Kultur | 18.05.2011

Auf die nächsten 15!

Text von Silvan Gisler
15 ist normalerweise nicht gerade das Alter, um überschwänglich zu feiern, man wartet vielmehr bereits auf das nächste Jahr und den lang ersehnten 16. Geburtstag. Nicht so das Gaswerk. Diesen Samstag, 14. Mai lud das Kulturzentrum ein. Das Gaswerk weiss, wie man feiert: 5 Bands, gratis Eintritt, vielfältiges Rahmenprogramm ergaben eine grosse Sause.
"The Dead Brothers" spielen ihre Zugabe auf der Bar und im Publikum. "Rainer von Vielen" ist gerade nicht wie viele. Fotos: Silvan Gisler

Für deinen Bauch

Das grosse Jubiläumsfest startete bereits am frühen Nachmittag. Ab 14 Uhr konnte man ins Gaswerk gehen und es sich auf den Festbänken gemütlich machen. An Angebot mangelte es nicht: Am Essenstand gab es Wok und Würste,  bei den Künstlern Kaffee und Kuchen, die Kinder vergnügten sich in der Spielecke, ein Jongleur zeigte sein Programm, im Kino lief «Wallace and Gromit«, «Der Mann mit der Gitarre« gab kurze Live-Sets zum besten während das Lokalradio Stadtfilter Musik aus der Büchse lieferte und zu jeder Stunde fand eine Führung durch das Gaswerk statt, wobei es interessante Dinge zu erfahren gab.

 

Und deine Ohren

Je später es wurde, umso mehr Leute pilgerten ins Gaswerk um mitzufeiern und das Kulturzentrum füllte sich beachtlich. So waren denn auch die Konzerte gut besucht und die Stimmung dementsprechend gut.  «Daily Bread« aus Holland starteten den Konzert-Abend gleich mit energiegeladenem Elektro-Dance-Rock und einer guten Prise Trash. Die folgende Akustik-Band «The Dead Brothers« aus der Schweiz bediente sich deutlich leiseren Tönen, waren jedoch nicht minder überzeugend. Im Gegenteil: Ihr eigenwilliger Sound mit Streichern, Banjo, Blues und Western wusste zu gefallen und die Zugaben auf Bartresen und inmitten der Zuhörer gehörten zu den Höhepunkten des Abends.

 

Bis zum frühen Morgen

Eine ganz andere Art von Intensität bot daraufhin die britische Zwei-Mann Rock-Combo «The Sea«, die mit ihrem Indie-Rock das jüngere Publikum zum Tanzen brachten. Die Wucht und Dynamik, welche die zwei Musiker auf der Bühne kreieren beeindruckt. An geballter Energie in nichts nach steht «Rainer von vielen« und seine Band. Mit Elektro, HipHop, klug eingesetzten Texten und einer gehörigen Portion Punk erhöht er noch einmal die  Herzschlag-Frequenz. Den Schlusspunkt setzen sympathisch die Gaswerk Allstars und werden dem Sausen-Faktor der Veranstaltung mehr als nur gerecht. Erst als es schon wieder hell wird, ist es für den Reporter Zeit nach Hause zu gehen. Genug gefeiert für heute, liebes Gaswerk, freue mich darauf wenn du 20ig wirst.