Kultur | 06.09.2010

Waffe weg und Hände hoch

Text von Florian Schweer | Bilder von SAMovie
«Action" statt "en Guete" hiess es am Samstag im Restaurant El Miguel an der Wassergasse. In rund fünf Stunden Arbeit hat SAMovie einige Sekunden Spielfilmzeit produziert. Action gab es in der kurzen Zeit jede Menge, denn auch Stuntman Urs Inauen war am Set.
Ungewohnte Szenen im El Miguel in St. Gallen. Stuntman Urs Inauen leitet die gefährliche Verhaftung an. Ort, Technik und Schauspieler: Fehlt ein Element, ist der ganze Drehtag gefährdet. Das SAMovie-Team ist mittlerweile so routiniert, dass ein aufwändiger Dreh in fünf Stunden über die Bühne geht.
Bild: SAMovie

Am Samstag drehte das Team von SAMovie wieder mitten in der Stadt St. Gallen. Und das am helllichten Tag. Für den Spielfilm risiK.O. musste eine Szene mit einem Polizeisonderkommando, zwei Schauspielern sowie mehreren Statisten in den Kasten. Spannend und laut sollte es werden, denn im oberen Stock hielt sich eine gesuchte Person auf, welche unbedingt gefasst werden musste. Und bei einer Verhaftung kann so einiges passieren.

 

Profi am Werk

Mit dabei war erstmals auch Urs Inauen von Kstunts. Viele kennen ihn sicher noch aus der Sendung “Stunthero” des Schweizer Fernsehens. Er arbeitet neu mit SAMovie zusammen und wird ab jetzt für gewisse Spezialeffekte und Stunts verantwortlich sein. So sorgte er mit jeder Menge Material für Spannung und Action. Dinge hatten zu explodieren, Pistolen mussten schiessen ohne zu verletzen und eine unsanfte Verhaftung war vorzunehmen. Eine schnelle und ereignisreiche Szene wurde abgedreht.

Und wie nicht anders zu erwarten war von einem so professionellen Stuntexperten, klappte alles hervorragend. Das Resultat der aufwendigen Vorbereitung und der lauten und nicht ungefährlichen Ausführung der Szene lässt sich sehen. Der Dreh war verhältnismässig kurz: In nur fünf Stunden gelang es der Crew von SAMovie, ein Set komplett aufzubauen und alle nötigen Aufnahmen zu machen.

 

Improvisation gefragt

So kurz die Szene auch sein mag, die Vorbereitungen verliefen harzig. Die Schauspieler und Statisten waren schnell für diesen weiteren Dreh zu begeistern und auch die Backstagecrew, inzwischen ziemlich routiniert, war in Kürze zusammengetrommelt. Auch das Set war vorerst erstaunlich schnell gefunden. Eine orientalisch angehauchte Bar mitten in der Stadt St.Gallen hatte der Crew die Dreherlaubnis erteilt. Doch rund eine Woche vor dem Dreh kam eine unbegründete Absage, welche die Organisatoren von SAMovie ins Schwitzen brachte. Dank der Spontaneität und genialen Zusammenarbeit mit dem Restaurant El Miguel konnte dort kurz nach der Absage die Dreherlaubnis geholt werden. Doch aus diesem halben Drehtag werden nur wenige Sekunden im Spielfilm zu sehen sein. Fünf Stunden harte Arbeit am Set, etliche Stunden Vorbereitung und aufwendiges Nachbearbeiten des Rohmaterials für ein weiteres kleines Puzzleteil im grossen Spielfilm.

 

Es bleibt spannend bei SAMovie. Denn schon am Donnerstag reist ein Teil der Filmcrew nach Venedig, um in einer Guerillafilmaktion weitere Aufnahmen zu machen und romantische Szenen in der schwimmenden Stadt Italiens zu inszenieren. Freut euch also auf einen spannenden Bericht aus Venedig.