Gesellschaft | 09.09.2010

Gesucht: 35 Hotdogs

In der ganzen Schweiz liessen 25'000 Kinder und Jugendliche pünktlich um 18:11 Uhr Ballone in die Luft steigen. Ein farbenfroher Start der Aktion 72 Stunden. Tink.ch war in St.Gallen dabei.
Mit Spannung warteten die Kinder und Jugendlichen auf den Start des Rennens gegen die Zeit.
Bild: Tink.ch Richi Küttel, Loclead in St.Gallen, fragt die Kinder nach ihren Wünschen. Die sind manchmal nicht gemeinnützig, aber nützlich. Stadt Nino Cozzio lobt den Einsatz der Kinder. Die Ballone zeigen der ganzen Welt, dass dort unten die Leute Kopf stehen.

Gespannt stehen die 35 Kinder auf dem Marktplatz in St. Gallen. Jedes hält einen Heliumballon in der Hand. Pünktlich um 18:11 Uhr sollen sie aufsteigen und die 72 Stunden werden beginnen.

 

Nicht nur die Kinder sind nervös, auch die Projektorganisatoren von Cevi, Jubla und Pfadi können ihre Aufregung nicht verbergen. Gespannt horchen sie, was ihnen Lokalleiter Richi Küttel erzählt. Es sind nur noch 13 Minuten bis zum Start. Die letzten Wünsche für das Projekt Aktion 72 Stunden werden auf die Karten am Ende der Ballonschnur geschrieben.

 

Während mir die elfjährige Nina erzählt, dass sie noch gar keine Ahnung hat, was sie erwartet, erklärt mir ein Jugendarbeiter, worum es geht. Die Basis vor dem Kino in St. Gallen nimmt Telefonate entgegen. Alle interessierten Menschen können sich melden und die teilnehmenden Kindern einladen. “Vermutlich werden die Kinder in Altersheimen etwas vorspielen, einen Platz säubern, etwas vorsingen oder sich sonst nützlich betätigen”, erklärt Kornel Zillig. So wird Spannung und Abwechslung garantiert.

 

Vor dem weissen Pavillon treffe ich Anina Rütsche. Sie ist Leiterin in der Pfadi trotz allem und hat bereits einen Wunsch, den ihr die Teilnehmenden bestimmt erfüllen werden. Gemeinsam mit ihrem Team hat sie nämlich eine Probeübung vorbereitet, zu der sie gerne etwa acht Jugendliche einladen möchte. Sie sollen sehen, dass auch Behinderte Kinder aktiv sein können und natürlich erhofft sie sich, dass der eine oder andere sich zum Leitersein bewegen lässt.

 

Es sind nur noch wenige Minuten bis zum Start. Stadtrat Nino Cozzio bedankt sich bei den Jugendlichen und ermutigt sie, auch in Zukunft gemeinnütziges Engagement zu zeigen, denn das sei sehr wichtig für unsere Stadt. Die letzte Minute nutzt der Moderator um für die Kinder ein Abendessen zu organisieren “Wenn irgendjemand noch 35 Hotdogs oder 15 Pizzas zu viel hat, soll er sich doch melden!”, ruft er ins Mikrofon. An diesen Tagen zeigt sich die Jugendarbeit von ihrer besten und spontansten Seite.

 

10, 9, 8 … Der Countdown läuft. Punkt 18.11 Uhr fliegen mehrere Dutzend Ballone in den Himmel und zeigen der ganzen Welt, dass die Leute da unten Kopf stehen.

 

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