Sport | 17.01.2011

Hohes Preisgeld, mageres Besucher-Angebot

Text von Swana Schlegel
Erst zum zweiten Mal fand der CSI in Basel statt - doch ist dieser "Concours de saut international" bereits zu einem Fünf-Sterne-Turnier aufgestiegen. Der CSI Basel lock nämlich immer mehr auch internationale Top-Reiter an: 12 von 14 Weltranglisten-Führenden waren vor Ort.
12 von 14 Weltranglisten-Führern waren am CSI Basel anzutreffen. Fotos: Adrian Mangold

In dieser zweiten Durchführung des CSI Basel wurde das Preisgeld auf 750’000 Franken erhöht. Nun gilt das CSI-Basel als eines der bestdotierten Hallenturniere der Welt. Am Angebot für die Besucher hatte sich im Vergleich zum letzten Jahr jedoch leider nur sehr wenig verbessert. Einzige Verpflegungsmöglichkeit war, wie bereits im Vorjahr, eine eigens dafür hergerichtete Halle. Da diese jedoch erst gegen Mittagszeit geöffnet wurde, mussten sich die Besucher, welche zum Turnierstart um halb neun Uhr kamen, mit dem Kaffeestand begnügen. Ein Punkt, der für die nächsten Jahre sicher noch ausbaufähig ist. Ebenso die täglich aufgeführte Showeinlage. Wie im vorherigen Jahr, wurde eine Tattoo-ähnliche Drum and Pipe Show geboten, welche nur wenige Interessierte in die Halle lockte.

 

Die junge Equipe auf Vormarsch

Sehr positiv fielen in diesem Jahr die jungen Schweizer Reiterinnen und Reiter auf. Allein bei der höchst dotierten Prüfung gelang Martin Fuchs und Annika Sprunger der Einzug ins Stechen. Dort reichte es ihnen auf den 12. und 15. Platz. Als Sieger ging der Ire Billy Twome hervor. Beim Preis der LGT, dem wichtigsten Turnier des Samstags, erreichte Martin Fuchs als bester Schweizer doch noch den guten dritten Platz. Den Prix du Vainqueur, der Preis für den erfolgreichsten Reiter des Turniers, musste die Schweiz dann allerdings an Frankreich abgeben. Diesen holte sich nämlich Simon Delestre.

 

Aufholbedarf

Insgesamt bot das Turnier für Reiter und Pferd, sowie für die Besucher wieder einiges. Die Zahl der Zuschauer hätte allerdings ein wenig höher sein können. Dies liegt jedoch, mit grosser Wahrscheinlichkeit, auch am Bekanntheitsgrad des Events, welcher sich in den kommenden Jahren wohl noch steigern wird.

 

So kann man also sagen: Der CSI Basel hat zwar ein paar kleine Schwachstellen, ist aber auf einem guten Weg, sich neben Zürich einen grossen Namen als Schweizer Springreiter-Hallenturnier zu machen.