Gesellschaft | 10.01.2011

“Dann gibt es halt Bratwurst mit Senf!”

Text von Diana Berdnik | Bilder von Diana Berdnik.
Partick Scherrer ist 27 Jahre alt und hilft mit, die Eröffnung des neuen Kinderspitals in Basel zu organisieren. Als Jugendlicher engagierte er sich bereits im Eventmanagement. Heute kümmert sich der gelernte Buchhändler um all die Dinge, ohne die kein Anlass stattfinden könnte.
Egal, ob es um Zelte, Gitarren oder Toilettenhäuschen geht: Patrick Scherrer sieht zu, dass alles zur rechten Zeit am rechten Ort ist.
Bild: Diana Berdnik.

Er unterstützt den Projektleiter von die Event Schweiz AG, wo er kann. Patrick Scherrer organisiert Zelte und Licht, stimmt Verstärker mit den Gitarren der Künstler ab und schaut, dass der Strom nicht ausgeht. Er ist zuständig für scheinbar kleine Dinge, die doch gut durchdacht sein müssen. “Das geht von Barrieren über Abfalleimer bis hin zu Aschenbechern!” Und ständig kommt noch etwas dazu, wie beispielsweise Ballone für jedes Kind, die kurzfristig beschafft werden müssen.

 

Ein Tag im Krankenhaus

Nun soll das neue Kinderspital der Öffentlichkeit präsentiert werden. Die Führung am 15. und 16. Januar durch das Spital bildet den Hauptteil des Events. Die Gäste lernen das neue Gebäude kennen und werden mit den modernen, teuren Geräten vertraut gemacht. “Es ist sehr spannend, in die Arbeit im Spital reinzuschauen. Natürlich hofft man immer, dass man keinen Gebrauch von dieser Einrichtung machen wird”, erklärt Scherrer. Das fachkompetente Personal wird die Fragen der Besucher beantworten und ihnen einen einmaligen Einblick gewähren. Notaufnahme, Schockraum, Therapien, Schulzimmer, Hort, Operationssaal, Intensivstation, Büro, Zahnklinik und Instrumente – besser als in jeder Soap. Sowohl für die Kinder als auch ihre Eltern ein riesiges Spektakel!

 

Anschliessend sind die Gäste eingeladen, ausserhalb des Spitals einen Imbiss zu sich zu nehmen. Der in St. Gallen wohnhafte Scherrer spöttelt: “Wir sind halt in Basel, also gibt es zur Bratwurst auch Senf!” Am Samstag unterhält Linard Bardill die Junioren mit einem Konzert, am Sonntag übernimmt Bruno Hächler diese Aufgabe. Ausserdem halten Clowns die Gäste bei Laune. Auf jeden Fall ist die Eröffnungsfeier einen Besuch wert.

 

An alles gedacht

Was kann den jetzt noch schief gehen? “Schnee wäre mein grösstes Problem!”, so Scherrer. Das Spital ist ja bekanntlich ein sehr reines Gebäude, ausserdem kostet das Heizen des Zeltes, um die Schneelast auf dem Dach nicht zu gross werden zu lassen, viel Geld. Kleinere Probleme habe man bereits gelöst. “Einmal hatte ich eine Diskussion mit dem Architekten, weil er die Toilettenhäuschen nicht vor seinem ehrwürdigen Gebäude haben wollte.” Glücklicherweise haben sie sich einigen können. “Allgemein ist die Zusammenarbeit aber sehr gut, obwohl ich mit meinem Dialekt unter den Baslern immer wieder auffalle.”