Gesellschaft | 11.09.2010

Ein bisschen Nostalgie

Kinder bewegen sich als mobile Plakatsäulen durchs Dorf. Sie malen Werbeplakate und verteilen Flyer. In Nottwil stellen Kinder und Jugendliche einen Flohmarkt auf die Beine. Mit dem Erlös ermöglichen sie Bewohnern eines örtlichen Altersheimes einen Ausflug.
Wie viel wohl diese Wahrsagekugel einbringen wird?
Bild: Uwe Bieri Verpflegung im Flohmarkt mit frischen Spaghetti. Nur eine kleine Auswahl des Sortiments. Sämi und Florence optimieren die Verkaufsfläche.

“20 Franken sind in Ordnung”, sagt Chiara. Die 13-Jährige hat momentan Kassendienst. Es herrscht geordnetes Chaos im Jugendzentrum Nottwil in Luzern. Die jungen Helferinnen und Helfer habe es seit Donnerstagabend in Beschlag genommen und nach und nach in einen Flohmarkt verwandelt.

 

Soeben hat Chiara drei Bücher und eine CD verkauft. “Den Preis können die Leute selber bestimmen”, sagt sie und relativiert: “Aber wenn jetzt zum Beispiel jemand für ein Fahrrad, das noch einigermassen gut erhalten ist, nur ein Franken bezahlen will, sagen wir natürlich schon, dass wir uns etwas mehr erhofft haben. Schliesslich ist es ja für einen guten Zweck!” Und schon kümmert sie sich wieder um den nächsten Kunden.

 

Spendenbarometer

Die elfjährige Aline, die neben Chiara hinter dem Kassentisch sitzt, hat in der Zwischenzeit den Pfeil auf dem Spendenbarometer um die eingenommenen 20 Franken nach oben angepasst. Mit dem Erlös wird Bewohnern eines örtlichen Altersheimes ein Ausflug ermöglicht.

 

Voller Ethusiasmus haben ein paar andere Kinder bereits eine Leiter neben das Spendenbarometer gestellt: der Ehrgeiz ist gross, man will hoch hinaus. Viele Leute, die vorbeikommen, sind überrascht, wie viele Verkaufsartikel die Jugendlichen in der kurzen Zeit organisieren konnten.

 

Der Flohmarkt dauert noch bis am Sonntag um 16.00 Uhr. Bis dahin hoffen die jungen Verkäufer, möglichst weit oben auf der Leiter zu stehen, wenn sie den Spendenbarometer-Pfeil verschieben.