Kultur | 08.11.2010

Umwelttragödie in fünf Minuten

Text von André Müller | Bilder von PD
Wie bringt man die Vielfalt des Lebens auf die Leinwand? Zum Jahr der Biodiversität haben die WWF Sektionen St. Gallen und Appenzell einen Filmwettbewerb initiiert, der letzten Freitag im Kino corso entschieden wurde. Die Weiterführung des Events ist noch nicht gesichert, wird aber angestrebt.
Nino Christens tragische Geschichte aus dem Schrebergarten hinterliess den bleibendsten Eindruck bei der Jury. 250 Zuschauer verfolgten die Prämierung mit. Das Team "Biodiversität" gewann den Preis für den besten Clip.
Bild: PD

Der erste Ostschweizer Jugend-Filmwettbewerb hat einen Gewinner: Nino Christen aus St. Gallen vermochte die achtköpfige Jury mit “Little Eden”, einer Kurztragödie im Schrebergarten, am meisten zu überzeugen. In seinem sechsminütigen Animationsfilm erzählt er die Geschichte eines Schrebergärtners, dem sein eigener Ordnungssinn zum Verhängnis wird. Nebst der Anerkennung nimmt Christen 1’300 Franken an Preisgeld sowie 20 Kinogutscheine mit nach Hause.

 

Kürzer, auch gut

Der beste 30 Sekunden-Clip stammt von Seraina Cappelli, Maya Valentini und Dominick Magnotta aus Rossrüti (SG). In einer halben Minute schaffen sie es, den Kerngedanken der Biodiversität spielerisch auf die Leinwand zu bringen. Ihr Projekt wird mit 700 Franken prämiert. Auch in dieser Kategorie bewertete die Jury aus Umwelt- und Filmexperten sowohl inhaltliche, als auch filmtechnische Kriterien.

 

Die Organisatoren sind mit der diesjährigen ersten Auflage des Wettbewerbs sehr zufrieden. Ein animiertes Online-Voting, sowie 250 Besucher und Besucherinnen im Kino corso am Abend der Prämierung bestätigen sie darin, weiterzumachen. Ob weitere Filmwettbewerbe in St. Gallen folgen werden, steht allerdings noch nicht fest.

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