Gesellschaft | 30.03.2010

Beam Me Up, Scotty!

Wie ist das Universum entstanden? Im Cern werden heute Resultate erwartet, die diese Frage beantworten könnten. Tink.ch ist live dabei.
ALICE-Zeitprojektionskammer.
Bild: cern.ch Mathematische Darstellung einer Teilchenkollision. Atlas-Bauteil beim Einbau. Im Kontrollzentrum. Wissenschaftler bei der Konstruktion.

Bald ist es soweit. Das wahrscheinlich wichtigste Experiment der Geschichte geht in die heisse Phase. Am 30. März 2010 werden im europäischen Kernforschungszentrum Cern in Genf Resultate erwartet, die einen tiefen Einblick über die wissenschaftliche Frage schlechthin geben sollen: Wie ist das Universum entstanden? So gewichtig wie dieses Problem ist auch die verwendete Hardware. Der Large Hadron Collider (LHC) ist ein gigantischer unterirdischer Teilchenbeschleuniger und die größte und wahrscheinlich teuerste Maschine der Welt. Die Szenarien, die sich mit deren Hilfe darstellen lassen, sollen dem Moment des Urknalls ähneln. Durch dessen Rekonstruktion erhoffen sich die Herren in den weissen Kitteln folglich den tiefstmöglichen Blick in die Vergangenheit und den Ursprung allen Lebens.

Über die vergangenen 17 Jahre hat sich weltweite die crème de la crème von Physikern und Ingenieuren mit diesem Technikmonster befasst. Am 30. Oktober 2009 – nach einer monatelangen Serie von Pannen, Reparaturen und Aufschiebungen – wurde es schließlich zum Leben erweckt. Weitere fünf Monate dauerte es, um es auf Höchstleistung zu trainieren. Nun ist es also aufgewärmt und in den Startlöchern. Die unendlichen Weiten des Universums werden sich uns erschließen und ein neues Zeitalter wird anbrechen. Es sei denn der Computer stürzt wieder einmal ab.

Live-Reportage


Tink.ch-Reporter Matthias Rüby ist live dabei und wird auf Tink.ch über den weiteren Verlauf des Experimentes berichten. Reinklicken lohnt sich.