Ein Wochenrückblick

Nach einer Woche Aufenthalt fühle ich mich bereits ziemlich heimisch in Paris. Das liegt einerseits an meiner freundlichen Gastfamilie, die mich bestens umsorgt und mir zugleich alle Freiheiten lässt, andererseits an den vielen netten Menschen, die ich hier an der Schule kennengelernt habe bzw. täglich kennenlerne. Egal woher man kommt, wie alt man ist und welche Muttersprache man spricht: man unterhält und versteht sich. Öfter als ich gedacht hätte – nämlich auch in der Freizeit – en français.

Untenstehend folgen drei unserer selbst verfassten französischen “Slams” in der façon von Grand Corps Malade.

 

Hier soir à  minuit je suis allée à  la fenêtre,

J’ai vu qu’au dessous il y avait une petite fête,

J’était un peu triste, je ne sais pas pourquoi,

Peut-être parce que deux jours avant j’avais perdu l’espoir

(Chiara, Rom)

 

J’ai rencontré le besoin, c’est un mec superchelou

Il m’a dit “Mon gars écoute! C’est ma vie qui est au bout

Mais si tu arrêtes ici et essayes de me comprendre

Je peux vivre un peu plus et biensûr te surprendre!-

(Federico, Florenz)

 

Notre prof de français

s’appelle Julie Bocquet

Comme devoir cette grande dame

nous à  dit d’écrire un slam

J’ai aucune idée, ça n’a pas de sens

Mais ça ne fait rien, demain Julie part en vacances

(Philipp)

 

 

Info


Philipp Ramer berichtet im Rahmen des Wettbewerbs “Blog-It” in einem Blog über seinen Sprachaufenthalt inParis . “Blog-It” wird organisiert von ESL-Sprachreisen und Tink.ch.

 

Mehr Infos und weitere Blogbeiträge gibt es auf www.blogit2010.com.

 

Links

A wie Alltagsdroge

A wie Alkohol

Die Musik im Zelt ist laut. Mein letztes Bier steht seit zwei Stunden leer neben mir und erst jetzt erwache ich wieder aus dunstigem Nebel. Um mich herum sitzen die Menschen auf den orangen Festbänken und wippen mit den Füssen im Takt der Musik. Mit ihnen wippt das Bier im Glas. Kaum eine Hand scheint sich nicht an Hopfen oder Malz zu halten. Wenn nicht das Bier die durstigen Kehlen kühlt, dann macht der Wein die nötige Röte im Gesicht. Ein paar wenige unterstützen den lieben Cola Santa Claus. Vermutlich steht ihr Auto nicht unweit von hier und sie dürfen später ihren Bekanntenkreis samt Mundgeruch nach Hause chauffieren.

 

B wie Bewusstsein

Während das Rauchen in den Zelten strengstens untersagt ist, raucht dem Zapfhahnen schnell der kühle Kopf. Die Stimmung wird Bier um Bier ausgelassener. Die Musik ist zugegeben wirklich toll. Je höher die Promille steigt, umso schwieriger wird das Klatschen im Takt. Langsam beginne ich zu zweifeln, ob die Musik allein Grund für die Freude ist. Alkohol lässt böse Gedanken draussen stehen. Der Nebel um Augen und Ohren wird dichter, während man ein anderes Bewusstsein erhält. Mein Nebel um die Augen spiegelt sich in der Iris der Person gegenüber.

 

F wie Flucht

Das Festival könnte irgendwo in der Schweiz stattfinden. Die Bilder wären wohl überall dieselben. Langsam beginnt mich die alkoholschwangere Luft zu ekeln. Auf dem Weg nach draussen folgen mir benebelte Augen. Wovor diese Frauen und Männer wohl fliehen müssen? Am meisten vermutlich vor sich selbst. Unangenehme Gedanken sind meist weit weg, wenn der Kopf geschwemmt wird. Aber auch draussen finde ich keine Ruhe. Links von mir wird an die Hauswand uriniert und rechts starrt mich jemand aufdringlich an. Obwohl ich in meinem schlabbrigen Helfer-T-Shirt bestimmt nicht die Attraktivste des Abends bin. Aber der Nebel um diesen Herrn scheint äusserst dicht zu sein.

 

H wie Heilig

Der Betrunkene schwankt auf mich zu. Auf seine Frage, ob man mich wohl adoptieren könne, gebe ich keine Antwort. Innerlich zweifle ich aber an seiner eigenen Mündigkeit. Aber nicht nur die Männer haben einen glasigen Blick, auch manche Frau macht auf sich aufmerksam. Der böse Geist des Alkohols hat noch niemanden zu Boden gerissen, aber erleuchtet scheinen einige zu sein. Vielen sind vielleicht auch einfach einsam und können es nur zeigen, wenn sie sich ein wenig Mut angetrunken haben. Geben wir es doch zu, der Alkohol macht die Menschen nicht schlechter, aber er reduziert die Menschen und lässt sie ehrlicher werden.

 

L wie Lösung

Kein Alkohol ist auch keine Lösung. Das sangen die Toten Hosen auch schon vor acht Jahren. Wovon ihr Lied auch nicht besser wird. Aber wie viel Alkohol ist denn die Lösung? Man täuscht sich, wenn man denkt, dass heute mehr getrunken wird als früher. Innerhalb der letzten 35 Jahre ist der Alkoholkonsum in der Schweiz stetig zurück gegangen. Viele der alten Männer auf den orangenen Bänken mussten früher ihre Väter aus den Wirtshäusern nach Hause tragen. Die Last des Lebens zeichnet ihr Gesicht und morgen wird die Last auf ihren Schultern und in ihren Beinen liegen.

 

V wie verzweifelte Vernunft

Mir wird klar, dass wohl kein Kraut gegen den Hopfen und den Malz gewachsen ist. Ein Bekannter ruft mir durch die Menge zu, ich solle doch noch etwas mit ihm trinken. Aber ich hab die Nase voll von Bier. Ich rechne im Kopf schnell durch, wie viel ich in den letzten Tagen getrunken habe. Meine roten Heidibacken kommen von der Hitze, die mir dabei ins Gesicht schiesst. Es ist wohl nicht das letzte Mal, dass ich auf dem Nachhauseweg tausend neue Vorsätze fasse. Wenigstens kommt der Schlaf so schnell um die Ecke, dass ich mich zu Hause nicht noch für meinen Schwindel im Bett schämen muss.

Herbst im Schweizer Blätterwald

Mitte August ging ein empörtes Raunen durch die helvetische Medienlandschaft: Kurt Imhof, Soziologe an der Universität Zürich und Vorsteher des Forschungsbereichs Öffentlichkeit und Gesellschaft, präsentierte die Ergebnisse einer Studie über die “Qualität der Medien”. Darin skizzierte er ein sehr düsteres Bild der aktuellen Verhältnisse. Insbesondere beanstandet Imhof die Zunahme so genannter “Softnews”, also von Klatsch und Tratsch, der kaum Informations-, sondern praktisch nur Unterhaltungswert besitzt. Der Fokus werde fast ausschliesslich auf Personen und Events gerichtet; der reflektierende und einordnende Journalismus hingegen werde auf dem Altar der Kurzlebigkeit geopfert. Besonders die Presse kriegt in dieser Studie ihr Fett weg. Diese habe sich am stärksten von ihren ursprünglichen Funktionen und Idealen entfernt – der Aufarbeitung gesellschaftlich relevanter Informationen und der Aufklärung der Staatsbürger.

 

Bauchgefühl empirisch bestätigt

Als ich die Studienergebnisse las, war mein erster Gedanke: Wurde auch Zeit! Zeit, dass dies jemand feststellt. Zeit, dass dies jemand laut ausspricht. Und vor allem Zeit, dass die Angeklagten nun gezwungen sind, zu den Vorwürfen Stellung beziehen.

Denn, Hand aufs Herz: Kannte nicht jede Medienkonsumentin und jeder Medienkonsument, jede Medienschaffende und jeder Medienschaffende die Resultate der Untersuchung bereits vor ihrer Veröffentlichung? Wer regelmässig einen Blick in eine Tageszeitung wirft, weiss selber, wie stark sich die Massenmedien in den letzten Jahren verändert haben: Die Hintergrundberichte müssen Crime- und Promi-Nachrichten weichen, der Inland- und Auslandteil wird immer schmaler und schaler, während die Bilder immer grösser und bunter werden. Man muss Kurt Imhof jedoch hoch anrechnen, dass er unser Bauchgefühl mit seinen empirischen Daten untermauert und somit einen weiteren wichtigen Beitrag für die Diskussion über die gesellschaftliche Funktion der Medien im 21. Jahrhundert leistet.

 

Wenig, dementierendes Medienecho

Die Schweizer Medien – allen voran die Presse – zeigten sich mehrheitlich entrüstet über den Angriff der Wissenschaft auf ihre Leistung und Integrität. Logisch, niemand mag es, wenn ihm ein Spiegel vorgehalten wird, der ihn zwingt, seine Furchen und Narben zu betrachten. Doch mangelte es den Medien nicht an Rechtfertigungen und Ausreden, an Beschwichtigungen und Dementi: Nein, die Qualität der Medieninhalte leide nicht unter dem Aderlass bei den Redaktionen, man könne auch mit weniger Journalisten die gleiche Leistung erzeugen; nein, die Gratis-Zeitungen und Online-Portale würden nicht den traditionellen Gattungen Presse, Radio und Fernsehen kontinuierlich das Wasser abschöpfen; und nein, trotz der Schnelligkeit der digitalen Medien erfüllen diese ihre gesellschaftliche Funktion als Informationsverarbeiter und Meinungsmacher ebenso gut wie die anderen Medien. So und ähnlich wehrten sich die Angegriffenen, bevor das Medienecho nach wenigen Tagen wieder fast gänzlich verstummte.

 

Verzerrungseffekte

Ob man die massiven Umwälzungen der Schweizer Medienlandschaft nun gut findet oder nicht: Man muss sie (bis zu einem gewissen Grad) mit einem gewissen Fatalismus akzeptieren und in ihrer Normalität betrachten. Denn: Veränderungen sind nichts Aussergewöhnliches. Unsere Grosseltern kritisierten vor Jahrzehnten, dass Radiohören und Fernsehen das familiäre Tischgespräch ersetzten und das Ende des lokalen Musik- oder Turnvereins einläuteten. Heute stellt sich kaum ein Mensch mehr die Frage, ob diese Massenmedien einen negativen Einfluss auf unsere Gesellschaft gehabt hatten. Sind, von dieser Warte aus betrachtet, die Aussagen Kurt Imhofs nicht einfach nur Stellungnahmen eines frustrierten Medienkenners, der sich darüber echauffiert, dass seine NZZ, sein Tagi, sein Bund nicht mehr so tiefgängig sind wie bisher, weil die ach-so-bösen Gratiszeitungen und Online-Portale es besser verstehen, ihre Angebote mundgerecht zugeschnitten und leicht vorverdaut in die Schlünde der spass- und unterhaltungsgeilen Konsumentinnen und Konsumenten zu stopfen? Sicher auch. Man kommt nicht umhin zu denken, dass der Soziologe seine wissenschaftlichen Daten mit einem starken Schuss seiner persönlichen Meinung vermengte, um so seinem Ärger Luft zu machen.

 

Darüber reden!

Trotzdem muss man die Erkenntnisse seiner Studie unbedingt ernst nehmen und damit den Diskurs über den Qualitätsverlust der Medien in Gang halten. Denn: Die Diskussion über die Gestalt und Missgestalt der Massenmedien ist ebenso eine Diskussion über die Selbstwahrnehmung von uns und unserer Gesellschaft. Kaum eine andere Institution (neben dem Eltern- und dem Schulhaus) hat heute einen solch massiven Einfluss darauf, wie wir unsere Umwelt wahrnehmen, mit welchen Themen wir uns auseinandersetzen, welche Werte wir als relevant betrachten. Wird dort nur noch über Absurdistan und den Schnügel des Tages, über Pitt und Paris, über Blut und Brüste berichtet, so werden auch unsere Gedanken und Gespräche von diesen Themen geprägt sein. Die Debatte über die Qualität der Medien ist folglich (etwas überspitzt formuliert) auch eine Debatte über die Qualität unseres Denkens und unseres Zusammenlebens. Darüber kann nicht genug debattiert werden.

Links

Illusion eines Aupairs

Nun gut, zugegeben: Ich mag Kinder nicht besonders. Wenn, dann habe ich sie am liebsten mit einem Sicherheitsabstand von mindestens zehn Metern um mich herum, und natürlich mit zugeklebtem Mund. Doch keiner kann abstreiten, dass Aupair-Sein an einem fernen Ort bei weitem der billigste Weg ist, sich eine Sprache anzueignen. Dieser “ferne Ort” sollte bei mir England sein. Nordengland, um genau zu sein: Der Inbegriff von Kälte, Wind und Regen. Eigentlich hätte ich es wissen müssen: Es konnte nur schief gehen…

 

Die Familie habe ich auf einer mehr oder weniger dubiosen (natürlich gratis) Internetplattform gefunden, die Koffer sind gepackt. Wobei es das Kofferpacken für vier Monate so auf sich hat: Das Maximalgewicht für beide Koffer zusammen beträgt 30 Kilo. Verzweifelt ziehe ich die Waage zu Rate und wäge von den Schuhen bis hin zur Unterwäsche alles ab. Jedes Kilo Gepäckübergewicht kostet am Flughafen ein halbes Vermögen. Um rund zehn Paar Schuhe leichter und ohne auch nur eine Minute geschlafen zu haben, mache ich mich schliesslich auf den Weg zum Genfer Flughafen.

 

Einige Stunden später am Flughafen Leeds Bradford begrüsst mich eine äusserst korpulente Frau verwirrenderweise mit zwei Küsschen. Im Schlepptau hat sie einen nur mässig süssen Cocker Spaniel, der sogleich meinen Schirm zu besteigen versucht.

 

Angekommen im neuen Zuhause, einem typisch englischen Einfamilienhaus mit dunklen Backsteinmauern, schlägt mir beim Öffnen der Haustüre wortwörtlich tierischer Gestank entgegen. Nebst dem miefenden Vierbeiner besitzt die Lady noch eine besonders aggressive Huhnart, einen Hasen und zwei Goldfische, die mich aus einem Kugelglas mit ihren grossen Kulleraugen hilfeschreiend anzuflehen scheinen. Aufgrund ihrer geselligen Art schliesse ich die beiden Fische sofort ins Herz. Nebenbei erwähnt kann man hier wirklich von “Freilandhühnern” sprechen: Ich wollte schon immer mal von Hühnern aufgeweckt werden, die an meiner Zimmertüre scharren. Wahnsinn, was sich einige Engländer als Weckerersatz einfallen lassen.

 

Doch das grösste Vergnügen erwartet mich erst noch: Todmüde von der Reise und nach meinem Bett lechzend, schlage ich die Bettdecke zurück. Doch, wie könnte es anders sein: Unzählige Hundehaare tummeln sich wie kleine, niedliche Maden auf meiner Matratze. Da hilft auch die vorlaute Art der beiden Mädchen nicht, mich aufzumuntern, die mich ausserdem fast eine Woche lang nötigen, englischen Teenie-Soaps zu schauen. Und auch nicht die Spinne, die sich eines Nachts auf meine Brüste abzuseilen versucht. Doch der Tod naht schnell (für die Spinne) und das Rückflugticket ist (besonders nach dem Geständnis der Gastmutter, die Heizung würde diesen Winter aus Geldmangel nicht bedient) ruckzuck gebucht.

 

Liebe Leserin, lieber Leser, gratis Internetplattformen mögen vielleicht verlockend sein, jedoch sollte man nicht am falschen Ort sparen. Ausserdem lohnt es sich, sich von Anfang an die genaue (!) Adresse der Gastfamilie geben zu lassen, damit man oder frau nicht irgendwo in der Pampa landet, so wie ich. Dann steht einem freudigen Aupairaufenthalt (fast) nichts mehr im Weg.

Die Stadt der Liebe im Grössenwahn

Gut gekleidete Franzosen, schrille Modesünder und ein paar selige Alkoholleichen bevölkerten am Wochenende das riesige Gelände Saint-Cloud im Südwesten von Paris. 105-˜000 Besucher feierten drei Tage lang am Rock en Seine, das sich seit 2003 zu einem der grössen Festivals Europas aufgerappelt hat. Die Organisatoren hatten zwischen Skulpturen und Kaskaden aus dem 17. Jahrhundert drei monströse Bühnen aufgestellt, vor denen jeweils zehn-, zwanzig- und dreissigtausend Menschen Platz fanden. Und diese kamen voller Begeisterung und in Scharen, denn die Namen der Bands versprachen vieles und lieferten schliesslich noch mehr. Das Rock en Seine war eine Aneinanderreihung von musikalischen Sensationen und Meisterleistungen.

 

Massives aus Bristol

Zu den meisten Bands braucht man gar nicht viel zu sagen, denn die Namen sprechen längst für sich: The Kooks, Black Rebel Motorcycle Club und sogar Blink 182 boten wie gewohnt hervorragende Shows, was nicht nach Fliessband klingen soll, sondern vielmehr das hervorragende Line-up des Rock en Seine beweist. Auch LCD Soundsystem, Queens of the Stone Age und die Eels begeisterten die Menge völlig mühelos. Als am Samstagabend jedoch Massive Attack die Grande Scène betrat, war innert Sekunden alles Bisherige vergessen. Die Jungs aus Bristol, die das Trip-Hop-Genre seit zwei Jahrzehnten souverän beherrschen, jagten die Beats auf eine Weise durch die Nacht, die nicht anders als mit dem wunderbar passenden Wort “massiv” beschrieben werden sollte. Von der ersten bis zur letzten Sekunde lieferten sie Musik auf höchstem Niveau, anspruchsvoll, politisch und einfach nur hervorragend. Im Hintergrund projizierten die Engländer traditionsgemäss und kommentarlos Zahlen, die zeigten, dass da ein paar Männer denkend durchs Leben gehen: Liter Öl, die derzeit im Golf von Mexiko schwimmen, Pro-Kopf-Einkommen von Israel, Palästina und den USA, Kindersterblichkeiten und verbrauchte Liter Wasser für allerlei Tätigkeiten begleiten die monströse Show, wie sie der durchschnittliche Festivalbesucher auch ohne Drogeneinfluss vermutlich nur einmal pro Jahrzehnt erlebt.

 

Enttäuschendes aus Glasgow

Als enttäuschender Kontrastpunkt zum unanfechtbaren Highlight von Massive Attack säuselte der vielumschwärmte Paolo Nutini seine Songs am Samstagabend etwas gar lasch vor der Bühne. Zwar präsentierte er mit einer Ausnahme (“Jenny don’t be hasty”) ausschliesslich Lieder seiner neuen Platte “Sunny Side Up”, die ja nun wirklich ein grosser Sprung in Nutinis musikalische Eigenständigkeit ist, allerdings schien dieser auf der Bühne weniger mit Musik als mit seinem eigenen Aussehen beschäftigt. Das junge Publikum kreischte und Paolo strich sich pausenlos mit frivoler Gestik seine bewusst zu lange Mähne aus den Augen. Ob die Kamera dabei seinen Blick suchte, oder er die Kamera, wird wohl sein Geheimnis bleiben, sobald sie jedoch etwas weiter weg zoomte, war unschwer zu erkennen, dass das Gitarrenspiel des Schotten bloss ein optischer Gag war. Schade drum.

 

Brüste für Bierbäuche

Bedeutend mehr Euphorie ist dafür angesichts der Darbietungen im Bereich des Folk angebracht: Am Sonntag konnte sich das Publikum zuerst bei einem wunderbaren Auftritt von Beirut warm schwingen, bei welchem der Amerikaner Zach Condon zusammen mit einer motivierten Band orchestralen Balkansound vom Feinsten präsentierte. Doch so richtig los gings erst danach: Auf die kleinere Bühne trat mit Fat Freddy’s Drop ein neuseeländischer Geheimtipp, der den begeisterten Besuchern wohl noch lange in den Knochen stecken wird. Die sieben Männer aus Wellington machen Musik, die am ehesten an Reggae erinnert, doch ein solches Label wäre verheerend eindimensional für das, was da auf der Bühne geboten wird. Die Stimme von Joe Dukie trägt den Sound der Band direkt ins Blut und die Freude der Jungs an dem, was sie tun, überträgt sich wie von selbst auf das Volk vor der Bühne. Schnell wird klar, dass hier sieben Freunde auf der Bühne stehen, die in erster Linie einfach nur sehr viel Unfug im Kopf haben. Der korpulente Hopepa etwa betritt die Bühne in souvrän schlechtem Stil: von Kopf bis Fuss in einen weissen Anzug geschnürt bläst er lustvoll in seine Posaune – und lässt nach dem ersten Lied die Hosen fallen. Trotz Bierbäuchen – oder vielleicht auch deswegen – war Fat Freddy’s Drop die einzige Band, die den Mädchen scharenweise die Shirts vom Leibe riss. Begeistert sassen sie auf den Schultern ihrer männlichen Begleiter und zeigen der Kamera ihre Brüste, strahlten um die Wette und schwangen die Hüften zu dieser Musik, die einfach nur gut ist.

 

Öko-Klos und sauberes Gelände

Das Rock en Seine blickt auf sieben Jahre Festivalerfahrung zurück und seine Veranstalter haben sich in dieser Zeit nicht lumpen lassen. Sie haben gelernt, optimiert, und trotz der jährlich massiv wachsenden Besucherzahl ist das Festival bestens organisiert, aufgeräumt und durchdacht. Die Ökoklos aus Karton und Holz sind bedeutend hygienischer als herkömmliche Toitoi-WC’s und auf den Zeltplatz darf der sparsame Besucher ausser Glasflaschen auch gerne den halben Supermarkt mitnehmen. Das beschert dem Festival nicht weniger Umsatz, sondern in erster Linie einen ertragreichen Sympathiebonus. Die riesigen Besucherströme werden unmerklich und geschickt übers Gelände geleitet, die Stände sind schlau konzipiert und intuitiv zu finden. Nach fünf Minuten auf dem Gelände fühlt man sich wie in Mamas Küche, wo alles seinen unangefochtenen Platz hat und man selbst um vier Uhr morgens die Lieblingstasse innert Sekunden wiederfindet. Eines ist besonders bemerkenswert: Selbst wenn die Musik abends ins Elektronisch-Psychedelische abdriftet (besonders erinnerungswürdig: Deadmau5 und Underworld), scheint trotz Bier und anderem niemand allzu verloren auf dem riesigen Gelände herumzuirren. Und wenn doch, dann stehen sofort Sanitäter, Sicherheitspersonal oder eine halbe Putzequippe bereit. Das nervt nicht, sondern ist einfach nur nützlich.

 

Links

“Ich bin Adam Green”

Du wirst mit Bob Dylan und Leonard Cohen verglichen, was hältst du davon?

Adam Green: Was wirklich? Das wär ja grossartig. Ich mag die beiden nämlich sehr und bin ein grosser Fan.

 

Und dass du als neuer Bob Dylan gehandelt wirst, ist gerechtfertigt?

Ach was, ich glaube das ist einfach eine Welle, es ist “in” so was zu sagen. Ich meine, wenn ich der neue Bob Dylan bin, wer war der alte? Demzufolge müsste es ja auch einen Bob Dylan vor Bob Dylan gegeben haben, der dann der alte Bob Dylan gewesen wäre. Ich bin Adam Green, und das ist das einzige, was ich sein kann.

 

Die Texte haben sich auf der neuen Platte verändert. Sie sind weniger abstrakt und einfacher zu verstehen. Weshalb dieser Wandel?

Mir ist auch aufgefallen, dass sich meine Art zu schreiben verändert hat. Ich glaube aber, dass sie sich in eine gute Richtung verändert hat, vielleicht ist es aber auch nur eine Phase. Es könnte sich auch plötzlich wieder ändern. Ich weiss nicht. Eigentlich will ich auch nicht, dass man die Texte einfacher versteht, mir gefällt es wirklich sehr, abstrakte Texte zu schreiben, die sind viel persönlicher. Und es hat was für sich, wenn man die Textfetzen selbst zusammensetzten muss, so dass es für jeden eine andere Bedeutung hat. Man muss die Zusammenhänge löffelweise geben.

 

Würdest du sagen, du bist reifer geworden?

Es ist nicht so , dass ich mich jetzt niederlassen will. Aber wer wird schon richtig, richtig erwachsen? Immerhin werde ich nächstes Jahr 30!

 

Und jetzt bist du deswegen total am Ausflippen?

Nein, ich seh das eigentlich ziemlich gelassen. Obwohl viele meiner Freunde gerade dreissig werden und mir allerlei Horrorgeschichten erzählen. Echt, mich stört das nicht gross. Ich fühle mich immer noch als sei ich sechs Jahre alt.

Das Einzige, was ich hoffe ist, dass ich nicht ausser Form gerate.

 

Deine Urgrossmutter war die Verlobte von Kafka, hast du noch Bezug dazu?

Adam: Ja, das würd ich schon sagen. Ich hab mich auch damit auseinandergesetzt, schliesslich assoziieren die Menschen mich mit dieser Familie. Das ist schon speziell, insbesondere da es eine jüdische Familie ist. Die meisten jüdischen Familien haben nicht wirklich eine Geschichte, weil sie eigentlich fast alle umgebracht wurden. Es ist schön, dass ich so irgendwie einen Platz und Kultur und Geschichte habe. Ich bin schon stolz darauf, aber mit mir hat es ja eigentlich nicht viel zu tun.

 

Ich hab gehört, dass das neue Album von Drogen und Frauen handeln sollte, aber die Drogen sind irgendwie nirgends zu finden. Was ist da passiert?

Adam: Das ist wahr, mein Plattenlabel hat alle Songs, die von Drogenkonsum handeln, rausgestrichen. Aber das haben sie gemacht, damit ich massentauglicher bin. Ich weiss nicht, ich will eigentlich machen und singen was ich will, wer ich bin. Ich kann nicht verstehen, dass ein Indielabel sich darum schert, kommerziell zu sein. Kommerziell zu sein ist für mich wirklich schrecklich. Dass sie die Songs rausgenommen haben, war eine der schmerzvollsten Erfahhrungen, die ich je mit ihnen machen musste.

 

Und wie kommst du damit klar?

Adam: Es ist wahnsinnig hart für mich, weil ich wirklich wirklich will, dass die Leute meine Songs hören. Es steckt schliesslich auch Arbeit dahinter. Ich werde manchmal sehr nervös, wenn ich daran denke, dass ich ein kommerzieller Künstler sein soll. Das bin nicht ich, das will ich nicht sein. Das ist doch lächerlich.

 

Weisst du eigentlich irgendwas über die Schweiz?

Adam: Ja, ich weiss, dass sich die Leute hier am Strand gern ausziehen.

 

Und woher weisst du das?

Adam: Ich hab sie gesehen! Vom Bus aus! Alle waren sie nackt! Das fand ich cool.

 

Andere Frage: Warum nennst du dich “Adam The Computer”?

Adam: Ah, Adam aus dem Internet? Es gibt da eine Dame, die mich gestalkt hat und das hat sie per Internet getan. Das erste Mal, dass ich also richtig gestalkt wurde, war also diese Person aus dem Internet.

 

Hat sie aufgehört?

Adam: Nein.

 

Und was ist das mit dir und Garfield?

Adam: Ich hab eine sehr spezielle Verbindung zu Garfield, ich zeichne ihn gerne. Und dann versau ich das Bild. Er ist ein sehr dekadentes Tier, er ist ein kleiner Essensjunkie. Ich bin kein Junkie.

 

Als letztes möchte ich dich bitten, aus den Begriffen Katy Perry, uterus, a snail, to be in limbo, universe und destruction eine kleine Geschichte zu machen:

Adam: Also, es war einmal Katy Perry, die eine Schnecke in ihrer Gebärmutter hatte. Sie durchquerte das gesamte Universum, nur um kurz vor dem Weltuntergang zu schweben.

Once upon a time, Katy Perry had a snail in her uterus and she walked through all the universe just to be in limbo at the eve of destruction.

Links

Rocken an der Seine

Jeweils am letzten Augustwochenende findet das Rock en Seine vor den Toren von Paris statt. Die Metro bringt einen fast bis auf das Gelände. Obwohl das Festival noch jung ist, gegründet wurde es im Jahr 2003, konnte es schon viele Rockgrössen verpflichten. Dieses Jahr spielten unter anderem Massive Attack, Arcade Fire, Paolo Nutini und Blink 182 im Parc de Saint Cloud. Mit 76 000 Besuchern ist das diesjährige Festival ausverkauft.

 

Das Festivalgelände befindet sich auf einer wunderschönen Ebene am Ufer der Seine. Die drei Bühnen, alle mit hervorragenden Scheinwerfen ausgestattet, befinden sich genug weit voneinander entfernt, sodass man nicht einen Konzertmix auf sich nehmen muss. Viele Bäume und antike Statuen sorgen für eine gehobene Atmosphäre, besonders in der Nacht, wenn die Lämpchen zwischen den Blättern zu leuchten beginnen, wird mir die romantische Seite des Rock en Seine bewusst.

 

Grünes Openair

Was als erstes auffällt: Auf dem Boden gibt es kaum Abfall, aber nicht etwa, dass die Abfallentsorgung einfach wäre, im Gegenteil. Vier verschiedenfarbige Abfallkübel stehen nebeneinander, der erste für recyclebare Abfälle, der zweite für Pet, der dritte für Verpackungen aller Art und der vierte für den Rest. Ein Blick in die Kübel zeigt: Nicht alle wissen die Beschreibungen und Bildchen richtig zu interpretieren. Doch auf den Boden geschmissen wird kaum etwas. Petflaschen dürfen sowieso keine mitgenommen werden und auf dem Gelände werden nur Becher mit Depot herausgegeben.

 

Den Handyakku kann man bei SFR (société française de radioélectrique) gratis aufladen, und zwar dank Sonnenenergie. Riesige Solarzellen stehen vor dem SFR Zelt. Während ich warte, dass das Handy wieder Energie hat, kann ich mich in einen SFR Liegestuhl unter den Bäumen legen oder aber ich suche die “toilettes sèches” auf. Das sind aber nicht etwa hundskommune Toitoi Häuschen oder etwa WC-Wagen, sondern durch Stoffbahnen getrennte Plumpsklos. Die Spülung fehlt, dafür steht Sägemehl bereit. Die ganze Anlage ist sauber und stinkt nicht. Eine ungewohnte, aber sehr sympathische Art, das Problem “WC am Openair” zu lösen.

 

Falafel essen und Tee schlürfen

Das riesige Verpflegungsangebot reicht von Falafel über Raclette. Ein chinesischer Essstand mit roten Lampions steht zwischen einer Creperie und einer riesigen Pfanne mit brodelndem Chili con carne. Zum Desserts gibt’s Churros, noch fast warm oder jene, die mehr Geduld haben, stellen sich in die Reihe, wo man gratis Ben&Jerry Eis bekommt. Das Eis mit dem Fairtradebonus passt optimal ins Konzept des Rock en Seine.

Die Besucher trinken Heineken Bier oder aber The à  al Menthe. Etwa fünf mobile Wagen bieten warmen oder kalten The à  la Menthe an, vor allem abends, wenn sich der Herbstwind bemerkbar macht, ist so ein wärmender Becher der Renner schlechthin.

Wer es gemütlich mag, kann sich einen ganzen Krug Tee bestellen und sich dann auf ein Lederkissen unter ein Juttendach setzen und teetrinkend die Vorbeilaufenden beobachten.

 

Schuhe statt Alkohol

An jenem Ort, wo an einem Schweizer Openair der Bacardidome stünde, steht am Rock en Seine der Converse Cubus. Dort kann man Converse-Schuhe kaufen und sie anschliessend selbst verzieren oder man kann T-shirts mit eigenen Motiven bedrucken lassen.

 

Die Triphop Band Massive Attack, Headliner des Samstagabend, begeistert mit einer durchdachten Show. Während den Songs werden im Hintergrund Schriftzüge in allen möglichen Sprachen projeziert und als Martina Topley Bird zum Mikrofon greift, zieht sie das Publikum mit ihrer vollen Stimme völlig in ihren Bann; sicher auch dank der blauen Lichtkegeln, die über die Menge kreisen.

Um Mitternacht sind die Konzerte fertig und die Métro bringt mich sicher ins Zentrum. Im Hinterkopf der Gedanke schon nächstes Jahr wieder an der Seine zu rocken, sollte ich denn den Wettbewerb um ein Rocke en Seine Ticket 2011 gewinnen.

Links

Sonne, italienisches Gesülze und Jazz

Es ist ein Sommernachmittag ganz nach meinem Gusto: angenehme 30 Grad, strahlendblauer Himmel. Zuerst ein wenig sonnen, schwimmen und entspannen in den Drei Weihern, bevor es dann abends weiter ins Jazztanztraining geht. In meiner geräumigen Lacktasche befindet sich alles für einen gelungen Nachmittag.

 

Schnell ist die Tasche gepackt. Die Badehose habe ich schon an, also nur noch schnell ein Badetuch, meine Tanzschuhe und meine knallpinken Tanzhosen, die gerade genug grell für das schweisstreibende und auf keinen Fall gemütliche Jazztanzen sind, in die Tasche geschmissen.

 

Die Grundausstattung bestehend aus Portemonnaie, Schlüssel, Notizbüchlein, Nastücher und Wasserflasche, befindet sich immer in der Tasche. Je nach Saison variiert die Zusatzausstattung, im Sommer sind Sonnencreme und Sonnenbrille unverzichtbar, letztere übrigens für fünf Euro auf einem italienischen Mercato erstanden, im Winter eher Handschuhe und Kappe.

 

Auf dem St.Georgenberg, wo die drei Weihern liegen, angekommen, lege ich mich zuerst ein wenig hin und beginne, um mein schlechtes Gewissen zu beruhigen, im Buch für die Italienisch-Matura zu lesen. Cesares Pavese „La bella estate“ passt perfekt in meine momentane Sommerstimmung. Leider bin ich der italienischen Sprache nicht 100-prozentig mächtig und so bin ich nach wenigen Seiten italienischem Gesülze schon erschöpft.

 

Wie bestellt, sehe ich da meinen Kollegen über die Liegewiese laufen; suchend den Kopf nach links und rechts drehend. „Huhu!“, gerufen, schlägt er den Weg in meine Richtung ein. Da wir beide erhitzt sind, machen wir uns auf zum kühlen Nass, natürlich nicht bevor wir einen vertrauenswürdigen Tüchlinachbarn gebeten haben, auf unsere Dinge aufzupassen.

 

Vor allem der ipod und mein Portemonnaie mit den zahlreichen Visitenkärtchen, aber leider keinem Passföteli, möchte ich an keinen Dieb verlieren. Von hohem persönlichen Wert ist das schwarze Moleskinbüchlein, in dem ich all meine Ideen notiere. Die Zahnpasta und Zahnbürste könnte er gerne mitnehmen: die Tube ist schon fast leer und die Bürste abgenutzt. Die zwei Dinge befinden sich nur für einen dentalhygenischen Notfall in meiner Tasche.

 

Gegen 19 Uhr mache ich mich mit den weissen „Kultstöpseln“ im Ohr auf ins Jazztanzen, nach einer Stunde eindehnen, Choreos lernen und stretchen bin ich bereit für die Dusche. Zum Glück hat meine Kollegin ihr Shampoo nicht auch vergessen.

 

Erschöpft, aber glücklich krame ich dann den Schlüsselbund aus meiner Tasche. Der grosse altmodische Schlüssel ist eher lästig als interessant, er öffnet mir die Haustüre, sollte diese denn geschlossen sein.

 

Diese Tasche begleitet mich seit Weihnachten 2009 auf Schritt und Tritt. Chices Aussehen und trotzdem viel Platz: nur die Stabilität lässt zu wünschen übrig, musste ich sie doch schon zwei Mal flicken – oder ist sie einfach nicht für mein Nutzen konzipiert? In Paris jedenfalls erfüllt sie ihren Zweck, auch wenn ich einen Weiher – geschweige denn drei – lange suchen muss…

Zürcher Postenlauf der Kulturen

Die Initianten des Projekts Mondopoly haben die Ähnlichkeit zum Namen des berühmten Spiels Monopoly kaum zufällig gewählt: Auch bei Mondopoly handelt es sich um ein Spiel. Allerdings unterscheiden sich die Regeln grundlegend. Das eingeschobene “d” macht den Unterschied: Wie es der Name sagt, soll Mondopoly eine vielfältige Welt repräsentieren. Es geht ums Miteinander und nicht um ein Gegeneinander wie beim kapitalistisch geprägten Monopoly.

 

 

Die Idee des Spiels ist nicht neu: Unter dem Namen Ethnopoly fand das Projekt schon Einzug in mehreren Schweizer Städten – in Zürich bisher noch nicht. Das erstaunt ein wenig. Denn die Limmatstadt bietet eine der vielfältigsten kulturelle Landschaften der Schweiz und vereint über 165 Nationalitäten. Die Diversität ist letztlich auch der Nährboden, um ein solches Begegnungsspiel zu realisieren. Das Ziel von Mondopoly ist einfach formuliert: Die verschiedensten Menschen der Stadt Zürich – ob mit oder ohne Migrationshintergrund, Junge oder Alte, Menschen mit oder ohne Behinderung, Männer und Frauen – auf spielerische Weise zusammenzubringen.

 

Dreiteiliges Programm

Die Projektwoche, die am Dienstag dem 31. August beginnt und am Samstag dem 4. September endet, setzt sich im Wesentlichen aus drei Teilen zusammen: Erstens der Durchführung eines interkulturellen Begegnungsspiels mit Kindern und Jugendlichen in Form eines Postenslaufs, zweitens einem Begegnungskaffee auf dem Xenix-Areal und drittens einer öffentlichen Schlussveranstaltung.

 

 

Gemäss dem Veranstalter möchte Mondopoly die Stadt Zürich als imaginäres, überdimensionales Spielfeld nutzen, auf dem sich die Kinder und Jugendlichen in Gruppen bewegen. Ziel sei es, möglichst viele “Posten” zu besuchen. Bei diesen “Posten” handelt es sich um Wohnungen von Einzelpersonen oder Familien unterschiedlichster Herkunft, um Quartierläden, Altersheime, Kulturzentren, Institutionen oder Vermittlungsstellen. Bei ihnen gibt es jeweils ganz der Thematik entsprechend etwas zu entdecken, so der Veranstalter.

 

Die Projektwoche endet mit der Schlussveranstaltung im Schulhaus Feld im Kreis 4. Sie beginnt am Mittag mit Workshops und endet am Abend mit Konzerten von Kutti MC, Namusoke und einem Open Mic.

Links