Kultur | 04.05.2010

Maria João Pires gibt Benefizkonzert im KKL Luzern

Text von Tobias Lengen | Bilder von Priska Ketterer
Zum Abschluss des 7. Internationalen Menschenrechtsforum Luzern (IHRF) tritt Maria João Pires am 19. Mai 2010 gemeinsam mit dem Human Rights Orchestra im KKL Luzern auf. Der Erlös des Benefizkonzerts kommt der Organisation "Afri Afya" zu Gute.
IHRF Concert Classic mit Maria João Pires und dem Human Rights Orchestra am 19. Mai 2010 im KKL Luzern.
Bild: Priska Ketterer

Zum ersten Mal veranstaltet das Internationale Menschenrechtsforum Luzern (IHRF) am 19. Mai 2010 ein klassisches Benefizkonzert. Die portugiesische Pianistin Maria João Pires wird zum Abschluss des 7. IHRF gemeinsam mit dem Human Rights Orchestra im KKL Luzern auftreten. Das Programm umfasst neben einem Klavierkonzert von Mozart die Coriolan Ouvertüre und 7. Sinfonie von Ludwig van Beethoven.

Maria João Pires tritt regelmässig mit den weltweit besten Orchestern auf und spielte in den letzten Jahren an allen bedeutenden internationalen Festivals, unter anderem auch am Lucerne Festival 2009. Der internationale Durchbruch gelang ihr 1970, als sie in Brüssel den internationalen Wettbewerb anlässlich des 200. Geburtstags von Beethoven gewann. Seither hat sich Maria João Pires vor allem als Mozart-Interpretin einen Namen gemacht.

Ehrenamtlicher Einsatz für Menschenrechte

Das Human Rights Orchestra setzt sich aus Musikerinnen und Musikern verschiedener Orchester Europas zusammen – unter anderen den Wiener Philharmonikern, den Berliner Philharmonikern und dem Lucerne Festival Orchestra. Alle Künstlerinnen und Künstler engagieren sich ehrenamtlich für das Human Rights Orchestra.

Das Human Rights Orchestra ist das Hauptorchester der Organisation Musicians for Human Rights, die vom Hornisten Alessio Allegrini im Frühling 2009 zusammen mit einem Patronatskomitee gegründet wurde, dem unter anderen Claudio Abbado und Martha Argerich angehören. Alessio Allegrini selbst ist ein gefragter Hornist und wird von weltweit führenden Dirigenten regelmässig als Solo-Hornist eingeladen. Die Mission von Musicians for Human Rights ist die Förderung der Menschenrechte und die Unterstützung von Menschen in Not. Mit Konzerten, Residenzen und Lehrtätigkeit versuchen die Musicians for Human Rights einer breiten Öffentlichkeit und insbesondere auch Kindern eine Welt frei von Gewalt und geprägt von Kooperation, Diversität, Respekt und Hoffnung zu vermitteln. Zudem soll auf die Kluft zwischen der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und der täglichen Realität hingewiesen werden. Die Konzerte des Human Rights Orchestra dienen stets präzisen sozialen Zwecken, womit das Orchester die gleichen Ziele wie das IHRF Concert Classic verfolgt.

Erlös für Afrika

Der Erlös des Benefizkonzerts geht zu Gunsten von “Afri Afya”, einem Konsortium von Nichtregierungsorganisationen im Gesundheitsbereich, das insbesondere in ländlichen Gegenden in afrikanischen Staaten wie Kenia und Somalia aktiv ist. Afri Afya klärt die Bevölkerung mit Hilfe moderner und traditioneller Kommunikationsformen in Gesundheitsfragen auf, mit dem Ziel, sie vor tödlichen Krankheiten wie Aids, Malaria und Masern zu schützen.

Infos zum IHRF


Das 7. IHRF des Zentrums für Menschenrechtsbildung (ZMRB) der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz Luzern (PHZ Luzern) stellt am 18. und 19. Mai 2010 das Thema "Menschenrechte und Digitalisierung des Alltags" öffentlich zur Diskussion. Prominente Akteure und renommierte Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland werden sich am Forum einfinden und sich der öffentlichen Diskussion stellen.

Tink.ch-Eventreportage


Tink.ch wird mit einem Reporterteam am IHRF sein und unter anderem auch über das Benefizkonzert berichten. Weitere Infos zur Eventreportage gibt es hier.

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