“Imp!act” – oder warum es wichtig ist, sich einzusetzen

Euforia, die Organisation mit Sitz in Genf und aktiv seit 2007 basiert auf einer simplen Idee: anstatt nur die Probleme der Welt zu kritisieren und darauf zu warten, dass es besser wird, solle man selber handeln und sich den globalen Herausforderungen von heute stellen. Sei es Klimawandel, Gesundheit, Rassismus oder ganz was anderes – Themen, die die Jugendlichen betreffen und interessieren, gibt es genügend. Das Ziel von Euforia ist es, die Ideen und Lösungsansätze der Jugendlichen in konkrete Projekte umzusetzen indem Ratschläge, finanzielle Unterstützung oder ein Netzwerk angeboten werden.

 

Um was geht es beim Event “Imp!act”?

Ziel ist es, 250 Jugendliche mit unterschiedlichem Hintergrund und unterschiedlichen Ideen aus ganz Europa zu versammeln, damit sie sich über globale Herausforderungen austauschen, ihr Wissen bereichern und Projektideen sammeln können. So können Lösungsansätze und vage Vorstellungen in konkrete Projekte verwandelt werden. Diese finden am Anlass die nötige Starthilfe und Mittel zur Realisierung. Das Grundprinzip der Veranstaltung ist, nicht nur von einer besseren Welt zu träumen, sondern selber etwas zu bewirken. Die Jugendlichen sollen damit zur Handlung motiviert werden, und dies mit ihren eigenen Projekten zu Themen, die ihnen besonders am Herzen liegen.

 

Was ist während dem Event “Imp!act” los?

Drei Programme werden den Teilnehmern angeboten, unter welchen sie je nach Motiviertheitsgrad eines auswählen können. Das Programm “Starte dein Projekt” richtet sich an diejenigen, die bereits eine genaue Vorstellung und Ambition haben und erlaubt ihnen, konkrete Ratschläge von Experten einzuholen. Für jene, die sich gerne engagieren möchten jedoch nicht genau wissen, wo anfangen, für die bietet das Programm “Engagier dich” die Möglichkeit, verschiedene Organisationen und Vereine kennen zu lernen und an einem bereits bestehenden Projekt teilzunehmen. Zu guter Letzt gibt es für die einfach nur Neugierigen die Option “Show up!”, wo sie sich unverbindlich durch verschiedene Diskussionen und Präsentationen von Projekten führen lassen können.

Als Highlight haben die Jugendlichen am Samstag Nachmittag Zeit, verschiedene Workshops zu besuchen und sich an den Ständen von über zwanzig Vereinen in der Eingangshalle der Universität Genf zu informieren.

 

Wie kann ich teilnehmen?

Die Teilnehmerzahl ist beschränkt! Anmelden kannst du dich bis am 10. Oktober auf der Homepage von Euforia. Bedingung: du bist zwischen 18 und 28 Jahre alt, verstehst ein bisschen Englisch (einige Teile des Events werden in dieser Sprache gehalten), und bezahlst eine kleine Teilnahmegebühr. Weitere Informationen findest du hier.

The Ides of march

Stephen Meyers (Ryan Gosling) ist ein junger Pressesprecher, der für die Wahlkampagne der Demokraten arbeitet. Mit seinem Kollegen und Mentor Paul (Philip Seymour Hoffmann) setzen beide alles daran, um den demokratischen Gouverneur Mike Morris (George Clooney) ins Rennen für die Präsidentschaftswahlen zu schicken. Doch zuerst muss die Konkurrenz im eigenen Lager beseitigt werden. Beide Parteien kämpfen mit allen Mitteln um jede Stimme in Ohio, denn wer Ohio gewinnt, gewinnt das Rennen.

 

Treffen mit Folgen

Stephens überzeugende PR Arbeit geht nicht unbemerkt an der Gegenpartei vorbei. In einem geheimen Treffen mit Duffy (Paul Giamatti), dem PR Agenten des Gegenlagers, wird ihm ein Job angeboten. Er soll ab sofort für das andere Team arbeiten. Dieses Treffen bringt jedoch böse Überraschungen mit sich und schon bald sieht sich Stephen einem politischen Skandal ausgeliefert. Von der Journalistin der „Times“ wird Stephen um Stellungsnahme gebeten. Doch wie konnte so eine hochsensible Information an die Presse gelangen? Raffinierter nutzt er sein Wissen über das Verhältnis seiner Praktikantin (Even Rachel Wood) mit Mike Morris und schon bald kämpft er wieder Seite an Seite mit Mike Morris um den Präsidentenob.

 

Rollenverteilung

Der neue Politthriller von George Clooney hat es in sich. Der Zuschauer erfährt kurz und bündig in den ersten Minuten der Geschichte, wie die Rollen im Wahlkampf verteilt sind. Dazu muss man glücklicherweise keine Politik studieren. Das Tempo ist rasant und die Geschichte verliert nie an Spannung. In den Rollen glänzen Philip Seymour Hoffmann und Paul Giamatti als zwei alte Hasen im Wahlkampfbusiness. George Clooney, Even Rachel Wood und Marisa Tomei sind in den Nebenrollen zusehen. Doch Ryan Gosling trägt den Film. Er beweist einmal mehr, dass er ein ernst zunehmender Schauspieler ist und Clooney tat gut daran, ihn mit der Hauptrolle zu besetzen.

 

 

Zum Filmtitel

Der Filmtitel kommt nicht von irgendwo her. Er bezeichnet im römischen Kalender den 15. Tag des Monats. Als Julius Caesar 44 v.Chr. ermordert wurde, warnte ihn ein Wahrsager sich vor den „Iden des März“ zu fürchten. Dieses Synonym bezeichnet in der heutigen Zeit ein bevorstehendes Unglück.

 

Positive Überraschung

Der Film hat mich sehr begeistert. Eigentlich  erwartete ich einen typisch komplizierten Politthriller. Trocken und ohne viel Geschehen. Es kam allerdings anders. Die Story liess sich fliessend verfolgen und man hat zu keiner Zeit den Anschluss verpasst. Die Schauspieler brillierten mit ihrer Leistung. Bei einem Haufen Top Schauspieler kann man sich schnell denken, dass jeder dem anderen die Show stehlen möchte, was ich zu keinem Zeitpunkt bei diesem Film dachte. George Clooney spielte nur eine kleine Nebenrolle im Film. Aber Ryan Gosling und Philip Seymour Hoffmann waren als Doppelpack noch besser!

Und noch eine kleine Anmerkung zur Veröffentlichung des Films: Veröffentlicht werden sollte der Film erst 2012. Aber durch die vielen Parallelen mit den Wahlkämpfen im 2012 beschloss man den Film in Oktober 2011 zu veröffentlichen. Interessant!

 

Turn Me On, Goddammit

Die 15-jährige Alma (Helene Bergsholm) lebt in einem kleinen norwegischen Dorf namens Skoddeheimen. In mitten des behüteten Zuhauses lebt das junge Mädchen die sexuelle Neugier, verursacht von den achterbahnfahrenden Hormonen, aus. Sei dies nun anhand von Kopfkino, das zwischenzeitlich auch sehr abstrakte Szenarien abspielt, oder mit kostspieligen Anrufen bei einer Sexhotline – Alma lässt nichts unversucht, das Sexdefizit zu füllen.

 

Weg von Zuhause

Als es dann auf einer Party zu einer peinlichen Situation mit ihrem Schwarm Artur kommt, ihr niemand das geschilderte glaubt und sie zu allem Übel auch noch mithört, wie ihre Mutter sich ihretwegen schämt, beschliesst Alma auszureissen. Wohin? Nach Oslo zu ihrem grossen Vorbild Maria, der ältesten Schwester ihrer beiden Freundinnen. Dort lernt sie, dass Neugier nichts abnormales ist und findet das Selbstvertrauen, zu sich zu stehen.

 

Frisch – trotz allem

Obwohl Turn me on, goddammit sich weder durch aussergewöhnlichen Tiefgang noch durch kostspielige Spezialeffekte profiliert, überzeugt der Film mit seinem erfrischenden Humor.  Und auch der Charme der einzelnen Charaktere, die grobbetrachtet ein wenig stereotypisch erscheinen mögen (die ausgestossene Alma, die rebellische Freundin Sara, der Schulschwarm, der sich schlussendlich für die Aussenseiterin entscheidet), macht den Film zu einem einzigartigen Filmerlebniss. Amüsant, erfrischend und stets mit einem schelmischen Grinsen auf den Lippen.


Am Freitag, dem 30. September gibt es im Arena Filmcity die Möglichkeit, sich mit der Drehbuchautorin von Turn me on, goddammit, Jannicke Systad Jacobsen, zu unterhalten.

 

Teil zwei: das Zentrum und der Westen

Die über 1000 Kilometer lange Insel in der Karibik, die nur 11 Millionen Einwohner hat, lässt sich grob in drei Teile unterteilen: der Osten, Zentral-Kuba und die westlichen Regionen mit Havanna als Angel- und Drehpunkt. Während im ersten Teil dieses Reiseberichts der Osten beschrieben wurde, geht die Reise nun weiter in die Mitte des Landes.

 

Ernüchternde Weiterreise

Ich blicke aus dem Busfenster. Draussen zieht eine unendlich weite, saftige Wiesenlandschaft vorbei, die hier und da mit ein paar Palmen geschmückt ist. Weit gefehlt, wer sich – wie mein Reisegefährte und ich – Kuba als eher karge, aride Landschaft ähnlich der in Spanien vorgestellt. Man befindet sich bereits mitten in der üppigen Flora eines feucht-heissen Klimas.

 

Zuerst verweilen wir zwei Nächte in Camagüey, das geografisch zwar noch zum Osten, klimatisch und von der Mentalität her aber eher zu Zentral-Kuba gehört. Bewohner nennen den eher kühlen, ruhigen Ort “Stadt der Intellektuellen”. Camagüey beeindruckt wenig, abgesehen von ihrer Universität und der für Kuba untypische leeren Gassen rund um den Bahnhof. Unsere Reise geht nach zwei Nächten weiter in die kleine Stadt Sancti Spíritus. Neben der für fast alle kubanischen Städte typischen Kirche auf dem Stadtplatz bietet Sancti Spíritus aber kaum besondere Attraktionen. Zudem häufen sich die Fälle, in denen wir Erfahrungen mit unfreundlichen Casa Particular-Betreibern machen. Nach Camagüey ist auch in Sancit Spíritus die Begegnung nicht gerade freundlich. Als einzige Touristen in der Gegend fühlen wir uns ein wenig verloren und sind froh, in die nächste (grössere) Stadt zu gelangen.

 

Trinidad – die Perle im Landesinneren

Das Highlight der zentralkubanischen Region ist die gut erhaltene Kolonialstadt Trinidad. Mit ihren Häusern und Kirchen aus dem 16. Jahrhundert begeistert sie die kulturell und historisch interessierte Besucherschaft. Die gepflasterten Strassen sind ruhig und trotz der vielen Touristen findet der Verkehr immer noch vermehrt auf dem Fahrrad oder zu Fuss statt. Doch auch die langen Strände, darunter vor allem die Playa Ancón sind lobens- und sehenswert. Auch hier nehmen immer mehr grosse Hotelketten immer mehr Strandfläche für sich in Anspruch. Hinter der Stadt zeichnet sich die Bergkette Sierra de Escambray. Zuoberst auf dem Gipfel befindet sich ein Hotel aus der Zeit vor der Revolution, das heute noch betrieben wird. Rund um das Hotel wurden in den 1930er und 40er Jahren kleine, typisch amerikanische Ferienhäuser inklusive Vorgärten und Garage errichtet. Heute wohnt niemand mehr dort und die Häuser sind am zerfallen. Beim Spaziergang durch die Geisterstadt kommt bei mir ein gewisses Unbehagen auf.

 

Nach dem Aufenthalt in Trinidad, der zu den besten Erlebnissen unserer bisherigen Reise gezählt werden darf, nehmen wir den Bus in Richtung Santa Clara, der Grabstätte von Ernesto “Che” Guevara, dem argentinisch-kubanischen Volkshelden und revolutionären Mitstreiter Fidel Castros. Auch Santa Clara ist eine kleine Stadt, lockt aber gerade wegen dem Monument für den oben erwähnten Staatsmann unzählige Touristen an. Gleich neben dem Denkmal wurde ein Che Guevara-Museum errichtet, welches kostenfrei zu besichtigen ist. Immerhin, denn sowohl das obligatorische Trinkgeld für die unfreundliche Garderobendame als auch die unsorgfältig gestaltete Ausstellung zu Che Guevara machen einen Besuch nicht gerade zu einem Muss.

 

Und wieder eine andere Welt

Nach knappen zwei Wochen “in der Fremde”, also im “echten” Kuba, sehnen wir uns nach einer Pause und Abwechslung. Da kommt die Stadt Varadero gerade recht. Der Touristen-Hotspot Nr. 1 der gesamten Insel ist für die Kubanerinnen und Kubaner nur teilweise zugänglich. Verwehrt bleibt ihnen etwa der Zutritt zu gewissen Strand- und Hotelanlagen, Supermärkten oder auch Banken. Die Stadt besteht praktisch nur aus Restaurants und Hotelketten und bietet alles, was zwar für uns Westler angenehm und vertraut ist, aber eben nichts mit dem echten Kuba zu tun hat: Steaks, Hamburger, Pommes Frites, Coca Cola, englischsprachiges Personal und natürlich – und vor allem – weisse, saubere Strände. Nicht zufällig haben sich die Hotels hier angesiedelt.

 

Die zwei Tage, die wir hier verbringen, bestehen nur aus Baden, Sonnenbaden und  – nach zwei Wochen Durststrecke – vertrautem Essen. Der unangenehme Nachgeschmack, der beim Verzehr eines T-Bone-Steaks entsteht, lässt sich aber kaum ignorieren. Wieso erhalte ich als Tourist in einem sozialistischen Land etwas Besseres als die eigenen Landsleute? Ist die Regierung bloss auf meine Dollars für Devisengewinne aus? Ist es nicht ungerecht, dass die Einheimischen sich das Leben in Varadero kaum leisten können, zu manchen nicht einmal Zutritt haben?

 

Solche Fragen gehen uns nicht mehr aus dem Kopf. Zur politischen Situation auf Kuba werde ich deshalb im dritten Teil des Berichts näher eingehen.

 

Auf Umwegen nach Havanna

Von Varadero aus geht es mit dem Bus weiter nach Matanzas, wo uns ein alter, klappriger Zug aus den 1950er Jahren erwartet. Er von der Stadt Matanzas zur Hershey-Station, wo vor der Revolution der Schokoladenkonzern Hershey Company seinen Sitz in Kuba hatte. Die Fahrt dauert sechs Stunden. Zwei davon verbringt der Zug bei 37 Grad im Ruhezustand, irgendetwas ist defekt, doch was genau das Problem ist, weiss niemand so genau. Als der Fehler endlich behoben ist, kann der Zug die Fahrt im gewohnten Schritttempo fortsetzen.

 

Nach dem Unstieg in einen anderen Zug erreichen wir am späten Nachmittag Havanna, die “Galionsfigur” Kubas. Mein erster Eindruck, noch geprägt von der anstrengenden Fahrt und der Magenverstimmung des vorherigen Abends, fällt schlecht aus. Hektik, Lärm und stinkende Abgase prägen das Strassenbild. Auch die Tatsache, dass wir kein Casa Particular (siehe Teil eins) finden, ist entmutigend. Als wir dann letzten Endes doch noch an eine Adresse gelangen, wollen wir nur noch zweierlei: Wasser trinken und schlafen.

 

Die nächsten Tage in Havanna nutzen wir um die Stadt kennenzulernen. Wir besuchen die Altstadt, das Chinesenviertel, die Strände, das Kapitol und Museen. Ausserdem wechseln wir das Casa Particular und ziehen in ein Haus, das gleich bei der berühmten Meerespromenade Havannas, dem Malecón liegt. Hier zeigt sich die Schönheit der Stadt. Besonders abends, wenn sich die Leute am Malecón tummeln und den Sonnenuntergang betrachten, fühlen wir uns zum ersten Mal seit drei Wochen richtig wohl in einer Stadt in Kuba; können uns vorstellen, länger zu bleiben.

Freestyle.ch à  Zurich

 

Le Freestyle.CH est le plus gros évènement freestyle européen, et c’est également l’événement du début de saison à  ne pas manquer. C’est une des meilleures compétitions, une organisation freestyle, des modules parfaits, des spectateurs motivés, une planification incroyable entre les différents sports. En bref, tout pour ouvrir la nouvelle saison d’hiver. C’est la rencontre des meilleurs rideurs, des meilleurs modules tout cela dans une ambiance de X-Games.

 

Le travail à  accomplir pour donner lieu à  cet événement est énorme. Il faut compter sur 300 personnes, 10’000 mètres de câbles, 2700 grillages de clôture, 3100 mètres de toile de tente, 700 mètres cubes de terre, 190 tonnes de neige pour le Big Air. Autant dire que pour offrir un tel spectacle, cela demande de l’organisation et surtout, du travail.

 

Le programme est le même que l’année passée. On y retrouve les mêmes disciplines; snowboard, ski, FMX, skateboard ainsi que le village d’exposants où l’on peut gagner et recevoir plein de cadeaux gratuits. Ensuite, il y a un film, un concert et la grande fête ! Il est tout simplement impossible de s’ennuyer durant le weekend du Freestyle.CH !

 

Toutefois, l’évènement n’a pas apporté de nouveautés au programme, mis à  part que nous avons la chance de voir la mini-MegaRamp annoncée depuis fin août. C’est le nouveau Big Air pour nos amis skateurs (le Big Air est un saut très haut à  partir d’une rampe, d’un quarterpipe oud’un halfpipe).

 

Samedi ont lieu les épreuves de qualification pour le FMX, le freeski, le snowboard et le skate.Le règlement est strict pour les riders; Ils ont trois sauts pour se qualifier: un saut de style, un saut technique et le troisième, le saut bonus de rattrapage. Autant dire que l’erreur ne doit pas exister pour une qualification. Les deux meilleurs runs sont additionnés et les 4 meilleurs riders pourront rider en finale pendant que les autres se retrouveront parmi les spectateurs.

 

Une fois les qualifications terminées, faisons place à  “La Session Crossover- où 8 riders de chaque discipline vont s’affronter ! Cette année ,la session Crossover a une nouvelle mise en scène, avec des DJs qui motivent les athlètes et qui chauffent le public avec du bon son.Au cours de 5 runs, chacun des 8 riders s’expriment. Durant le Crossover, le public est dans un état second dû au spectacle incroyable offert par les riders.

 

Dimanche c’est le grand et dernier jour, celui de la grande finale toutes disciplines confondues…Les 4 meilleurs riders de chaque disciplines ont alors 2 runs pour faire la différence. Pour clôturer ce week-end qui en a mis plein les yeux au public, c’est le moment d’assister aux finales.

 

Voici les gagnants:

Snowboard Big Air

1. Helgason Halldor

2. Smits Seppe

3. Sandbech Stale

 

Freeski Big Air

1. Ambühl Elias

2. Mahler Kai

3. Wells Jossi

 

FMX

1. Torres Dany

2. Pagès Tom

3. Pilat Petr

 

Skateboard

1. Gagnon Pierre-Luc

2. Gomes Rony

3. Taylor Adam

 

Wie aus Italienern Schweizer wurden

Rino Rizzo, der Vorname ist gekürzt von Liborino, seinem Spitznamen als Kind, ist mein Nonno. So nennen alle Enkel ihre italienischen Grossväter. Rino war fast 18-jährig, als er im Herbst 1944 in die Schweiz flüchtete. Er konnte auf diese Weise den Deutschen entkommen, die ihn ansonsten für die Front eingezogen hätten. In der Schweiz wurde er mit anderen Kriegsflüchtlingen in Arisdorf im Kanton Basel-Land interniert. Hier arbeiteten sie tagsüber draussen und in der Nacht gingen sie für ein paar zusätzliche Kartoffeln heimlich noch einmal auf die Felder.

Weil Rino aber immer noch minderjährig war, wurde mein Grossvater nach ein paar Monaten bei einer Familie in Aesch (Basel-Land) untergebracht. Bei Familie Schmidli wohnte er darauffolgend aber nur zehn Tage, dann traf die Nachricht vom Kriegsende ein.

 

Exot ohne Sprachkenntnisse

Zurück im Italien der Nachkriegszeit war die Realität erst einmal ernüchternd. Es gab keine Arbeit, und die Ausbildung, die mein Nonno beginnen wollte, zögerte sich hinaus. Er erinnerte sich bald des Kontaktes zu der Schweizer Familie und schrieb ihnen. Sie konnten ihm in dem Dorfe indem sie lebten eine Stelle in einer Blechwarenfabrik besorgen.

 

Rino war der einzige Italiener im Schweizer Dorf. Ein Exot. Nur sonntags in der Kirche lernte er mit der Zeit ein paar wenige Landsleute kennen. In der Fabrik schätzten sie ihn, aber ohne Deutsch zu sprechen, war es für ihn trotzdem schwierig. Das Heimweh kam und als es sich anbot, dem Aufgebot der italienischen Armee zu folgen, ging er wieder zurück. Er lernte nun als Funker sein Land von Napoli bis Turin kennen. Die Schweiz wurde erst später zu seiner zweiten Heimat.

 

Leben in der Schweiz

Nach dem Militärdienst, die Wirtschaft Italiens war immer noch am Boden, überraschte ihn ein Telefonat der Schweizer Firma, für die er gearbeitet hatte. Sie fragten ihn, ob er zurückkommen wolle und Rino packte seine Koffer erneut.

Es folgte eine sehr gute Zeit in der Schweiz. Er fühlte sich wohl in der Fabrik und im Dorf. Er war angekommen und gehörte als ihr “Tschingeli” dazu. Selbst das Essen schmeckte ihm. Bald lernte Rino auf dem täglichen Weg zur Fabrik auch seine zukünftige Frau kennen, mit der er anfangs aber nur Französisch sprach.

 

Viele Italiener kamen in den folgenden Jahren in die Schweiz. Zuerst nur vom Norden und dann auch weiter weg vom Fusse des Stiefels her. Sie übernahmen arbeiten auf dem Bau, in der Küche und auf Bauernhöfen.

Die Masseneinwanderung aus dem Süden sorgte mit der Zeit für Ängste in der Bevölkerung. Das Wort Tsching, welches von einem Spiel stammte, das die Italiener auf Zürichs Strassen spätabends meist lauthals unter sich spielten, wurde zu einem Schimpfwort für den faulen Nachbarn, der sich doch wenig um den Erwerb der deutschen Sprache zu bemühen schien.

 

Angst und Freude

Die Situation spitzte sich in der Folge zu. Der Missmut der Schweizer Bevölkerung zeigte sich den Italienern gegenüber beispielsweise bei der Wohnungssuche. Es kam bekanntlich zur Volksabstimmung über die Initiative von Nationalrat James Schwarzenbach, welche 1970 die Beschränkung des Ausländeranteils auf unter 10 % in jedem Kanton der Schweiz forderte – mit Ausnahme von zugelassenen 25 % in Genf. Da hatte Rino zwar bereits geheiratet, sie hatten Kinder und aus der jährlich verlängerten Arbeitsbewilligung war ein roter Pass geworden. Aber die Initiative wurde mit 54 % Nein-Stimmen nur knapp abgelehnt – bei einem Ja hätten 300’000 Menschen, die meisten von ihnen Italiener, ausgewiesen werden müssen.

 

Mancher Italoschweizer sieht das Jahr 1982 als Wendepunkt der der Sympathien: Italien war an der Fußballweltmeisterschaft in Spanien Weltmeister geworden und hatte im Endspiel die deutsche Elf besiegt. Die Schweizer sah man bei dem Fest mit den Italienern zusammen auf den Strassen feiern.

 

Freundschaft der Länder und Menschen

Heute leben 287’100 Italiener in der Schweiz. Über 30 % von ihnen wurden bereits in der Schweiz geboren und ganze 87 % von Ihnen besitzen eine zeitlich unbeschränkte Niederlassungsbewilligung. Vergangenes Wochenende ging ich mit meinen Grosseltern und Eltern an ein italienisch-schweizerisches Fest, welches auf dem Barfüsserplatz im Herzen Basels stattfand. Das Fest galt der Freundschaft zwischen den beiden Ländern.

 

Integration braucht anscheinend Zeit. Es sind nicht nur zwei verschiedene Mentalitäten, die sich bei einem Integrationsprozess aneinander gewöhnen müssen. Immigranten haben zumeist eine belastende Vergangenheit hinter sich, die ihr Verhalten und ihre Gewohnheiten noch weithin prägen. Zwiespältig gestaltet sich dann die Suche nach der eigenen Identität. Mein Nonno hat zwar zwei Pässe, genau wie meine Mutter und ich. Aber er sagt mir auch, dass er heute weder ein richtiger Italiener, noch ein richtiger Schweizer sei.

Musik für den Sommer

Das Animal Collective ist erstaunlich produktiv: Seit mehr als 10 Jahren macht die amerikanische Band fast jährlich auf sich aufmerksam, sei es in Form von Alben, EPs oder Musikfilmen. Wohl zum Leid und zur Freude ihrer Fans, die dadurch zu immer neuen Plattenschrankvergrösserungen genötigt werden und fast ununterbrochen Animal Collective hören müssen. Noch erstaunlicher ist dabei, dass Ergüsse der Band jeweils ziemlich unterschiedlich, aber immer unverkennbar nach Animal Collective klingen – man entschuldige die Phrase, aber in diesem Fall ist sie angebracht. Am erstaunlichsten jedoch ist die hohe Qualität, die sie mit ihren Werken immer wieder erreichen, was zu Entscheidungsproblemen seitens des Autors führt: Welches Album soll es denn für diesen Artikel sein? Nach zähem Ringen hat “Merriweather Post Pavilion” (MPP) aus dem Jahr 2009 den Sieg davon getragen – als Einstiegsdroge in die farbige, abenteuerliche und schräge Welt des Kollektivs.

 

Versteckte Popsongs

Auch wenn man es beim ersten Hören von “MPP” vielleicht nicht vermutet: Hinter all den dichten elektronischen Sounds, den zahlreichen eingeflochtenen Geräuschen, dem mehrspurigen und mehrstimmigen Gesang – kurz gesagt: hinter dem Chaos – hält sich der Pop versteckt. Man muss sich nur einen Weg durch die vielen Soundschichten bahnen und das Album mehrmals hören, dann stösst man auf grossartige, süchtigmachende Popsongs wie “My Girls”, “Summertime Clothes”, “Bluish”, oder “Taste”. Wochenlang spuken die Melodien dann noch im Kopf herum, ohne langweilig zu werden.

 

Schwer einzuordnen

Damit ist aber eigentlich noch nicht viel über die Musik des Albums gesagt, die wirklich schwer zu fassen ist, nicht zuletzt, weil es (zumindest dem Autor) an vergleichbaren Bands fehlt. Es passiert viel auf engem Raum, es ist poppig, manchmal melodiös, manchmal chaotisch, sonnig, unruhig, verträumt, oft abenteuerlich und immer psychedelisch (man sehe sich nur das Cover an). Am besten hört man sich das Album draussen an, vielleicht auf dem Fahrrad, im Grünen, bei Sonnenschein und Vogelgezwitscher – gute Laune ist garantiert. Wenn man einen Song herauspicken müsste, dann wäre es wahrscheinlich “Brother Sport”, der vielleicht eindrücklichste Song und krönende Abschluss von “MPP”: Es beginnt mit Beach-Boys mässigem Gesang, der in einem immer intensiver werdenden, chaotischen, manche würden sagen lärmigen, Mahlstrom aus Tausenden von Klängen mündet, der urplötzlich abbricht und einer mitreissenden und euphorischen Gesangsmelodie Platz macht: Man muss einfach mitsingen, sich bewegen und sich freuen.

 

Noch viel zu entdecken

Die Grossartigkeit und Vielseitigkeit der Band haben über den Vorsatz gesiegt, nur über ein einziges Album zu schreiben. Wenigstens in einigen Sätzen müssen auch noch die anderen Alben erwähnt werden. Auf “Strawberry Jam” (2007) gibt es, im Vergleich zum elektronischeren “MPP”, mehr live eingespielte Instrumente wie Schlagzeug, Gitarre oder Bass und ist so irgendwie näher am Indierock (Anspieltipps: “For Reverend Green”, “Fireworks”). “Feels” (2005) schwankt zwischen energiegeladenen, schrägen Popsongs (“Grass”) und ruhigerem, psychedelischem Folk (“The Bees”). “Sung Tongs” (2004) ist freakiger Folk-Pop, der sich fast nur auf akustische Gitarren, Gesang und einige Effekte beschränkt (“Kids on Holiday”, “We Tigers”). Und “Here Comes the Indian” (2003) bietet eine aberwitzige Reise ins Land des Noise, Musik voll von Geräuschen und ohne reine Klänge. Tiefer ist der Autor zum Zeitpunkt dieses Artikels noch nicht in den Animal Collective-Kosmos eingedrungen. Aber die Reise geht weiter.

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Pour une histoire d’eau…du robinet

Mais où est donc partie cette convivialité et cette fameuse loi qui imposeraient à  tout restaurateur d’offrir gratuitement un verre d’eau à  l’étudiant fauché, au voyageur de passage, au touriste égaré, au citadin assoiffé? Et bien, il paraît que cela ne serait que croyance populaire! En aucun cas les tenanciers ne sont tenus d’abreuver modestement le bougre qui s’est égaré dans son bistrot. Triste nouvelle…Alors faites cliqueter la petite monnaie!

 

La tentative de demander un verre d’eau se solde toujours par la fameuse question “gazeuse ou non gazeuse?”. Une manière détournée d’indiquer qu’ici l’eau est en bouteille et ne sera, par conséquent, pas gratuite. Mais bon, fallait bien que quelqu’un ose malgré tout demander et se jette à  l’eau! Mais si vous décidez de persister, si vous n’avez pas peur de passer pour un radin en demandant une simple carafe d’eau du robinet, vous risquez d’avoir droit au sourire grimaçant ainsi qu’à  la moue dubitative du serveur. Puis séance douche froide en découvrant la cherté de notre eau du robinet!

 

Mais bistrots et restaurants assurent leur survie avec les boissons, on le sait! Allez, pour cela j’accepte donc le franc symbolique pour une carafe.

 

Bref, dur combat entre les clients qui râlent et les restaurateurs qui ne peuvent continuer à  offrir des prestations gratuites. Mais la réputation d’un charmant bistrot se joue dans la saveur de sa cuisine ainsi que dans la couleur de son accueil. Le verre d’eau gratuit en voie de disparition peut-il réellement permettre à  l’établissement d’être bondé de joyeux gourmands? Est-ce en finançant la moindre goutte que la profession de restaurateur pourra être sauvée, que la réputation du restaurant se verra assurée et que les réservations s’arracheront? Doux équilibre pour assurer une réputation, l’image traditionnelle de l’accueil, la convivialité et rentrer dans ses frais pour le tenancier de l’établissement. Peut-être faudrait-il mettre un peu d’eau dans le vin…

 

Bref, tout ça pour une histoire d’eau en carafe! Eaux jaillissantes de ma pensée pour lancer ce petit coup de gueule, en tant qu’étudiante fauchée qui compte ses sous et qui apprécie encore de pouvoir savourer gratuitement notre bonne eau fraîche!

Teil eins: der Osten

“Dieses Land überrascht einen immer wieder. Es passieren seltsame Dinge. Man muss fest im Guten stehen, um nicht den Kopf zu verlieren.”

Miguel Barnet, kubanischer Schriftsteller

 

Am Flughafen

Auf Kuba taucht man ein in eine andere Welt. Dies ist längst eine gängige Floskel von Reisebroschüren und Tourenanbieter, die einem exotische und abenteuerliche Reisen in beinahe alle Länder anbieten wollen. Doch ich meine es durchaus ernst. Man betritt den Boden eines der letzten bekennenden sozialistischen Staaten der Welt. Für Menschen der 1990er-Generation, die den Kalten Krieg nicht mehr erlebt haben, ist der Begriff Sozialismus ein kaum noch mit der realen Welt assoziierbares System und deswegen für viele ein unbegreifliches Abstraktum. Was einen Abstecher in ein solches Land umso interessanter macht.

 

Bei der Ankunft in Holguín, einer mittelgrossen Stadt im Osten des Landes, fällt bereits auf, wie minimalistisch der Flughafen ausgestattet und eingerichtet ist. Der Europäer zeigt sich schockiert über das Fehlen von Duty-Free Shops, Snack-Automaten und gemütlichen Sitzgelegenheiten. Rückblickend stellt sich natürlich auch die Frage: Brauchen wir das alles wirklich? Sind wir in den Flughäfen Zürichs, Frankfurts und New Yorks wirklich angewiesen auf die schiere Flut von Werbung, Sonderangeboten und Komfort? Solchen Gedanken hänge ich nach, während ich und ein Schulfreund, mit dem ich diese Reise bestreite – eine gefühlte Ewigkeit – auf unser Gepäck warten. Es soll sich später herausstellen, dass die Wartezeit am Flughafen noch zu den “angenehmeren” Unannehmlichkeiten gehört. Verspätungen, Pech und Pannen werden mich auf meiner gesamten Reise begleiten.

 

Von Ost nach West

Voller Begeisterung steigen wir in ein Taxi, das durch jede TÜV-Prüfung doppelt durchfallen würde (natürlich handelt es sich um ein schönes, für Kuba typisches amerikanisches 1950er-Jahre-Auto) und zücke die Kamera. Auf der staubigen Landstrasse Richtung Stadt fotografiere ich in einer schon fast hektischen Weise die üppige Propaganda, die die Bushaltestellen, die an Telefonkabinen, Laternenpfählen und Litfasssäulen prangen. Ein gewisses Gefühl der Angst beschleicht mich, ich könnte eines der originellen Plakate der Regierung Castro im Stile von “Viva el socialismo” oder “Siempre es revolución” verpassen.

 

Die nächsten Tage verbringen wir in einem so genannten Casa particular, einer behördlich lizenzierten Privatwohnung von Kubanern ohne spezielle touristische Ausbildung. Diese stellen in ihrer eigenen Wohnung ein Zimmer mit separatem Bad für Touristen zur Verfügung. Auf Wunsch bekochen sie einen auch und servieren ein Frühstück. Holguín ist ein eher ruhiges Städtchen, bietet aber mit seinen farbigen Häusern und der einfach einzigartigen, lockeren Atmosphäre auf der Strasse viele tolle Eindrücke. Trotz der relativen Armut des Ostens von Kuba ist es eine saubere, gepflegte Stadt. Nach zwei Tagen geht die Reise weiter. In den Südosten nach Santiago de Cuba.

 

Fünf Tage Karneval. Oder doch sieben? Spielt doch keine Rolle.

In Santiago erhoffen wir uns, einen authentischen karibischen Karneval mitzuerleben. Ein voller Erfolg. Nirgends in Kuba ist es so heiss wie in Santiago. Trotz der drückenden Hitze und Feuchtigkeit am Tag  und der kaum kühleren Temperatur in der Nacht, tanzt Santiago de Cuba während ungefähr sieben Tagen auf den Strassen zu Salsa, Reggaeton und Bachata. Ein Aussenstehender kann weder feststellen, wann der Carnaval de Santiago aufhört, noch wann er anfängt. Nach einer Weile spielt das auch überhaupt keine Rolle mehr. Hauptsache, die ausgelassene Stimmung und die beeindruckende Zahl an Zuschauern machen gute Laune.

 

Santiago beeindruckt auch wegen seiner ethnischen Durchmischung. Nirgends ist der Anteil an Nachfahren ehemaliger afrikanischer Sklaven höher. Die spezielle Mischung aus Schwarzen, ehemaligen spanischen Siedlern und Mulatten (Mischlingen aus Schwarzen und Weissen) ist in keiner Stadt so präsent wie in Santiago. So sieht man in seltenen Fällen auch schwarze Kubaner mit grünen oder blauen Augen durch die Gassen gehen.

 

Gleichzeitig ist die Stadt auch deutlich ärmer als die Gegenden im Landesinneren und im Westen. Die Infrastruktur und die Häuser stehen noch schlechter da als im allgemein schon niedrigen Durchschnitt. Hier und da sind auch Wellblechhütten und Verwahrloste zu sehen. Da Santiago ehemals ein Hafen für afrikanische Sklaven war, muss man davon ausgehen, dass erst nach der Revolution Fidel Castros der Grossteil der Bevölkerung der Stadt die gleichen Rechte besass wie die weisse Mehrheit. Fidel Castro – im scharfen Gegensatz zu seinem Vorgänger Fulgencio Batista – verabscheute den Rassismus und verbannte ihn aus den Institutionen. Der allgemeine Eindruck der Armut lässt uns spekulieren, ob hier der Rückhalt der Kommunistischen Partei wohl noch am stärksten ist. Es fällt mir auch auf, dass die Staatspropaganda hier viel präsenter ist als in Kubas westlichen Städten wie Havanna oder Varadero, die in den zwei folgenden Teilen dieses Berichts näher beschrieben werden.

 

In einer Woche geht die Reise nach knapp einer Woche im Osten weiter ins Innere des Landes, nach Camagüey.