Kultur | 22.11.2010

25 Jahre Jungfilmfestival Luzern

Text von Joanna Skwarek | Bilder von zvg.
Ein Jubiläumsjahr eignet sich besonders gut, um in die Vergangenheit zurückzublicken, einige Erfolge der jungen Filmkünstler aufzuzeigen und über die Zukunft des Festivals zu diskutieren.
Der nächste Michael Steiner? "Störfaktor" von Manuel Wiedemann gewinnt den 25. Luzerner Filmpreis.
Bild: zvg.

Das Luzerner Jungfilmfestival ist selbst nicht mehr das Jüngste. Früher bekannt unter dem Namen Innerschweizer Filmtage und seit 2002 als Upcoming Film Makers, hat das Festival einige Bewegung in die Schweizer Filmszene gebracht. Mittlerweile ist das Festival schon so alt wie das Durchschnittsalter der Teilnehmer.

 

Kleiner Anfang grosser Filmer

Das Festival bietet in erster Linie einen Treffpunkt zum Austausch nicht nur für die “Film-Spezialisten”, sondern auch für Laien, Filminteressierte und alle diejenigen, die junges Kino mögen. Wie die vergangenen Jahre gezeigt haben, war das Festival für viele junge Filmschaffende ein Sprungbrett in die Filmbranche. Manche Gewinner des Festivals schafften es bereits in die Welt des grossen Kinos auf nationaler und internationaler Ebene.

 

So gehört zum Beispiel Michael Steiner heute zu einem der erfolgreichsten Schweizer Filmregisseure. Seine Filme wie “Grounding”, “Mein Name ist Eugen” oder sein aktueller Kino-Hit “Sennentuntschi” lockten Rekordzahlen an Besuchern in die Schweizer Kinos. Steiner reiht sich ein in eine illustre Reihe von Festivalteilnehmern, welche in verschiedenen Filmberufen Erfolg hatten. Dazu gehören nebst Regisseuren wie Ivan Engler (“Cargo”) und Filmproduzenten wie Lukas Hobi (“Achtung, Fertig, Charlie”) auch Schauspieler wie Jonas Gruber, der bei “Tatort” und “Alarm für Cobra 11” mitspielte.

 

Über die Zentralschweiz hinaus

Diese Erfolge zeigen, dass in der Schweizer Jugend ein sehr grosses Potential steckt und  es solche Festivals unbedingt braucht, um auf die jungen Talente aufmerksam zu machen und um diese zu motivieren. Nur durch diese Art Jugendförderung kann der Schweizer Film nachhaltig starke Filme produzieren.

 

In Zukunft soll das Festival über die Grenzen der Zentralschweiz ausgebaut werden. Weiter werden Jugendliche künftig auch die Möglichkeit haben, Workshops für Einsteiger zu besuchen und dort die ersten Erfahrungen mit dem Medium Film zu machen. Dabei sein kann man auch im Organisationsteam: Damit das Festival auch in 25 Jahren noch besteht, braucht es eine neue Generation an Filmfreunden, welche die Leinwand vorbereiten.