Kultur | 09.08.2010

Sanfte Brise

Text von Amadis Brugnoni | Bilder von Amadis Brugnoni
James Gruntz präsentierte letzten Donnerstag nachdenkliche Popmusik auf dem Kulturfloss in Basel. Zusammen mit seiner Band spielte er seine sanften Songs auf eine neue Art und Weise und verzauberte am Kleinbasler Rheinufer mit seiner weichen Stimme.
Der Mann der sanften Töne: James Gruntz.
Bild: Amadis Brugnoni

Nachdem auf seiner letzten CD nur akustische Musik zu hören war, steht James Gruntz wieder mit elektrischer Unterstützung auf der Bühne: der lockere, unauffällige und sympathische Junge mit der Ukulele war von einer kraftvollen Band umgeben, welche seine Songs auf einem erstaunlich hohen Niveau umsetzte.

Trotzdem schaffte es der Basler Newcomer nicht, das Publikum während des ganzen Konzertes für sich zu gewinnen. Dies lag weniger an der grossen Distanz der Bühne zum Publikum, sondern eher an der etwas introvertierten Spielweise von James und seiner Band.

 

Magische Momente

Doch ein introvertiertes Konzert muss kein schlechtes sein. James Gruntz schuf zum Beispiel während seiner schwebenden Soloeinlage einen magischen Augenblick und zog seine Zuhörer in den Bann. Ausserdem überzeugte James mit seinen bekannten Qualitäten: das Singen von schönen und leicht zugänglichen Melodien und seine sanfte und verzaubernde Stimme.

 

Potential nicht ausgeschöpft

Schade war, dass James Gruntz keinen Spannungsbogen über das ganze Konzert ziehen konnte. Die Pausen zwischen den Stücken waren teilweise zu lang und seine Kommentare ohne Zusammenhang. Man wurde während dem Konzert das Gefühl nicht los, dass James mit seinem Repertoire nicht sein ganzes Potenzial ausschöpfte.

Zusammengefasst, war es ein unterhaltsames und kurzweiliges Konzert, welches aber nicht als besonders originell und kreativ in Erinnerung bleiben wird.

 

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