Kultur | 20.09.2010

Guerilla in Venedig

Text von Florian Schweer | Bilder von SAMovie.
Romantik und Leidenschaft waren für einmal angesagt bei den Dreharbeiten zum Spielfilm "risik.o" von SAMovie. Eine kleine Filmcrew machte sich auf nach Venedig, um in der weltbekannten Stadt an der Adria zu filmen. In verwinkelten Gassen und auf kunstvollen Kanalbrücken entstanden tolle Aufnahmen.
Kleines Team, grosse Stadt. Grosse Gefühle vor der Kamera. Amore in italiano.
Bild: SAMovie.

Am Donnerstagmittag startete das Team mit zwei Autos vom Bahnhof St. Gallen in Richtung Ascona. Dort angekommen, ging es ins exklusive 5-Sterne Hotel Giardino am Lago Maggiore. SAMovie hatte vom Hotel für die Innenszenen eines ihrer geschmackvollen Hotelzimmer zur Verfügung gestellt bekommen. “Wow” und “Nicht schlecht” war rundherum zu hören. Bereits auf dem Parkplatz bot sich der Crew eine perfekte Kulisse mit Autos der Marken Bentley, Mercedes und Maybach, edlem Steinpflaster, märchenhaftem Brunnen und Eingangstor.

 

Ein intimes Liebesnest

Ein perfektes Ambiente also für den Liebesurlaub eines erfolgreichen und frischverliebten Verbrecherpärchens. Während die Einen Aufnahme um Aufnahme machten und sich in Schale warfen, kümmerten sich die Anderen um das Catering und die Wünsche der Schauspieler. Denn für die romantischen Aufnahmen war ein intimer Rahmen äusserst wichtig, um das Knistern und die Leidenschaft der Verliebtheit zu erzeugen.

 

Eingespielt und professionell ging man zu Werke: Nach fünf Stunden hatten die Kamerafrau, der Kameramann, der Regisseur und seine zwei Schauspieler alles im Kasten. Spät in der Nacht ging es dann mit dem gesamten Material und kompletten Team ab ins Verzascatal zur Übernachtung.

 

Filmarbeit unterwegs

Am nächsten Tag wurde früh aufgestanden und fleissig geschnitten, über die anstehenden Aufgaben in Venedig diskutiert und Filmrohmaterial selektioniert. Bei strahlendem Sonnenschein konnten sich die Schauspieler vom intensiven Dreh am Vorabend erholen und sich auf ihre Szenen in Venedig vorbereiten.

 

Und weiter ging es! Das Team brach am frühen Nachmittag in Richtung Venedig auf. Eine anstrengende Fahrt wurde es: Die Fahrer kämpften sich durch Staus, während das Team am Storyboard schrieb, Filmszenen schnitt und am Making-off arbeite.

Rund sieben Stunden später war es geschafft. Venedig! Endlich konnte das Hotel bezogen und die Stadt nach interessanten Plätzen für die Drehs durchstreift werden. Viel mehr war an diesem Abend aber dann auch nicht mehr angesagt, denn das Team hatte sich eine kurze Pause redlich verdient.

 

Guerilladreh

Und “Action!”. Sonnenschein, mediterrane Temperaturen und eine wunderschöne Stadt. Was braucht man mehr für einen Film? Genau: Filmkameras, Make-Up, Garderobe, Fotokameras, Requisiten, Tapes, Stative, Kabel und Technik. Um das Ganze aber unauffällig und im Guerillastil durchzuführen, konnte nur mit einem Minimum an Material und Personal gearbeitet werden. Man beschränkte sich aufs Wesentliche und versuchte das Flair und die Atmosphäre der Stadt mit der Linse einzufangen.

 

Nach neununddreissig Stunden in der Lagunenstadt ging es wieder in Richtung Heimat. Via Brenner und Ofenpass reiste das Team erschöpft und müde, aber zufrieden und mit Stunden von Filmmaterial zurück. Zeitungsartikel, Telefoninterviews und die Planung der nächsten Schritte hielten die Crew auch während der Rückfahrt auf Trab. Denn der nächste Dreh lässt nicht lange auf sich warten. Bereits nächstes Wochenende stehen die SAMovie Leute wieder hinter oder vor der Kamera. Diesmal geht die Reise nach Corippo. Polizeipräsenz und Action warten auf das idyllische Dörfchen.