Sport | 11.05.2010

Schweizer Auftritte mit Spannung erwartet

Text von David Metzger | Bilder von PD
Seit Freitag läuft die 74. Austragung der Eishockey-Weltmeisterschaft 2010. Die Titelkämpfe finden in unserem Nachbarland Deutschland statt. In Mannheim, Köln und Gelsenkirchen spielen 16 Mannschaften um die begehrte WM-Trophäe. Auch die Schweiz nimmt teil und strebt einen Top-8 Platz an.
Werden die Italiener gegen die Schweiz auch soviel zu Jubeln haben?
Bild: PD

Gespannt verfolgen viele Medien in der Schweiz das erste grosse Turnier des neuen Nationalcoachs Sean Simpson. Der Kanadier übernahm das Team nach den Olympischen Spielen von seinem Vorgänger Ralph Krüger. Das erste Problem stellte sich für Simpson bereits bei der Zusammenstellung der ersten Nominierungen für den WM-Kader. Viele Akteure meldeten sich nach langen Playoffs bei ihren Vereinen auf Grund von Verletzungen oder Ermüdungserscheinungen bereits im Voraus ab. Auf der Absenzenliste stehen unter anderen auch die Namen der Top-Stars Mark Streit, Roman Wick und Annaheim-Torhüter Jonas Hiller.

So war es schwierig, sich in den Testspielen vor der WM auf das Grossereignis in Deutschland einzuspielen. Dennoch darf der Einstand von Sean Simpson als Trainer als positiv eingestuft werden. In neun Testspielen gingen die Eidgenossen fünf Mal als Sieger vom Eis. Ob die Vorbereitung aber wirklich gut verlief, wird sich in den Pflichtspielen der nächsten Tage zeigen.

Lettland, Italien und Kanada
Das erste WM-Pflichtspiel bestritten die Schweizer bereits letzten Samstag. Im Startspiel trafen die Schweizer auf Lettland. Die Osteuropäer wurden dank einer guten Schweizer Leistung mit 3:1 bezwungen.

Zweiter Vorrundengegner ist am Montag um 16:15 Uhr Italien. Gegen den Aufsteiger ist ein Sieg Pflicht. Die Italiener sind erst im letzten Jahr in die A-Division zurück gekehrt und haben als klares Ziel den Klassenerhalt gesetzt. Mit ihrer defensiv robusten Spielweise werden sie versuchen den Schweizern einen Punkt abzuluchsen. Hoffnung gibt den Italienern sicher, dass die Favoritenrolle den Schweizern nicht liegt und sich jeweils schwer tut.

Zum Abschluss der Vorrunde trifft die Schweiz am 12. Mai um 20:15 Uhr auf Olympiasieger Kanada. Die Nordamerikaner sind auch in Deutschland erster Anwärter auf den Sieg und werden nur schwierig zu stoppen sein. Gegen Kanada kann die Schweiz ohne Druck aufspielen und versuchen mit Kontern zum Erfolg zu kommen.

Ziel ist das Viertelfinale
An der diesjährigen Weltmeisterschaft strebt die Mannschaft von Sean Simpson einen Platz unter den besten acht Nationen an. Auch die Olympiade vor drei Monaten beendete die Schweiz im Viertelfinale. Eine bessere Platzierung käme einer Sensation gleich. Die letzte Medaille geht ins Jahr 1953 zurück, als die Schweiz Bronze gewann. Ob es in diesem Jahr endlich wieder mit einer Medaille klappt, wissen wir am 23. Mai. Dann steigt in Köln das 74. Endspiel der Eishockey-Weltmeisterschaft.

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