Gesellschaft | 06.09.2010

Le dernier article

Text von Philipp Ramer | Bilder von Nando Bosshart
Der 14-tägige Sprachaufenthalt in Paris ist bereits vorbei. Hier einige Impressionen von der Stadt der Liebe.
Paris ist eine Stadt voller Leben.
Bild: Nando Bosshart

Ich hoffe, aus meinen bisherigen Blog-Einträgen ist hervorgegangen, wie sehr ich meine beiden Wochen in Paris genossen habe. Das betrifft natürlich in erster Linie das Leben in der Stadt selbst und das individuelle Nachmittags- und Abendprogramm, das es bis gestern um Mitternacht auszukosten galt. Andererseits aber gefiel mir auch der kompetente Unterricht in der zentral gelegenen Sprachschule Accord, die ich an dieser Stelle ehrlich weiterempfehlen kann. Zukünftigen SchülerInnen möchte ich unbedingt raten, mindestens einen zweiwöchigen Aufenthalt zu planen. Alles darunter ist entschieden zu kurz, sowohl was die Schule, als auch was die Stadt angeht.

 

Auch 14 Tage sind natürlich viel zu wenig, um Paris richtig kennenzulernen und in all ihren Facetten zu erfassen. Zwei Wochen sind höchstens genug, um ein paar Eindrücke zu gewinnen und an der Oberfläche zu kratzen. Zum Abschluss meines Blogs will ich nachfolgend versuchen, ein paar meiner Impressionen wiederzugeben:

 

Paris, das ist eine Stadt voller Leben: In den Strassen und den Parks, in den Cafés und den Museen, im Stadtkern und in den Aussenbezirken, am Tag und in der Nacht: La vie ne s-˜arrêt jamais.

 

Paris, das ist die Metropole der Kunst und Kultur: Kaum in einer anderen Stadt sind die Werke der Meister aller Kunstsparten so stark verankert und präsent, kaum anderswo meint man, von ihrem Nachleben so viel zu spüren.

 

Paris, das ist die Nähe von Klischee und Wahrheit: Etwa wenn sich zwei älteren Herren, beide mit Baguette unter dem Arm, Beret auf dem Kopf und Zigarettenstummel in der Hand, beim zufälligen Zusammentreffen auf der Quartierstrasse mit Wangenküssen begrüssen.

 

Paris, das ist die Stadt der Strassenmusik: Der Akkordeonspieler am Seine-Ufer, die Harfenvirtuosin bei Sacré Coeur, die Gitarristen und Sängerinnen in der Metro bilden die verschiedenartige und doch unverwechselbare Pariser Klangkulisse.

 

Paris, das sind freundliche Restaurantkellner und nette Bardamen. (Doch, das stimmt wirklich!)

 

Paris, das ist die capitale der SDF (sans domicile fixe): Die Bettlerin in der Metro, der Obdachlose auf der Parkbank oder der Chomeur, der an einem vielfrequentierten Boulevard mitten auf dem Trottoir liegt, gehören so fix zum Stadtbild wie der Eiffelturm.

 

Paris, das ist durchschnittliches Essen zu überdurchschnittlichen Preisen – Ausnahmen bilden nur Tipps von Einheimischen!

 

Paris Ende August, das ist das wechselhafteste Wetter, das man sich vorstellen kann!

 

Soviel zu meinen persönlichen Eindrücken. Ergänzungen und eigene (natürlich auch konträre) Erfahrungen dürfen gerne in den Kommetaren gepostet werden!

 

Weit eleganter und kenntnisreicher als ich charakterisiert der Lyriker Gaston-Henry Aufrère die Stadt in einem Gedicht mit dem schlichten Titel “Paris” (1976). Mit diesen Zeilen möchte ich meinen Blog abschliessen.

 

Herzlichen Dank an alle LeserInnen für’s Dabeisein, für die Geduld und für das Feedback via Kommentare oder Mail!

 

Ville-cathédrale

ville-accordéon

ville-capitale

et ville-néon

 

Paris

Barque et poésie

coeur un pur flambeau

encyclopédie

des grands idéaux

 

Paris

Eternel symbole

jamais contesté

phare bible et pôle

de la liberté

 

Paris

Avec toi le monde

attend et sourit

avec toi le monde

espère et frémit

Paris

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