Sport | 22.02.2010

Vom Äääh-Marathon zu den Empfangsfeiern

Text von Samuel Tanner | Bilder von simonammann.ch
Alle vier Jahre ist es wieder so weit. Die Olympischen Winterspiele verwandeln uns in kleine Curling- und Short-Track-Experten. Welche Auswirkungen bringt das Sportfest noch?
Fliiiiiiiiieg, Simon, fliiiiiieg!
Bild: simonammann.ch

Olympia ist…

…wenn Giacobbo/Müller der Olympia weichen müssen.

…wenn Simon Ammann wieder fliiiiiieeeegt.

…wenn die Österreicher neidisch sind auf die Schweiz.

…wenn Männer Eiskunstlauf schauen.

…wenn die Fernsehlüftung eine bedrohliche Temperatur aufweist.

…wenn Simon Ammann zwei Goldmedaillen holt.

…wenn auch Langlauf zum Krimi wird.

…wenn Regula Späni ihren Äääh-Marathon vorträgt.

…wenn Matthias Hüppi und Bernhard Russi zum Redeschwall ansetzen.

…wenn die Bundesräte einen Erfolg im Ausland feiern dürfen.

…wenn auch Linke patriotisch werden.

…wenn sogar Mexikaner im Ski Alpin starten.

…wenn kein Bundesrat auf der Blick-Titelseite erscheint.

…wenn aus Wintersportlern Nationalhelden werden.

…wenn Fussball nicht die Sportart Nr. 1 ist.

…wenn Beni Thurnheer Curling lernt.

…wenn Simon Ammann mit Roger Federer.

…wenn Sportler mit Namen wie Michael Schmid (Skicross) bekannt werden.

…wenn die Gemeindepräsidenten im Lande Empfangsfeiern vorbereiten.

…wenn das Small-Talk-Thema im Büro klar ist.

…wenn Philipp Schoch die Miss Schweiz von der Titelseite der Schweizer Illustrierten verdrängt.

…wenn man auf den Ausgang verzichtet, um Eishockey zu schauen.

…wenn Ueli Maurer sagt: „Ammanns Leistung ist grösser als die eines Bundesrates.“

…wenn Frauen mehr Sport als Desperate Housewives schauen.

…wenn sogar Eishockey-Trainer Ralph Krueger (wie nach dem Fast-Sieg gegen Kanada) für kurze Zeit geliebt wird.