Kultur | 22.08.2011

Sonnenaufgang über wüster Landschaft

Text von Jeannette Frey
«The Pains of Being Pure at Heart" ist eine Indieband aus New York. Der spezielle Namen lässt fragen: ging es während ihrem Konzert in Basel denn auch um Schmerz? Ein bisschen schon.
Ästhetische Unordnung: Die fünfköpfige Band "The Pains of Being Pure at Heart", gegründet 2007, touren momentan durch Europa.

 

Am 16. August traten “The Pains of Being Pure at Heart” zum ersten Mal im Club Sud in Basel auf. Es hatte nicht viele Leute, aber es war ja auch Dienstagabend. Dies machte die Atmosphäre gemütlich und liess die Artisten direkter als sonst auf das Publikum wirken.

Der Leadsänger der Band, Kip Berman, erwies sich als musikalisch sehr talentiert. Das Lied “Contender” sang er ganz alleine und schrummte dabei auf einer Gitarre. Seine Bandmitglieder verschwanden währenddessen kurz von der Bühne. Ansonsten wurde Berman von einer jungen Frau gesanglich begleitet. Ihr schwarzes Haar liess sie dabei rebellisch ins Gesicht hängen und ihre Stimme überzeugte.

 

Musik mit gemischter Wirkung

Weiter besteht die Band aus einem Schlagzeuger, Bassisten und Gitarristen. Zu fünft spielen sie Indierock die gut und laut in den Ohren klingt. Man könnte “The Pains of Being Pure at Heart” auch in Twee-Pop (schöne, aber eher einfache Melodien und Texte) oder Noise-Rock (lärmige, chaotische und unharmonische Musik) einordnen .Die fünf Musiker vereinten sich im Jahr 2007, mittlerweile haben sie schon die beiden LPs “The Pains of Being Pure at Heart” und “Belong” veröffentlicht; davon das neuste dieses Jahr. Bis Ende Jahr touren sie noch durch Europa und die Welt.

 

Eigentlich hat der Bandname nicht viel mit den Songtexten zu tun, trotzdem fühlt man während dem Zuhören das “Leid, rein im Herzen zu sein”, wie auch immer dies zu interpretieren ist. Vermutlich hat es etwas mit den schön klingenden Liedern und dem Auf und Ab der Melodien zu tun. Es kommt einem vor wie der Soundtrack einer melancholischen, aber dennoch fröhlichen Filmszene. Wie zum Beispiel ein Sonnenaufgang über einer verwüsteten Landschaft. Diese ambivalente Musik lockert auf und lässt gleichzeitig nachdenken.

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