Sport | 14.02.2011

Elegante Sprünge auf dem Eis

Text von Adrian Mangold
Dieses Jahr fand die Eiskunstlauf EM in Bern statt. Doch nicht nur in Bern wurde auf dem Eis elegant gesprungen und gefahren, auch in Basel wurden fleissig um die ersten Plätze gekämpft. Es fanden die Schweizermeisterschaften der Senioren B und des Synchronized Skating in der St.Jakob Arena statt.
Beim Synchronized Skating ist höchste Präzision gefragt. Fotos: Adrian Mangold

Eiskunstlauf sieht auf dem Eis schwierig aus und mancher fragt sich, wie es die Läuferinnen und Läufer schaffen, so elegant über das Eis zu gleiten. Aber nicht nur das Eis ist die Herausforderung für die Teilnehmenden an der Schweizermeisterschaften, die theoretischen Aspekte sind anspruchsvoll und die Bewertung der Jury streng. Doch wie an jedem Wettkampf besteht das Programm aus zwei Teilen: Der erste Abschnitt ist das Kurzprogramm, während der zweite die Kür ist.

Das Kurzprogramm ist – wie der Name schon sagt – die kürzere Version der Kür. Sie dauert höchstens zwei Minuten und 50 Sekunden und besteht im Einzellaufen aus acht geforderten Elementen (Sprünge, Pirouetten oder Schritte), die miteinander verknüpft werden müssen. Das Wiederholen oder Hinzufügen von zusätzlichen Elementen ist verboten und wird mit Punktabzug bestraft. Die Kür hingegen darf bis zu vier Minuten dauern und die Musik dazu ist von der Läuferin oder vom Läufer frei wählbar. Die Anzahl der Elemente und der Ausdruck auf dem Eis ist hier ausschlaggebend für die Gesamtbewertung.

 

Spektakel auf dem Eisfeld

Während die Ränge nur halbwegs gefüllt waren, konnte man auf dem Feld das Können der Eiskunstläuferinnen bewundern. Sprünge, Schritte und Pirouetten. Zwar ist das Niveau noch nicht auf der Höhe einer EM oder Olympiade, dennoch ist diese Leistung auf dem Eis schon sehr bemerkenswert. Am einfachsten lässt sich die enorme Leistung mit einem kleinen Experiment feststellen: Wer schafft es, auf dem Boden mehr als zwei Umdrehungen in der Luft zu machen? Alleine schon die Tatsache, dass die Eiskunstläuferinnen diese zwei Umdrehungen sogar noch auf dem Eis vollführen, lässt mich staunen.

 

Schmaler Grat des Erfolges

Doch wie im Leben auch nicht alles klappt, passieren auch hier immer wieder kleine Missgeschicke. Sei es nun, dass man einen Sprung nur einfach anstatt zweifach vollbringt oder das Gleichgewicht verliert und dabei die Bekanntschaft mit dem harten Eis machen muss. Bei solchen Fällen fällt auch die Bewertung härter aus. Während man bei einer fehlenden Umdrehung eine schlechte Bewertung bekommt, wird das Umfallen mit dem Abzug von Punkten bestraft. Dies hat im Klassement weitaus gravierendere Folgen. Doch wie in anderen Sportarten ist auch hier der Grat zwischen Erfolg und Misserfolg extrem schmal. Nur ein Moment der Unachtsamkeit und schon ist es passiert: Die Tabellenspitze ist weg.

 

Präzise wie ein Schweizer Uhrwerk

Nicht nur die Einzeläuferinnen und -läufer haben unglaubliche Leistungen vollbracht, sondern auch die sogenannten Synchroned Skating Teams. Die Teams bestehen aus ewta 15 Personen, welche auf der Eisfläche verschiedene Konstellationen fahren. Hier ist die Präzision der Läuferinnen ein absolutes Muss, denn wenn nur ein Glied nicht aufpasst, kann die ganze Figur in sich zusammenfallen. Doch am Ende schaffen es alle Teams, ihr Programm ohne Panne zu absolvieren.