Gesellschaft | 13.04.2010

Von High-Heels über Parcours zu Catwalk

Text von Isabelle Suremann | Bilder von maedchenwoche.ch
An der von der Jugendförderung Kanton Solothurn organisierten Mädchenwoche vom 06. bis 09. April 2010 bekamen Mädchen und junge Frauen von zwölf bis 18 Jahren die Gelegenheit, einmal unter sich zu sein, bereits vorhandene Fähigkeiten zu fördern und Neues zu erlernen. So stand den Mädchen eine breite Palette von Workshops.Um auch einem Publikum das erlernte Können präsentieren zu können, fand am Freitagabend zusammen mit der Bubenwoche eine grosse Abschlussparty statt.
Bild: maedchenwoche.ch

Erster Tag der Mädchenwoche. Kaum neun Uhr, schon stürmt eine Schar kreischender, kichernder und tratschender Mädchen in die Kulturfabrik Kofmehl, in der wie jedes Jahr die Mädchenwoche stattfindet. Die jungen Frauen des OK’s haben am Infodesk alle Hände voll zu tun, um die zu bezahlenden Beiträge einzukassieren, Quittungen auszustellen, den Mädchen ihren Badge auszuhändigen und tausende von Fragen zu beantworten. „Wo findet der Schweissen – Workshop statt?“, „Um welche Zeit beginnt das Abendprogramm?“, «Was gibt’s zu Mittagessen?“ Man merkt: die Teilnehmerinnen haben schon lange auf die Mädchenwoche gewartet.

 

Nach gut zwanzig Minuten ist der Trubel schon vorbei. Die Teilnehmerinnen stehen in der Halle des Kofmehls und hören der Begrüssung der OK-Präsidentin Salome Ritschard zu, in der Hoffnung, Antworten auf alle Fragen zu erhalten. Im Anschluss verteilen sich die Mädchen auf die Workshops und während die Holzwände für den Graffiti-Workshop vom Donnerstag grundiert werden, tönen bereits die ersten Takte eines selbst geschriebenes Stückes der Girlband durchs Kofmehl. Ein Stock höher werden Pläne für den Film geschmiedet und Fotos geschossen. Nach einer kurzen Stärkung am Mittag, die wohl vor allem für die Teilnehmerinnen der Workshops Parcours und Kickboxen ein Segen ist, geht es weiter mit den Nachmittagsworkshops. Während das OK in der Mikrowelle rund zwei Kilogramm Popcorn für den Filmabend vorbereitet, huschen ein paar Mädchen des Radioworkshops vorbei und machen Umfragen zu Themen wie „Hosen oder Jupe?“ und „High-Heels oder flache Schuhe?“

 

So oder ähnlich verlaufen auch die folgenden zwei Tage: Ein voll beschäftigtes OK und aufgeregte Mädchen belagern das Kofmehl, Stücke werden eingeübt, Sportarten erlernt, Kunstwerke erschaffen, Tänze einstudiert und schliesslich auch das grosse Highlight, die Abschlussparty, geplant. Dazwischen gibt es immer wieder kleine Highlights wie der Singstar-Abend, das Fussball-Turnier, bei dem die Teilnehmerinnen das OK mit 4:1 besiegen, und der mit 65 Mädchen ausserordentlich gut besuchte Wellnessabend.

 

Am Freitag ist es dann endlich so weit: die grosse Abschlussparty steht vor der Tür. Die Jungs der Bubenwoche treffen im Kofmehl ein, die Mädchen, die sich an diesem Tag besonders hübsch gemacht haben, stehen schüchtern herum und warten darauf, ihren Angehörigen und den Jungs zeigen zu können, was sie gelernt haben. Kaum haben sie die Bühne betreten, ist von der Schüchternheit keine Spur mehr zu sehen. Die Mädchen, sowie auch die Jungs, tanzen, singen, rappen und performen, was das Zeug hält. Im Anschluss an die Präsentationen bringen dann auch noch die eigenen DJs und DJanes die Halle zum Wackeln.

 

Alles in allem ist die Mädchenwoche äusserst gelungen: Alle Beteiligten konnten etwas für sich gewinnen und warten freudig aufs nächste Jahr, oder aber auch auf die Mädchenwoche Olten, welche dieses Jahr zum ersten Mal im Herbst stattfindet.

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