Gesellschaft | 03.01.2011

Auch im 2011 wird nicht alles besser

Jedes Jahr kommen sie, jedes Jahr gehen sie: Unsere Vorsätze fürs neue Jahr. Um keinen nächsten, enttäuschenden Februar zu erleben, hat sich die St. Galler Tink-Redaktion für einmal etwas anderes ausgedacht und aufgeschrieben, was wir uns in diesem Jahr sicher nicht vornehmen werden. Das hat einen grossen Vorteil: Man übertrifft garantiert die eigenen Erwartungen.
Das Velo darf auch im 2011 noch etwas weiter rosten.
Bild: Peter Alexander Robb/stockvault.net

Christine

Ich werde mich nicht gesünder ernähren, und sicher nicht früher beginnen zu planen und zu packen. Ich packe jetzt gerade und muss in fünf Stunden auf den Zug. Und natürlich lasse ich das alte “mehr für die Uni machen” bleiben. Ich werde also weiterhin alles im letzten Moment machen, so wie jetzt gerade diesen Text.

 

Julia

Meine Nichtvorsätze im Jahr 2011 sind, dass ich die Schule abbreche, die Lehre nicht beginne und sehr faul werde. Ich werde meinen Mitmenschen nicht mehr helfen und nur noch zu mir selbst schauen. Sportlich werde ich weniger tun als in diesem Jahr und meinen Hund werde ich zu all dem auch noch vernachlässigen. Meiner Nebenbeschäftigung als Shoppaholikerin werde ich im 2011 noch häufiger nachgehen und das Geld ordentlich zum Fenster raus werfen. Genau das werde ich (nicht) tun.

 

Diana

Ein guter Vorsatz ist ja immer an Prinzipien gebunden. Und da ich sowieso immer wieder Prinzipien über Bord werfe und umändere, nehme ich mir garantiert nicht vor, auch nur irgendeinen Vorsatz zu befolgen. So bleibe ich flexibel und kann immer das Beste aus einer Situation rausholen, das hilft wohl allen am meisten.

 

André

Ich lasse auch weiterhin alle meine Gutscheine ablaufen, weil sie in irgendeinem Aktenstapel verschwinden. Ich werde mich weiterhin wiederholen, wenn mir etwas wichtig erscheint. Ich habe keine Lust, irgendeines meiner Kilos zu verlieren, ich mag jedes einzelne viel zu sehr. Und das, auch wenn die Lightprodukte noch so hellblau und kalorienreduziert daherkommen. Ich werde mich weiterhin wiederholen, wenn mir etwas wichtig erscheint.

 

Alice

Ich werde mir ganz sicher nicht vornehmen, mit dem Rauchen aufzuhören, denn dazu müsste ich erst einmal damit anfangen. Ich werde mir auch nicht vornehmen, genug Geld für ein eigenes Auto zu sparen, das wäre ein ganz und gar hoffnungsloses Unterfangen. Laut WWF verbrauche ich jetzt schon weit weniger Erdeöl als der Durchschnitt, deswegen habe ich auch nicht vor, im neuen Jahr ökologischer zu leben. (Ich habe ja noch nicht mal ein Auto!) Zu guter Letzt werde ich mir auch nicht vornehmen, mehr Sport zu treiben. Sonst hätte ich nämlich die ganze Woche lang Muskelkater, ein paar Tage reichen mir jetzt schon. Deswegen bleibe ich lieber vorsatzfrei!