Gesellschaft | 30.08.2010

Zürcher Postenlauf der Kulturen

In der Stadt Zürich leben Menschen aus über 165 Nationen. Das Projekt Mondopoly ist ein Versuch, möglichst viele von ihnen zusammenzubringen.
Vielfalt statt Einfalt in Zürich: Das Projekt Mondopoly.
Bild: pixelio.de / s.hofschlaeger

Die Initianten des Projekts Mondopoly haben die Ähnlichkeit zum Namen des berühmten Spiels Monopoly kaum zufällig gewählt: Auch bei Mondopoly handelt es sich um ein Spiel. Allerdings unterscheiden sich die Regeln grundlegend. Das eingeschobene “d” macht den Unterschied: Wie es der Name sagt, soll Mondopoly eine vielfältige Welt repräsentieren. Es geht ums Miteinander und nicht um ein Gegeneinander wie beim kapitalistisch geprägten Monopoly.

 

 

Die Idee des Spiels ist nicht neu: Unter dem Namen Ethnopoly fand das Projekt schon Einzug in mehreren Schweizer Städten – in Zürich bisher noch nicht. Das erstaunt ein wenig. Denn die Limmatstadt bietet eine der vielfältigsten kulturelle Landschaften der Schweiz und vereint über 165 Nationalitäten. Die Diversität ist letztlich auch der Nährboden, um ein solches Begegnungsspiel zu realisieren. Das Ziel von Mondopoly ist einfach formuliert: Die verschiedensten Menschen der Stadt Zürich – ob mit oder ohne Migrationshintergrund, Junge oder Alte, Menschen mit oder ohne Behinderung, Männer und Frauen – auf spielerische Weise zusammenzubringen.

 

Dreiteiliges Programm

Die Projektwoche, die am Dienstag dem 31. August beginnt und am Samstag dem 4. September endet, setzt sich im Wesentlichen aus drei Teilen zusammen: Erstens der Durchführung eines interkulturellen Begegnungsspiels mit Kindern und Jugendlichen in Form eines Postenslaufs, zweitens einem Begegnungskaffee auf dem Xenix-Areal und drittens einer öffentlichen Schlussveranstaltung.

 

 

Gemäss dem Veranstalter möchte Mondopoly die Stadt Zürich als imaginäres, überdimensionales Spielfeld nutzen, auf dem sich die Kinder und Jugendlichen in Gruppen bewegen. Ziel sei es, möglichst viele “Posten” zu besuchen. Bei diesen “Posten” handelt es sich um Wohnungen von Einzelpersonen oder Familien unterschiedlichster Herkunft, um Quartierläden, Altersheime, Kulturzentren, Institutionen oder Vermittlungsstellen. Bei ihnen gibt es jeweils ganz der Thematik entsprechend etwas zu entdecken, so der Veranstalter.

 

Die Projektwoche endet mit der Schlussveranstaltung im Schulhaus Feld im Kreis 4. Sie beginnt am Mittag mit Workshops und endet am Abend mit Konzerten von Kutti MC, Namusoke und einem Open Mic.

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