Kultur | 14.03.2011

“Der werd ich die Fresse polieren!”

Text von Louisa Nelle | Bilder von zVg
«Bam Tchak", gewinnt die Kategorie E an den 35. Jugendfilmtagen. Marie-Elsa Sgualdo inszeniert einen Tag aus dem Leben einer jungen Mutter, die von ihrem Mann verlassen wurde. Die Aufnahmen könnten genauso gut Szenen aus dem realen Leben sein.
Auch diese Frau kann zuschlagen. Bam Tchak!
Bild: zVg

“Komm schon Mama!” Mutter Laetitia umklammert die Skistöcke und fährt einige Meter, dann liegt sie im Schnee. Es ist der Geburtstag ihrer Tochter, an dem Laetitia mit ihren drei Kindern und einer Freundin einen Ausflug in die Berge macht. Mit Beginn des Films ist die Kamera auf das Gesicht Laetitias gerichtet, in dem sich der Frust und die Enttäuschung widerspiegelt.

 

“Der werd ich die Fresse polieren!”

Die beiden Frauen beschliessen am Arbeitsort der neuen Freundin von Laetitias Ex-Mann vorbeizufahren, um dieser so richtig eins auszuwischen. Wobei sich “Bam Tchak” auf das Geräusch bezieht, welches entsteht, wenn man jemanden schlägt.

 

Aufstrebende Regisseurin

Marie-Elsa Sgualdo, in La Chaux-de-Fonds geboren, hat von 2005 bis 2007 internationale Beziehungen in Genf studiert. Während den nächsten drei Jahren besuchte sie die Head (Haute École d’Art et de Design) in Genf. 2010 erhielt sie das Diplom für Regie. Neben einem weiterem Kurzfilm «Vas-y je t’aime«, den sie 2009 realisiert hat, hat sie bereits Regisseuren wie Christelle Lheureux oder Delphine Jacquet in verschiedenen Projekten assistiert.

 

Das Leben geht weiter

Der 15-minütige Film endet mit dem Verzehr der Geburtstagstorte. Die Stimmung ist ausgelassen. Für einen Moment ist der Vater vergessen und auch Laetitia kann ausgelassen lachen. Bis es an der Tür klingelt. So abrupt wie dieser Artikel endet auch der Film, der Fortgang der Geschichte bleibt unbekannt.