Kultur | 28.09.2010

Goldene Rose des Fernsehens

Es könnte mal eine Millionenfrage sein: Wer ist der Erfinder der Erfolgssendung "Wer wird Millionär"? A: Colman Hutchinson, B: David Briggs, C: Chris Tarrant oder D: Ben Shepard?
In 100 Ländern fiebert man mit, wenns heisst: "Who Wants To Be Millionaire?".
Bild: PD/rosedor.ch Heiss begehrt: Der "Rose d'Or"-Award.

Das internationale Festival “Rose d’Or” in Luzern ist eines der bekanntesten Festivals der Fernsehunterhaltung. Hier werden die neuesten Medienformate präsentiert, was der Anregung, der Inspiration oder dem Austausch dient. Die Teilnehmer finden hier Events, Workshops, Konferenzen und Netzwerkplattformen. Nicht nur die Medienschaffenden, auch die breite Öffentlichkeit sollen auf das Festival aufmerksam werden und die Möglichkeit haben, selber die interessanten Events zu besuchen oder an den Wettbewerben mitzumachen.

 

Contact is king

Sehr wichtig in der Fernsehbranche scheinen die Kontakte zu sein, genauer gesagt Kontaktdaten von Produktionsfirmen, Verleihfirmen, Sendern und Verkaufsgesellschaften. Am Rose d’Or wird nämlich unmittelbar entschieden, was künftig ins Fernsehen kommt: Welche TV-Programme könnten wo erfolgreich sein? Auf diesem Weg wurde auch die Erfolgsshow aus England “Who Wants To Be Milionaire” entdeckt. Eine Show, die in über 100 verschieden Ländern, unter anderem auch in Afghanistan, gesendet wird.

 

Wer wird also Millionär?

Mit dem Erfinder der erfolgreichen Quizshow David Briggs, dem Produzenten Colman Hutchinson im Publikum und dem berühmten TV-Moderator Chris Tarrant auf der Bühne wurde am Festival im Hotel Schweizerhof eine Spezial-Folge durchgeführt. Das Publikum war begeistert von der humorvollen Art des Moderators. Spielen durften an diesem Abend drei Schweizer Prominente: MTV-Schweiz-Musikchefin Jubaira Bachmann, “Arena”-Moderator Reto Brennwald und Magier Peter Marvey. In den zwei Spielrunden lagen insgesamt 150’000 Franken im Topf, gespendet von einem unbekannten Wohltäter. Die Gewinnsumme der beiden Spielrunden ging an die Stiftung MyHandicap, die behinderte Menschen unterstützt.

 

Besuch im Kiosk

In den sogenannten Kiosks konnte man die TV-Formate in elf verschiedenen Kategorien anschauen. Darunter befand sich auch die Kategorie “Children & Youth” für Kinder zwischen zwei und zwölf Jahren und Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren: Non-Fiction-Programme mit professionell gestaltetem Inhalt und Stil, um junge Zuschauergruppen zu unterhalten, zu informieren und zu erreichen. Kinder-Programme, wie beispielsweise die lustige Sendung “Project Puppy” aus Italien von Zodiak Entertainment, bieten etwas Interessantes für Kinder und Eltern. Kinder stellen schliesslich oft unbequeme Fragen. Das wissen Eltern wohl am besten. In jeder Folge werden solche Fragen beantwortet und sowohl die Eltern als auch Kinder von den Experten unterhaltsam beraten.

 

And the winner is …

Am Mittwoch traf sich die Fernsehwelt auf dem roten Teppich im KKL-Luzern, um der Verleihung der prestigeträchtigen “Rose d’Or”-Awards beizuwohnen.

 

In der Kategorie “Children und Youth” ging “Rose d`Or” an die Sendung “Krimi.de Netzangriff” aus Deutschland. In dieser Sendung geht es um eine Schülerin, die mitten in der Pubertät steckt und dazu noch die Schule wechseln muss. Sie verliert auf einer Schul-Party nicht nur die Kontrolle sondern auch ihr Handy, was gravierende Folgen hat. Die Goldene Rose in dieser Kategorie übergab DJ Bobo. Durch den ganzen Abend mit Shows und Unterhaltung führten die RTL-Moderatorin Nazan Eckes und ihr britischer Kollege Ben Shepard.