Gesellschaft | 19.09.2010

Kopfstand auf Rädern

Text von Kevin Fiechter
Während Jugendliche für die Aktion 72 Stunden hackten, schaufelten, buddelten und klebten, fuhren in der ganzen Schweiz kleine Buse mit Verpflegung von Projekt zu Projekt. Mit am Steuer war Kevin Fiechter.
Blaue Ballon am Boden bei der Pfadi Bülach. Blaue Ballone am Himmel bei der Pfadi Bülach. Bekommen Gesellschaft von der Jubla Bülach. Fotos: Kevin Fiechter

Auf die Räder…

Die Anfahrt mit dem Kleinbus nach Zürich verlief problemlos. Ein Parkplatz war schnell gefunden. Nach einer kurzen Instruktion wurden die Kleinbusse mit diversen “Goodies” für die Gruppen beladen. Dazu gehörten unter anderem Törtchen, Ovomaltine und Bonbons. Für den Ballonwettbewerb wurde noch eine Flasche Helium verladen. Mit rund 250kg der schwerste Teil der Ladung.

 

Los!

Zu dritt ging die Fahrt los in Richtung linkes Seeufer. Die Fahrt endete in Hirzel. Die Gruppe war über unseren Besuch sehr erfreut, gleichzeitig war sie sehr überrascht. Mit grosser Freude nahm die Gruppe unsere Geschenke entgegen. Wir verteilten die Wettbewerbskarten und begannen mit der Füllung der Ballone. Auf das Kommando der Gruppenleiterin liessen wir die ersten Ballone steigen. Insgesammt besuchten wir sieben Gruppen in der Region Bülach und linkes Seeufer.

 

Licht für Pflanzen

Das Projekt der Pfadi Bülach hat mich am meisten beeindruckt. Die Gruppe bestand nur aus Frauen, welche zusammen ein Naturschutzzentrum, das “Neeracherried” bei Bülach, wieder auf Vordermann brachten. Sie befreiten die Strassenborde von Unrat und Pflanzen, welche sich eingenistet haben. Die Pflanzen bekommen nun wieder genügend Licht und Nahrung. Ebenfalls haben Sie im Moor eine nicht einheimische Pflanze entfernt, welche mittlerweile ein riesen Ausmass angenommen hatte und die einheimische Biologie störte.

 

Gute Laune unterwegs

Wir waren während den zwei Tagen zu dritt unterwegs – eine Frau und zwei Männer. Trotz der oftmals langen Fahrzeiten wurde uns dreien nicht langweilig.

 

Ich werde die Aktion in guter Erinnerung behalten. Die verschiedenen Projekte vor Ort gaben viele positive Gedanken. Die unterhaltsame Fahrt durch den Kanton werde ich ebenfalls nie vergessen. Wenn möglich werde ich das nächste Mal in fünf Jahren wieder mit dabei sein.