Sport | 02.11.2010

Ausdauer und Motivation sind gefragt

Text von Joanna Skwarek
Das erfreulicherweise schöne Wetter, Tausende von Zuschauer auf der Marathonstrecke, Hunderte von Helferinnen und Helfer, rhythmische Musik, Unterstützung von den zahlreichen Sponsoren und schlicht eine ausgezeichnete Organisation: Das alles trägt zur Attraktivität des Luzerner Marathons bei.
John Mourikis, Botschafter aus Griechenland, erreichte das Ziel als Letzter. Fotos: Tanja Mitrovic. Gut gelaunter Initiant des Luzerner Marathons: Urs Kamber. Die Teilnahme am Marathon war für Nadja Michling und Nicole Kuonen ein WG-Projekt. Auch Studenten aus Luzern, Genf und Zürich kämpften auf der Laufstrecke des Halbmarathons um den Titel der besten Uni-Gruppe. Gewonnen hat das Uni-Team aus Luzern mit einer hervorragenden Leistung. Das Ziel im Verkehrshaus der Schweiz ist eine Besonderheit des Luzerner Marathons.

Egal, ob die Luzerner am Marathon, Halbmarathon, Schnuppermarathon oder Maratholino teilnahmen: Ganz Luzern war am Sonntag in einem emotionsgeladenen Lauffieber. 8000 Teilnehmende setzten sich an diesem Tag das Ziel, “etwas mehr” als sonst zu laufen. Für die meisten war es ein grosser Erfolg und eine hervorragende Leistung. Tink.ch fragte einige Läuferinnen und Läufer, was ihre Motivation war, am Marathon im Herzen der Schweiz teilzunehmen.

 

Visionär wieder am Start

Urs Kamber (54) war vor fünf Jahren der Mann, der die Idee des Luzerner Marathons nach Luzern holte. Am Sonntag war auch er wieder am Start und lief den Halbmarathon mit einer tollen Leistung. Auf meine Frage, ob er sich vielleicht verpflichtet fühlt, am Marathon teilzunehmen, antwortete er: “Wenn man etwas erfunden hat, will man das Baby weiter schaukeln. Heute bin stolz drauf, dass Luzern trotz der Skepsis von vielen damals einen der grössten Marathons der Schweiz hat. Auch viele Touristen kommen in dieser Zeit wegen dem Marathon nach Luzern.” Auch im nächsten Jahr will Kamber wieder am Halbmarathon teilnehmen.

 

Ein WG-Projekt

Wenn das nicht besonders motiviert: Die zwei jungen Studentinnen Nadja Michling (24) und Nicole Kuonen (22) sind WG-Kolleginnen und absolvierten den ganzen Marathon zusammen: “Wir waren früher zusammen in einer Laufgruppe und wollten wieder mal etwas als WG unternehmen.” Die Zeit war dabei nur nebensächlich – was zählte, war gemeinsam das Ziel erreicht zu haben. Die beiden sympathischen Läuferinnen können sehr stolz auf sich sein und wie sie bewiesen haben, stärkt der Marathon den Glauben an sich selbst.

 

2500 Jahre Marathon

Am 31.Oktober feierte der Marathon als längste olympische Laufdisziplin das 2500-Jahre-Jubiläum. Eine Legende besagt, dass sich damals ein Läufer nach dem Sieg der Athener in der Schlacht von Marathon auf den knapp 40 Kilometer langen Weg nach Athen gemacht habe und dort nach der Verkündigung der Siegerbotschaft zusammengebrochen sei.

 

In Luzern eröffnete John Mourikis als Botschafter aus Griechenland den Marathon – und kam als Letzter ans Ziel.