Gesellschaft | 01.03.2010

Nothilfe, die nichts kostet

Text von Tess Zürcher
In den Spitälern herrscht ständig Blutknappheit. Blutspendenaktionen helfen, dieses Problem zu lösen. Tink.ch war dabei, als in einer Zürcher Schule die Venen angezapft wurden.
In der Turnhalle des Freien Gymnasiums Zürich floss viel Blut: Glücklicherweise mit Absicht. Fotos: Tess Zürcher Blutspenden: Keine Schwerzvolle Prozedur - eher entspannend.

Gabriela Wildberger organisierte vor zwei Jahren im Rahmen ihrer Maturaarbeit einen Blutspendestag. Die Aktion war ein grosser Erfolg und sollte in diesem Jahr wiederholt werden. Die Organisatoren rund um die Schülerorganisation SO wollte das erfreuliche Resultat von 139 Spendern in diesem Jahr noch toppen.

Engagierte Gymnasiasten

Solche Spendenaktionen gilt es zu fördern, da momentan in den Schweizer Spitälern akute Blutknappheit herrscht. Herr Berger, der seit 1976 am Freien Gymnasium Zürich (FGZ) Geschichte unterrichtet, stellte den Kontakt zum mobilen Equipendienst des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) her. Auch die Schülerorganisation engagierte sich derweil tatkräftig: Sie sicherten die Räumlichkeiten, druckten Flyer, versendeten E-Mails an die Schülerschaft und organisierten themenspezifische Vorträge. Das Referat eines Assistenzarztes vom SRK sollte die Schüler/innen zur Blutspende motivieren. Als kleines Zückerchen: Die Spender erhielten nach erfolgreicher Abzapfung ein Gratis-Mittagessen.

Doch zuerst musste Blut gespendet werden: Der Spendendienst richtete sich am Morgen in der Turnhalle des FGZ’s ein. Im Nu wurden 16 Entnahmestellen und Infotische aufgestellt. Leider kamen in diesem Jahr nur 57 Spenderinnen und Spender, was eine klare Abnahme gegenüber dem Spendentag vor zwei Jahren war. Bei den spendenwilligen Personen hat sich Tink.ch ein wenig umgehört:

Weshalb spendest du Blut?

Rico (16 Jahre):

„Es hat mich keinerlei Überwindung gekostet. Wenn ein Blutspendetag vor der eigenen Haustüre stattfindet, sollte man die Chance unbedingt wahrnehmen.“

Aline (17 Jahre):

„Ich habe es mir viel schmerzhafter vorgestellt: Die Atmosphäre hier ist angenehm und der Stich tut auch nicht so weh, wie man sich das vielleicht vorstellt!-

Trotz dem Spendenrückgang zeigt sich die Schülerorganisation zufrieden mit der Aktion. Koordination und Zusammenarbeit verliefen reibungslos. Im Vordergrund stand, dass sich das Freie Gymnasium Zürich für solche Spendenaktionen einsetzt. Damit übernehmen sie einen wichtigen Schritt zur Hilfe von leidenden Menschen, die auf frisches Blut angewiesen sind. Für einmal eine Spende, die nichts kostet.

Links