Gesellschaft | 22.02.2010

Ein Vergnügen für Gross und Klein

Text von Diana Berdnik | Bilder von Pascal Gähler
Endlich zeigte das Thermometer am Sonntag wieder einmal Temperaturen über null Grad. Obwohl der Böögg tagsüber noch auf seinem Scheiterhaufen thronte, schien sich der kalte Winter bereits zu verziehen. Dennoch versammelten sich viele Menschen um dem Feuerspektakel beizuwohnen.
Der Böögg vorher... und nachher. Das wird ein kurzer Sommer!
Bild: Pascal Gähler

Am Samstagmorgen haben sich Blauring und Jungwacht Heiligkreuz bereits daran gemacht, den Scheiterhaufen aufzuschichten. Routiniert stopften sie den Böögg aus und befestigten die Böller im Kopf des Bösewichts. Den Kopf haben die Mädchen in der Gruppenstunde selber gebastelt. Da thronte er nun, ein Wicht, der über den Schnee wacht. Doch das änderte sich schlagartig.

Am Sonntagabend um punkt sieben Uhr war es soweit, der Scheiterhaufen wurde angezündet. Die Kleinen standen an den eisernen Absperrungen und waren fasziniert von den immer höher schlagenden Flammen. Die Eltern standen etwas weiter hinten, genossen eine Bratwurst mit Punsch oder auch ein Stück Kuchen und betrachteten den Funken. Unter den Organisatoren machte sich Unmut breit, denn die ersten Besucher fragten nach, ob die Böller vergessen wurden. Doch dann passierte es. Nach ganzen 26 Minuten explodierte der Kopf des Bööggs mit lautem Knallen und ein Glutregen erhellte den Nachthimmel.

Schluss mit Winter!

Fragend sahen sich die Gäste an. Was bedeutet denn nun die Brenndauer des Bööggs? Eine Besucherin meinte, dass wir mit dem Sommer wohl bis im September warten müssten. Scheinbar hat der Versuch, den Winter zu vertreiben, nicht recht funktioniert. In diesem Fall müssen wir auf die Zürcher hoffen, die im April ebenfalls einen Böögg in Form eines Schneemannes auf dem Sechsilüteplatz verbrennen werden. Hoffentlich gibt dieser früher nach, so dass wir uns auf einen warmen, langen Sommer freuen können.