu spielen, bis auch der Letzte unter den Läufern genug habe.

 

Wichtige Vor- und Nachbereitung

Einen Marathon zu laufen ist in der Regel ein Ziel, auf das Sie und Er lange hintrainieren. 30 Wochen disziplinierte Vorbereitungszeit empfiehlt der Laufsportverein Basel auch einem bereits geübten Läufer. Ist das Ziel erreicht und der Marathon vorbei, was folgt nun? Auf jeden Fall sollte die drei Wochen nach dem Marathon das Laufen stark reduziert werden. Während dieser Zeit können Alternativsportarten, wie zum Beispiel Schwimmen, ausgeübt werden. Ein Körper braucht mindestens sechs Wochen, um sich wieder vollends von einem Marathon zu regenerieren. Bei Spitzensportlern wie dem Schweizer Marathon-Rekordhalter Victor Röthlin, ist es anders, die können bereits nach 14 Tagen wieder mit ihrem Training loslegen.

Links