Kultur | 14.03.2011

“Eine noch bessere Plattform sein”

Urs Lindauer ist seit 2008 bei den Jugendfilmtagen dabei, dieses Jahr debütiert er als deren Festivalleiter. Wir haben ihn zu einem Interview getroffen.
Feuertaufe hinter sich: Urs Lindauer hat die Jugendfilmtage zum ersten Mal geleitet in diesem Jahr.
Bild: Louisa Nelle

Wie hast du dein erstes Jahr als Festivalleiter erlebt?

Es ist eigentlich so verlaufen, wie ich mir das gewünscht habe. Das heisst wir haben die guten Dinge, welche wir in den Vorjahren erarbeitet haben, weiterziehen und verbessern können. Die Zuschauerzahl und die Qualität der Filme sind gleich geblieben, wie bisher. Mein Fazit ist also positiv.

 

Du hast vor Antritt deines Amtes gesagt, dass es dein Ziel in diesem Jahr sein werde, die gute Arbeit von Patric Schatzmann fortzusetzen und die Jugendfilmtage im Kalender von Zürich besser zu etablieren. Ist dir das gelungen?

Wir hatten dieses Jahr sicher eine grosse Präsenz mit den Plakaten. Zudem hatten wir zum ersten Mal jemanden, der sich gezielt mit der Presse auseinander setzte. Auf Beides haben wir ein sehr gutes Feedback erhalten. Sich noch mehr im Veranstaltungskalender zu verankern, ist wirklich schwer und wird auch noch eine längere Entwicklung haben. Aber das Echo in der Presse ist sicherlich grösser geworden.

 

Welches sind deine persönlichen Highlights der diesjährigen Jugendfilmtage?

Das wir es geschafft haben gleichzeitig drei Veranstaltungen – Wettbewerbsvorstellung, Atelier für Junge und Plakatausstellung – zu machen und an jeder von ihnen Besucher zu haben, ohne einander zu konkurrenzieren. Auch wenn dies nicht so spektakulär klingen mag, auf diese Weise haben wir es geschafft, für viele Leute verschiedene Dinge anzubieten und das gleichzeitig.

 

Was willst und wirst du im nächsten Jahr anders machen? Was für Veränderungen wirst du vornehmen?

Beibehalten werden wir sicher die Wiederholungsvorstellungen der Wettbewerbskategorien, das hat sich dieses Jahr bewährt und ist für den Zuschauer von Vorteil. Ich bin noch nicht so weit in der Planung, aber ich denke, es werden kleine Veränderungen sein, wie etwa den Zugang zu den Tickets attraktiver zu gestalten.

 

Worin siehst du die Zukunft des Festivals?

Die Zukunft der Jugendfilmtage ist, dass wir den jungen Filmemachern und -macherinnen eine noch bessere Plattform sind. Dass wir den Austausch zwischen ihnen noch mehr anregen können durch unser Festival und durch unsere Arbeit. Die Zukunft liegt bei den jungen Filmern, und das wollen wir fördern.

 

Steckt ein verbindender Gedanke hinter dem Plakat und den Jugendfilmtagen?

Meine verbindende Idee zum Film und auch die der Grafiker war, dass das Bild inszeniert ist und die meisten Filme sind ja inszeniert. Man sieht ganz klar, dass das Bild inszeniert ist. Der Mensch auf dem Bild lacht in die Kamera, zeigt die Zähne und ist angemalt. Ausserdem ist er ein Jugendlicher. Also für mich ist diese Verbindung ziemlich zentral.