Kultur | 24.01.2011

“Clips sind unsere Spielwiesen”

Ein Clip aus dem Programm "Sound and Stories" überzeugte die Jury ganz besonders: "The Destroyed Room" von Jonas Meier und Mike Rath zu einem Song der Band "Rusconi". Damit räumen die Winterthurer den mit 5000 Franken dotierte Preis für den besten Musikclip zum zweiten Mal hintereinander ab.
Siegerprosten: Jonas Meier und Mike Rath freuen sich über ihren neuerlichen Sieg beim Musikclip-Wettbewerb.
Bild: Janosch Szabo Jonas Meier mag es, sich bei der Produktion von Musikclips auszutoben: "Aber natürlich muss die Band einverstanden sein." Das Preisgeld investieren sie vielleicht in ein animiertes Firmenlogo. Davon träumen die Winterturer schon lange.

Was war bei “The Destroyed Room” zuerst: Die Musik? Oder die Idee, das Konzept zu einem Clip?

Jonas Meier: Die Idee zu diesem Clip ist sehr alt. Erste Skizzen entstanden schon früh, gerieten dann aber halb in Vergessenheit. Für den Musikclip konnten wir also einen alten Gedanken wieder aufgreifen und ergänzen. Das geschah dann mit der Musik zusammen.

 

Wie lange habt ihr an diesem Clip gearbeitet?

Wir haben insgesamt rund zwei Monate gebraucht. Gleichzeitig haben wir aber auch andere Projekte vorangetrieben und also nicht jeden Tag an diesem Clip gearbeitet. Gedreht haben wir ihn dann während zwei Tagen in einem Warenhaus. Davor mussten wir ein sogenanntes 3D-Storyboard ausarbeiten, so dass Musik und Clip genau zusammenpassen.

 

Du betreibst zusammen mit Mike Rath die Firma Zweihund. Was macht ihr sonst noch?

Wir drehen neben Musikclips auch Werbefilme und Image-Filme für kommerziellere Zwecke. Ich habe ausserdem einen Dokumentarfilm gedreht, “Mürners Universum”, der bald in den Kinos anlaufen wird.

 

Was unterscheidet die Arbeit an Musikclips von anderen Projekten?

Bei Musikclips haben wir natürlich viel grössere Freiheiten und kaum Einschränkungen. In der Werbung dagegen ist die Freiheit gering. Wir nutzen Musikclips sozusagen als Spielwiese, um uns auszutoben und neue Sachen auszuprobieren, die wir sonst nicht machen könnten. Aber natürlich muss die Band immer einverstanden sein.

 

Wie kommt ihr zu euren Aufträgen?

Die Bands kommen auf uns zu, meist geschieht das über Freunde und Bekannte. Für den Clip “The Destroyed Room” beispielsweise erhielten wir den Auftrag via Arbeitskollegen.

 

Was verspricht ihr euch von diesem Preis?

Mike Rath: Wir planen schon lange ein animiertes Firmenlogo. Dafür könnten wir das Geld gut gebrauchen.

Jonas Meier: Natürlich haben wird durch den Preis auch grössere Aufmerksamkeit erlangt und können dadurch auf neue Aufträge hoffen.

 

Info:


2010 gewannen Jonas Meier und Mike Raths in Solothurn mit ihrem Clip zum Song «One Up Down Left Right», ebenfalls von der Band Rusconi, neben dem Jurypreis auch gleich noch den Publikumspreis.

 

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