Kultur | 27.04.2010

Indie- und Electrosounds der Extraklasse

Heute Mittag stellte sich das Zürich Openair vor. In Glattbrugg und Rümlang übertönen vom 27. bis 29. August Indie- und Electro-Sounds den Fluglärm. Die Festivalleitung: "Das Line-up soll den urbanen Zürcher Charakter ansprechen.»
So könnte es auf dem Festivalgelände des Zürich Openair aussehen.
Bild: zVg Im Tram gab es für die Medienvertreter bereits erste Infos. Indie- und Electro-Sounds werden den Fluglärm übertönen.

Das klischeehafte Zürcher Cüpli-Publikum dürfte am Zürich Openair also ausbleiben. Denn das bisher bekannte Line-up rockt zu sehr: Mit Placebo und Mando Diao stellten die Veranstalter heute zwei Bands vor, die sich bereits früher auf Schweizer Festivals bewährt haben. Auch dabei sind mit Faithless, The XX, Maximo Park, Booka Shade, Adam Green, Get Well Soon, Johnossi, Shout Out Louds oder Saybia (vollständige Liste am Ende des Artikels).

„Zürcher sind eben keine Camper“

Am Dienstag Mittag stellte sich das Zürich Openair den Medienschaffenden vor: Direkt beim Flughafen Zürich findet es unter dem Motto „festival excess, city access“ statt. „City access“ betont die kurze Fahrt (27 Minuten) vom Hauptbahnhof Zürich zum Festivalgelände. Weshalb muss man eine solch selbstverständliche Serviceleistung derart herausstellen? Luigi Notarfrancesco von den Zürcher Verkehrsbetrieben: „Zürcher sind eben keine Camper. Die kommen an einem Abend und feiern dann irgendwo sonst in der Stadt weiter.“ Den Auswärtigen, die am Zürich Openair übernachten werden, wird es wohl mehr als egal sein, wenn es nur wenig „züridütschi“ Helga-Rufe gibt.

Zwei Festivalbühnen stehen für die Bands bereit, eine dritte Bühne ist das Herzstück einer 7’000 Quadratmeter grossen Outdoor Party-Area, in der internationale und nationale DJs und Live-Acts für Stimmung sorgen werden. Laut wird’s also am Openair mit ziemlicher Sicherheit, aber das störe die wenigen Anwohner nicht, sagt der Rümlanger Gemeindepräsident Heinz Lusti: „Die sind sich den Lärm von den Fliegern gewohnt.“ Ob auch Heinz Lusti ans Openair geht? „Wahrscheinlich ist’s nicht so mein Musikgeschmack. Wenn Joe Cocker käme, wäre ich sicher dabei.“

Band-Spekulationen

Die Ticketpreise sind für Zürcher Verhältnisse schon fast günstig: 160 Franken kostet ein Dreitagespass, der Zugang zum Zeltplatz (Platz für 5’000 Zelte) kostet 30 Franken inklusive Müllpfand.

27 Bands sind bereits bekannt, 45 werden es am Ende sein. Die Festivalleitung wollte auf Anfrage keine weiteren Acts Preis geben. Auf die Frage, ob The Strokes oder Kasabian kommen könnten, grinst Remo Brunner, Medienverantwortlicher des Openairs, und meint: „In diese Richtung könnte es gehen.“ Fest steht schon jetzt: Nebst der guten Verkehrsanbindung hat das neue Zürcher Openair noch viel mehr zu bieten!


Audiobeiträge:

Hier klicken für Interviews mit Remo Brunner (Kommunikation/Medienverantwortlicher Zurich Openair) und Pascal Hunkeler (Booking-Agentur).

Das hammermässige Line-up (27 von 45 Bands) im Überblick:

Placebo, Mando Diao, Underworld, Faithless, Deus, Maximo Park, The XX, Booka Shade, Saybia, Adam Green, Local Natives, Get Well Soon, Shout Out Louds, Vive La Fete, The Soundtrack Of Our Lives, Johnossi, Fanfarlo, 7 Dollar Taxi, Friska Viljor, Christopher Christopher, Kitty Daisy & Lewis, Stevans, My Name Is George, Sinner DC, Gemma Ray, Wallis Bird, Sleepy Sun

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