Gesellschaft | 10.09.2010

Minigolf spielen mit Elvis

Am Freitag wurde gebaut, am Samstag stehen die Bahnen der Bevölkerung zur Verfügung. Gut zehn Kinder haben mitten in Thun ein Spielparadies kreiert.
Das Stadtminigolf ist die Hauptattraktion.
Bild: Matthias Strasser Die Geisterbahn. Jede der vier Minigolfbahnen hat ein Thema. Den ganzen Tag haben die Kinder an den Bahnen gebastelt, getüftelt, geklebt und gemalt.

Ein buchstäblich buntes Treiben herrschte am Freitagabend auf dem Vorplatz der Marienkirche in Thun. Auf dem Platz verteilt liagen Farbdosen, riesige Säcke mit WC-Papierrollen und mitten drin zahlreiche Kinder, die vier Minigolfbahnen klebten, hämmerten und malten. Die Minigolfbahnen, die so entstanden sind, stehen heute Samstag der Bevölkerung in der Thuner Innenstadt zur Verfügung. Die Betreiber hoffen natürlich auf viel Laufkundschaft.

 

Vier Bahnen, vier Themen

Jede der vier Minigolfbahnen hat ein eignes Thema. Während man den Ball auf der einen Bahn durchs Weltall schiesst, lässt man ihn andernorts durch einen Wald rollen. In der Geisterbahn ist das Ziel von Spinnweben umgeben und auf dem Disco-Parcours steht ein Miniatur-Elvis – aus Papiermaché und WC-Papierrollen. Die Kinder haben sich etwas einfallen lassen. Mit den Golfschlägern, die man aufgetrieben hat, ist das Spielen zwar etwas ungewohnt, aber “man nimmt, was man bekommt”, versichert Lukas Hiller, der Hauptverantwortliche des Projekts.

 

Wehrmutstropfen Murmelbahn

Eigentlich wollten die Organisatoren der Aktion weit mehr: Eine Murmelbahn war geplant, die vom Schloss Thun hinunter in das Stadtzentrum führen sollte. Diese wurde allerdings von der Stadt nicht bewilligt, da auf dem Schloss zurzeit verschiedene Anlässe stattfinden, etwa Hochzeiten. Ansonsten sei die Gruppe von der Stadt aber sehr unterstützt worden. Insbesondere erwähnen die Organisatoren die Stromkosten, die die Gemeinde Thun übernimmt.