Kultur | 30.08.2011

Sierre Blues Festival

Text von Lorena Viciconte | Bilder von Lorena Viciconte.
Ganz im Zeichen des Blues ging das Sierre Blues Festival zum dritten Mal über die Bühne. Eine grosse Auswahl an Bands von Donnerstag bis Sonntag versprach etwas für alt und jung - auch eine Tink-Fotografin hat sich an einem Abend unter die Leute gemischt.
Status Quo beim Auftritt... ...und beim Fotoshooting Francis Rossi von Status Quo, ganz entspannt. Janiva Magness bot R'n'B vom Feinsten. Auch die Latvian Blues Band brachte Stimmung ins Rhonetal.
Bild: Lorena Viciconte.

Der Tag vor dem Konzert begann eigentlich ganz untypisch. Am Abend wurden – zumindest für mich wider Erwarten –  die Einladungen für die Pressekonferenz am nächsten Tag per SMS verschickt. Natürlich sagte ich zu.

Es lief alles ganz entspannt ab, gute zehn Minuten vor der Konferenz unterhielt man sich auf Englisch und teilweise in gebrochenem Deutsch oder Französisch. Es war sehr interessant sich mit verschiedenen Fotografen auszutauschen. Dann ging es auch schon los. Francis Rossi von Status Quo stellte sich der Presse. Er war sehr gut aufgestellt, redete über Rösti und darüber, wie sehr er die Schweiz mag. Dann war der Sache auch schon wieder vorbei. Jeder ging zufrieden aus dem Backstagebereich und setzte sich in Gruppen zusammen. Es ging sehr kollegial zu und her unter den Journalisten.

 

Zwei Bühnen, viel Lärm

Es gab zwei Bühnen, die leider doch etwas zu weit voneinander entfernt waren, und darum gab es auch Verzögerungen, wenn eine Band etwas überzogen hatte – das tat der guten Stimmung allerdings keinen Abbruch. Die Bands auf der Hauptbühne konnten zwar mehr oder wenig pünktlich anfangen. Diesen Punkt gilt es dennoch zu verbessern.

 

The Five Blind Boys from the Parish, ähnlich klingend wie die britische Band Dr. Feelgood, machte um 18:30 Uhr den Anfang. Eine sehr interessante Kombo. Janiva Magness folgte kurz darauf auf der Hauptbühne. Mit der im Frühling veröffentlichten CD, “The Devil Is An Angel Too (Alligator)”, trat eine der grössten Blues- und R’n’B-Sängerinnen der letzten 20 Jahre am Festival auf. Die Sängerin überzeugte sofort, ebenso wie die Band. Der Sound war auch überraschend gut. Auf der Dorfbühne folgte schliesslich die “Latvian Blues Band”, die mit Coversongs und eigenen Kompositionen dem Festivalgelände richtig nochmals Stimmung eingeheizt hat.

 

Let’s Rock

Kurz vor 21:30 Uhr wurden die Medienschaffenden nochmals in den Pressebereich gebeten. Dort liess sich dieses Mal die kompletten Status Quo – bestehend aus Francis Rossi, Rick Parfitt, Andrew Bown, John “Rhino” Edwards und Matt Letley – ablichten.

 

Zum alten Eisen gehören sie noch lange nicht. Status Quo ist und bleibt ein Name, der in der Schweiz für ausverkaufte und gut besuchte Konzerte steht. Drei neue Songs hatten die britischen Altrocker aus ihrem neuen Album mit im Gepäck. “Two Way Traffic”, “Rock’n’Roll’n’You” und “Let’s Rock”.

 

Nicht nur die Musik stimmte. Auch neben der Bühne hatte man in Sierre vorgesorgt: Obwohl das Festival mit über 10’000 Besuchern in den vergangenen Tagen besser besucht als in den letzten zwei Jahren, waren die Essensstände gut gefüllt und es brauchte niemand zu hungern. Alles in allem spricht also nichts dagegen, dem Sierre Blues Festival auch im nächsten Jahr wieder einen Besuch abzustatten.