Kultur | 29.03.2010

Ska-Ländler, Funk und Kirchenmusik

Text von André Müller | Bilder von André Müller
Die Ostertage verkünden zwar Aufbruch, Frühling und Auferstehung, sie laufen aber doch in jedem Jahr gleich ab. Doch das muss nicht so sein. Vor, während und nach den Festtagen gibt es in St. Gallen ein reiches Kulturangebot, das jedem etwas bietet. Und so könnte der Osterplan aussehen:
Mehr tun als Schoggieier essen. Die Tink-Tipps zum Frühlingsbeginn.
Bild: André Müller

Mittwoch, 31. März, Gare de Lion, Wil

Wer es trotz der Flucht vor der Verwandtschaft immer noch urchig und gemütlich haben will, der sollte am 31. März im Gare de Lion vorbeischauen. Die Kummerbuben spielen Schweizer Volkslieder. Das ist an sich nichts Besonderes, nachdem die grosse Heidi-Welle über unser Land gefegt ist und haufenweise neue Jugendjodelchörli ans Land gespült hat. Doch nur die Kummerbuben machen sich mit Ska-Rhythmen an die düstere Seite des Schweizer Liederguts heran und zeigen, dass auch bei uns nicht immer alles Judihudigeissepeter war.

2. April, 17.30 Uhr, Schutzengelkappelle

Wer doch nicht ganz auf Osterklänge verzichten möchte, dem sei das Osterkonzert der St. Galler Dommusik am Karfreitag empfohlen. In der Schutzengelkappelle spielen sie das “Stabat Mater” von Giovanni Battista Pergolesi, in der Version nach Johann Sebastian Bach. Das “Stabat Mater”, ein mittelalterliches Gedicht mit unbekanntem Verfasser, wurde seit seiner Niederschrift von unzähligen Komponisten neu vertont. Da muss doch etwas dran sein!

2. April, 21.30 Uhr, Grabenhalle

Musikalisch vielseitig geht es am Karfreitag weiter, wenn in der Grabenhalle die bestplatzierten Bands des letztjährigen BandX-Wettbewerbs zum Konzert laden. Von Funk über geradlinigen Rock hin zu Indie kriegt man einiges in die Ohrmuschel rein. Es spielen die Lakeside Runners, Flunk’d, GM Three, sowie die Sieger des BandX 2009, la Rétrospective. Begonnen wird um 21.30 Uhr und vor 3 Uhr wird wohl niemand nach hause kommen.

Bis 11. April, Naturmuseum St. Gallen

Die Ostereier immer zu suchen ist, zugegeben, ziemlich langweilig. Schliesslich verstecken sie die Eltern jedes Jahr in der Schlafzimmerkommode unter der Bettwäsche. Ein Besuch im Naturmuseum St. Gallen lohnt sich da schon eher. In der Sonderausstellung zur Osterzeit findet man dort nämlich einen Haufen Eier, ohne sie suchen zu müssen: Kleine, grosse, einheimische und seltene Eier. Dabei lernt man auch viel mehr, als wenn man sie einfach verspeisen würde. Auch am Ostermontag offen.

Vom 7. bis 11. April, OLMA-Gelände

Wer nach diesem intensiven Osterprogramm genug Schoggi-Goldhäsli fürs ganze Jahr gesehen und gegessen hat, kann sich an der OFFA, der Ostschweizer Frühlings- und Trendmesse, informieren, was ihn im weiteren Verlauf des Jahres noch erwarten wird. Ob man dabei lieber an der Modenschau die kommenden Trends begutachtet, sich in der Bücherecke verkriecht oder ein kräftiges Pferd für seine Stallungen sucht, hängt dann von den eigenen Interessen und finanziellen Möglichkeiten ab. Auf jeden Fall ist auch in diesem Jahr, vom 7. bis 11. April, wieder für jeden etwas dabei.

Links