Kultur | 05.10.2010

Stone

Text von Tess Zürcher
Tink.ch war am Film Festival Zürich dabei und besuchte unter anderen den neusten Film mit Robert de Niro: Stone - Ein Film, der einen weder kalt noch unbewegt gehen lässt.
Robert de Niro alias Jack Mabey beisst sich an Stone die Zähne aus. Stone möchte nur noch in Freiheit. Fotos: movies.hadnews.com

Das Drumherum

Das Kino Corso war voller Leute, die gut gelaunt und voller Erwartungen im Foyer standen und nicht wussten, auf was sie sich einlassen würden. Auch ein Kamerateam war vor Ort, wohl eher der Leute und nicht der Filme wegen.

 

Die Stimmung ist gut, die Luft von Ungewissheit, Vorfreude und dem Duft nach salzigen und frischen Popcorn erfüllt. Aber bald lockt es alle in die verschiedenen Kinos, dennoch hält das fröhliche Geplapper auch im Kinosaal an. Man ist gespannt, wie und was Robert de Niro spielt und insgeheim hofft jeder, dass der Film einem gefallen würde.

 

Und endlich flimmert die Leinwand auf und langsam verstummt der ganze Saal.

 

Der Film

Jack Mabey (Robert de Niro) spielt den kurz vor der Pensionierung stehenden Gefängnisangestellen, der über Stones frühzeitige Entlassung aus dem Gefängnis entscheiden wird.

 

Anfangs kann dieser überhaupt nicht einsehen, warum er noch einmal alles erzählen sollte, wenn es doch seit seiner Verhaftung in den Unterlagen protokolliert wurde.

 

Das Einzige, was Stone um jeden Preis will: Raus kommen! Doch so einfach kommt er an Jack nicht vorbei. Als er das einsieht, bittet er seine Frau, Lucetta (Milla Jovovich), um Hilfe.

 

Aber Stone stösst bald auf eine vielversprechende Lösung in der Gefängnisbibliothek und versucht Jack durch ein psychologisches Spiel zu manipulieren.

 

Versteinerung

Keinem ist aufgefallen, dass es keine Pause gegeben hat. Jeder wurde von diesem Film gepackt und nicht wieder losgelassen. Und als plötzlich die Lichter langsam erleuchteten, regte sich für einen Augenblick keiner. Der Saal scheint wie versteinert.

 

Sehr spezieller Film”, sagte ein Mann, als er benommen lächelnd und scheinbar trotzdem zufrieden ins Foyer trat, das sich ziemlich rasch füllte und bald wieder leerte. Alle wollten jetzt nach Hause, schliesslich war es elf Uhr abends. Doch keiner kam aus dem Film, ohne dass jedem ein Stein vom Herzen gefallen war, nicht in der Haut von Jack zu stecken.