Kultur | 12.04.2011

Musik geht in die Seele

Text von Pascal Spycher | Bilder von PD
Haydn, Mozart, Beethoven: In einer monatlichen Konzertreihe stellt die Tonhalle St. Gallen die grossen Klassiker vor. Diesmal waren die russischen Komponisten des 19. Jahrhunderts an der Reihe. Für Studenten und Schüler ein günstiges und festliches Erlebnis.
Jeden Monat lädt die Tonhalle St. Gallen zum klassischen Konzert. Pianist Yevgeny Sudbin macht auf seiner Welttournee in St. Gallen halt.
Bild: PD

Die Tonhalle St. Gallen, ein Konzertsaal für einen Zweck: Gebaut, um Musik zu hören und zu machen. Verschiedenste Musikrichtungen werden dort vorgetragen, so dass jede Veranstaltung für sich etwas Spezielles ist.

Konzerte von Klassik über Jazz, Swing bis zu Blues stehen zur Auswahl, aber auch Komiker wie Paul Panzer geben dort ihr Programm zum besten.

 

Einmal im Monat bietet das Sinfonieorchesters St. Gallen mit dem Tonhallenkonzert einen abwechslungsreichen Einblick in die Welt der Klassik. Es werden Werke von bekannten Komponisten, wie zum Beispiel Mozart und Beethoven, aber auch weniger gehörte Komponisten gespielt.

 

Barock trifft moderne Klangarchitektur

In der Einführung eine Stunde vor Konzertbeginn erfährt man interessante Hintergrundinformationen zu den Werken und Komponisten. Bei einem festlichen Ambiente treffen sich die Konzertgäste bei einem Glas Orangensaft, Prosecco oder Mineral. Die Konzerthalle ist im Barockstil gebaut. Die neue Deckenkonstruktion “Klangwolke” sorgt für ein optimales Musikerlebnis. Ein Tipp: für Jugendliche mit Studentenausweis gibt es an der Abendkasse für zehn Franken eine Platzkarte in der besten noch verfügbaren Kategorie.

 

Russischer Dreiklang

Das 9. Tonhallekonzert “Russische Phantastereien” beinhaltet Werke aus dem 19. Jahrhundert von den russischen Komponisten Anatoli Ljadow, Alexander Skrjabin und Modest Mussorgski. Im Stück “der verzauberte See” stellt Ljadow ein Märchenbild eines Sees mit Hilfe der musikalischen Ausdruckskraft dar. Durch den Klangteppich der Streicher oder das Hornsolo bekommt man das Gefühl, sich in einem Nebel über dem Wasser zu befinden, in dem die Sonne aufgeht.

 

Der Pianist Yevgeny Sudbin, der an der Royal Academy of Music in London Klavier studierte, reist im Moment durch Europa und Amerika. Er spielte mit vielen bekannten Orchestern wie dem London Philharmonic Orchestra zusammen. Nun bringt er mit dem Sinfonieorchester St. Gallen Skrjabins Konzert für Klavier und Orchester in die Tonhalle.

 

Die von Maurice Ravel orchestrierte Version von Mussorgskis “Bilder einer Ausstellung” ist ein sehr abwechslungsreiches Werk, das Bilder aus Viktor Hartmanns Ausstellung musikalisch umschreibt. Die Promenade, der Gang von Bild zu Bild, taucht immer wieder in verschiedenen Variationen auf. Mit “La grande porte de Kiev” endet das Konzert mit festlichen Schlusstönen. Dem Applaus nach zu urteilen geht vielen Konzertbesuchern die russische Musik in die Seele.