Kultur | 23.05.2011

Wenn die Musik auf den Gassen tanzt

Das Musikfestival "Musig Uf De Gass" gibt jedes Jahr den ersten Vorgeschmack auf das St. Galler Open Air und verschafft Abhilfe, wenn die Ungeduld Überhand zu nehmen droht. Über 21 Ostschweizer Bands begeisterten letzten Donnerstag und Freitag mit ihrer Livemusik das St.Galler Publikum.
"Musig uf de Gass" als gute Vorbereitung: Das Open Air kann kommen.

Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude. Die Organisatoren des “Musig Uf De Gass”-Festivals nehmen sich dieses Sprichwort zu Herzen und veranstalten jedes Jahr im Mai ein Mini-Musikfestival um den ungeduldigen Open Air-Fans das Warten zu erleichtern. Den Auftakt am Donnerstag machte die Nachwuchsband Nangijala, deren Debütalbum eben erst veröffentlicht wurde, die Rorschacher Painhead und die energiereichen Neckless im Waaghaus. Am Freitag konnte man sich für zehn Franken bei 18 weiteren Bands selbst von der Qualität der Ostschweizer Musikszene überzeugen.

 

Musik in sechs Konzertlokalen

Musikfreunde kamen auf ihre Kosten, konnten sie doch zwischen einigen attraktiven Konzerten entscheiden und zwischen Waaghaus, Palace, Kugl, Flon, Talhof und der Grabenhalle hin und her pendeln. Und keine Musikrichtung, sei sie noch so klein, konnte sich beschweren: Von Akustik-Pop über Elektro, 60s-Pop und Hip-Hop bis hin zu experimentellem Orchester-Balkan-Jazz wurde alles angeboten. Mit dabei waren bekannte Bands wie Junes und das Pullup Orchestra, die schon einige Alben vorweisen können, aber auch junge Bands wie Cheap Noise oder Youk Andance, die gerade mal ihr viertes Konzert spielten.

 

Noch 37 Mal schlafen

Den überaus gelungenen Abend liess man im Palace oder im Kugl ausklingen. Im Palace feierte DJ Badrockar mit Altem und Zukünftigem aus dem Sittertobel-Repertoire das kommende Festival. Im Kugl heizte “Sirupclub Soundsystem feat. Wayne Champagne & Locco Marocco” denjenigen ein, die vom Tanzen immer noch nicht genug hatten.

 

Ein gelungenes Musikfest, das die Vorfreude auf das St. Galler Open Air in die Höhe schnellen und den Wunsch, dass es doch endlich Juli werden möge, grösser werden lässt. In 37 Tagen sehen wir uns wieder, bepackt mit Bier, Zelt und Campingstuhl.