Kultur | 03.08.2011

Blues in der Westschweiz

Die dritte Ausgabe des Sierre Blues Festival wird auf der Plaine Bellevue, in den Strassen und den öffentlichen Einrichtungen von Siders stattfinden. Das Thema ist die Universalität des Blues mit Musikern aus ganz Europa, aber auch aus den USA, Kanada, Kamerun, Lettland und Australien.
JW-Jones wird den Abend und somit das Sierre Blues Festival entflammen.
Bild: sierreblues.ch In Nina Attal steckt ein Hauch von Janis Joplin. sierreblues.ch/Bruno Denis

Am Donnerstag, 25. August wird die Energie des kanadischen Gitarristen JW-Jones, der als einer der grössten bei seinen Altersgenossen gilt, den Abend entflammen. Der Mann mit der Gibson, kaum dreissig Jahre alt, hat bereits sechs Alben herausgebracht, die seinen Ruf verstärken. In der sehr jungen Französin Nina Attal, welche ebenfalls am Donnerstag auftreten wird, schwebt ein Hauch von Janis Joplin. Eine Stimme, ein Feeling, welches schwer vorstellbar ist bei einer solch jungen Musikerin. Die Italiener Morblus, vier Musiker, die seit 20 Jahren zusammen spielen, sind dafür bekannt, bemerkenswerte Live-Auftritte zu bieten. Inspiriert durch B.B. King, Albert Colins oder Willie Dixon, mischen sie ihren Blues mit Funk und Soul in einer originellen Vielfalt. Als berühmter Multiinstrumentalist wechselt der Franzose Philippe Ménard, ehemaliger Sänger der Gruppe Tequila, munter von der akustischen über die elektrische Gitarre zur Mundharmonika oder zu Schlaginstrumenten.

 

Am Freitag erklingt der südliche Blues des Schweizers Philipp Frankhauser, der zum zweiten Mal nach Sierre kommt. Er ist der einzige Eidgenosse, der am Chicago Blues Festival gespielt hat und ist in der deutschen Schweiz ein unumstrittener Star. Die Offenbarung des Jahres, nämlich die Australierin Kara Grainer, kommt während ihrer Europa-Tournee zum ersten Mal in die Schweiz. Ebenfalls dabei ist Awek, eine Gruppe voller Erfahrung und Leidenschaft. Unterstützung erhalten sie von Stéphane Bertolino, dem Gewinner des Awards für den besten Mundharmonikaspieler am Internationalen Blues Challenge 2011.

 

Als Hauptdarsteller des dritten Sierre Blues Festival wird Status Quo am Samstag, den 27. August seinen kraftvollen Rock auf der Plaine Bellevue erklingen lassen. Die Gruppe um Francis Rossi und Rick Parfitt ist eine lebende Legende mit 45 in den englischen Charts platzierten Hits, 130 Millionen verkauften Alben und einer unglaublichen Langlebigkeit.

 

Die Amerikanerin Janiva Magness ist Preisträgerin des Blues Music Award 2009. Einschmeichelnd, freudig und inspiriert repräsentiert sie die Essenz des Blues. Der Blues exisitiert auch in den ehemaligen osteuropäischen Ländern, was nur wenigen in unseren Breiten bekannt ist. Die litauische Latvian Blues Band, Finalisten des European Blues Challenge 2011, treten zum ersten Mal in der Schweiz auf.