Kultur | 14.03.2010

“Wir drehten alles an einem Wochenende”

Text von Bigna Tomschin
An den Schweizer Jugendfilmtagen holte er mit "Ich bin's Helmut" den zweiten Platz: Der Walliser Nicolas Steiner. Tink.ch erzählt er die Entstehungsgeschichte.
Hätte nicht gedacht, dass er den Publikumspreis gewinnt: Nicolas Steiner.

Nicolas Steiner über seinen Kurzfilm “Ich bin’s Helmut”:

“Im Jahr 2008 habe ich den Trailer für die 32. Schweizer Jugendfilmtage gemacht. Dort entstand die Idee, einen Film aus einer Einstellung heraus zu machen und verschiedene Personen erscheinen zu lassen. Diese Grundidee wollte ich in meinem Film “Ich bin’s Helmut” nun weiterführen. Ausgegangen bin ich von den drei verschiedenen Orten, dem Wohnzimmer, der Bushaltestelle und der Natur, welche alle eine persönliche Bedeutung für mich haben. Um diese Orte herum habe ich dann eine Geschichte erfunden.

Gedreht haben wir alles an einem Wochenende. Am Samstag wurde geprobt und am Sonntag gedreht. Es war sehr nervenaufreibend und anstrengend, da wir wenig Geld hatten und ich nicht wusste, ob dieser Film so realisierbar ist, wie ich ihn mir vorstelle. Als ich am Sonntag sah, dass es funktioniert, war ich extrem erleichtert. Diese Sicherheit hat mir bis zu diesem Punkt gefehlt. Wir drehten drei Takes, mehr konnten wir rein von der technischen Ausrüstung her nicht machen. Aber ich hatte bis zum Schluss Angst, dass der Film auf dem Weg ins Kopierwerk verloren geht oder so.

Ich hätte nicht gedacht, dass ich an den diesjährigen Jugendfilmtagen den Publikumspreis mit nach Hause nehme. Doch der Film kommt scheinbar gut an und wird nun auch an vielen internationalen Festivals gezeigt.”

Aufgezeichnet von Bigna Tomschin

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