Kultur | 16.08.2010

Späte Einsicht, unvermeidliche Rache?

Text von André Müller | Bilder von filmwettbewerb.ch.
Wir stehen im UNO-Jahr der Biodiversität. Aus diesem Anlass wurde der erste Ostschweizer Filmwettbewerb ins Leben gerufen, an welchem junge Filmteams zeigen können, was sie unter Lebensvielfalt verstehen. Reinschauen lohnt sich.
Eine der vielen filmischen Perspektiven der Teilnehmer, aus "Natur Architect".
Bild: filmwettbewerb.ch.

Die Jury des Filmwettbewerbs zum Thema Biodiversität hat eine erste Auswahl getroffen: Aus rund 40 Bewerbungen wurden zwölf Kurzfilme und neun Clips ausgewählt, welche weiterhin im Rennen sind um die 8000 Franken Preisgeld. Ab sofort kann man diese Filme online schauen und gleich bewerten. Der Hauptpreis wird zwar von einer Fachjury vergeben, doch das Projekt mit den meisten Zuschauervoten erhält einen zusätzlichen Publikumspreis.

 

Bei den nominierten Filmen erstaunt in erster Linie, getreu dem Motto des Wettbewerbs, die Vielfalt von Teams, Themen und Umsetzungen. Die Regisseure sind 13 bis 26 Jahre alt, darunter Studenten der Filmhochschule in Luzern, Maturanden und Hobbyfilmer. Neben apokalyptischen und warnenden Beiträgen (“Ark”, “Artenvielfalt”) sind auch optimistischere Töne und Bilder zu finden. Die Drohung, dass sich die Natur am Menschen dereinst rächen kann und wird, ist jedoch in vielen Filmen präsent, so in “Little Eden” oder in “Sweet Revenge”. Ist es für eine Rettung bereits zu spät? Oder kann der Einzelne mit engagiertem Eingreifen den Lauf der Dinge ändern? Die Filme bieten verschiedene Antworten, sind es aber allesamt wert, angeschaut und überprüft zu werden.

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