Sport | 31.05.2010

Mit Fussball den Rassismus wegkicken

Text von Isabelle Suremann | Bilder von antiracup.ch
Wo nicht nur die besten Fussballer, sondern auch die kreativsten Trikots gewinnen können und die Nation mal keine Rolle spielt: Beim Antira-Cup in Solothurn kickte man gemeinsam gegen den Rassismus im Alltag.
Beim Antira-Cup konnten nicht nur die Kicker mit dem besten Ballgefühl... ...sondern auch die mit dem besten Trikot gewinnen.
Bild: antiracup.ch

Seit 2007 organisiert die Aktionsgruppe, bestehend aus Jugendlichen aus der Region Solothurn, den Antira-Cup in Solothurn und seit 2009 in Luzern. Beim Antira-Cup können jegliche Menschengruppen ein Team gründen. Primär geht es hierbei nicht ums Gewinnen, sondern vor allem auch um den Spass, eine Botschaft gegen den Rassismus und um ein “friedliches Beisammensein”.

 

Dies zeigte sich auch dadurch, dass nicht nur die besten Spielerinnen und Spieler, sondern auch die besten Fans und die Mannschaft mit den besten Trikots ausgezeichnet wurden. Auf diese Weise wurde klar gemacht, dass es nicht nur ums Spiel, sondern auch um den Zusammenhalt und um die Kreativität geht: Genau diese zwei Komponenten, die auch beim Umgang mit Rassismus im Alltag notwendig sind. Zudem konnten sich die Besucher neben dem Spielfeld auch mit allerlei Informationsmaterial zu Antirassismus und Antifaschismus eindecken, sowie sich beim zusätzlichen Informationsstand der Freien ArbeiterInnen Union (FAU) Bern über die Basisgewerkschaft, die Kritik der Lohnarbeit oder Arbeitsbedingungen schlau machen. Damit auch die nötige Energie für das Spiel und das Mitfiebern vorhanden war, standen Essensstände bereit: Eine Volxküche, ein Kuchenstand und Essen des Kurdischen Kulturvereins.

 

Geehrt sollten an dieser Stelle auch noch die Gewinnerinnen und Gewinner werden: Einerseits der FC St. Pauli aus dem Wallis, die Assi Crew aus Biberist als beste Spieler, die Ultras Säli aus Luzern als beste Supporter, sowie die Tussifraktion aus Solothurn als die Mannschaft mit den besten Trikots und andererseits auch die zahlreichen Helfenden, ohne die der Tag niemals realisierbar gewesen wäre. Auch nicht realisierbar wäre der Tag aber sicher auch ohne das Publikum gewesen. Denn schliesslich geht es bei dem Cup ja auch darum, ein Zeichen zu setzen, was ohne Teilnehmende und Gäste nicht möglich gewesen wäre. Der Antira-Cup in Solothurn war so auch dieses Jahr wieder ein voller Erfolg mit schönem Wetter, einer guten Stimmung und einem lautstarken Zeichen: Rassismus soll keinen Platz in der Gesellschaft haben! Sei dies im Alltag, im Sport oder im Berufsleben.

 

Weiter geht es mit dem Antira-Cup in Luzern am 24. Juli, sowie 2011 natürlich wieder in Solothurn und in Luzern und hoffentlich auch in Bern, Thun und im Oberwallis.

Links