Politik | 04.05.2010

Wer fordert den Kantonsrat?

Am 8. Mai ist es wieder soweit: Im Kantonsratssaal St. Gallen haben für einen Tag die Jungen das Sagen. An der 22. Jugendsession diskutieren sie die politischen Themen der Stunde, vom Hooliganismus bis zur Atompolitik. Gemeinsam sollen Forderungen zuhanden des Kantonsrats beschlossen werden.
Für Diskussionsstoff ist gesorgt an der 22. Jugendsession in St. Gallen.
Bild: Pascal Gähler Für einmal bestimmen die Nachwuchspolitiker im Kantonsratssaal. jupasg.ch

Auch in diesem Jahr wartet das Jugendparlament St. Gallen für die Session wieder mit einem aktuellen und kontroversen Programm für die teilnehmenden Jugendlichen auf. Nebst Diskussionen zur Ausschaffungs- und zur 1:12-Initiative wird noch einmal die Debatte aufgegriffen, die im vergangenen Herbst für rote Köpfe vor und insbesondere nach dem Urnengang gesorgt hat: Wie sehr dürfen die Volksrechte beschnitten werden? Wie geht die Schweiz mit Minderheiten um?

Vielfältige Workshops

Weitere Brennpunkte bilden die Diskussionen zu den Folgen der Wirtschaftskrise oder zur Schweizer Entwicklungshilfe. Den Diskussionsrunden voraus gehen Workshops zu weiteren Traktanden der nationalen Politagenda. Experten zeigen den Teilnehmern auf, wo die Probleme in den Debatten um Hooliganismus, Killerspiele oder Generationengerechtigkeit zu sehen sind und welche Argumente die beiden Lager ins Feld führen.

Zu guter letzt werden in einer Plenarsitzung die einzelnen Forderungen aus den Diskussionsgruppen zusammengetragen und einer kritischen Prüfung unterzogen. Wenn das Plenum einen Antrag gutheisst, wird dieser später an den St. Galler Kantonsrat weitergeleitet, um so der Jugend auch eine Stimme in der Politik zu geben.

Anmeldungen sind bis Mitte Woche noch möglich: www.jupasg.ch

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