Kultur | 25.01.2010

Ein Film, der Menschen nachdenken lässt

Text von Anna Flury
Ein Film in dem Pinocchio kokst? Mickey Mouse aus Japan kommt? Sexuelle Orientierungen in Fragen stellt? Und zu guter Letzt auf noch wirklich gut ist? Ja, das gibt es!
Verwirrend gut: After the Empire von Elodie Pong

„The point is to change the world“, wird Marilyn Monroe gesagt. Elvis Presley möchte mitteilen, dass er einen Traum habe, und zudem küsst Batman seinen Erzfeind. Der dicke Pinocchio kokst mit seiner langen Nase und eine junge Japanerin alias Mickey Mouse tänzelt im Raum herum. Eine ältere Frau erzählt von ihrer schweren Kindheit, von ihrer vergeblichen Suche nach ihrem Vater.

Doch in welchem Zusammenhang stehen diese einzelnen Szenen und Ereignisse? Jeder Mensch ist anders. Jeder hat seine eigene Vergangenheit, andere Bedürfnisse. Jeder Mensch ist ein Individuum: sowohl im Aussehen als auch im Verhalten. Jeder hat seine eigene Meinung und Ansichten. Das sind solche Dinge, die uns Menschen ausmachen, die uns dazu bringen, wie wir waren, sind und werden. Manche akzeptieren ihre Mitmenschen und deren Meinung oder deren sexuelle Orientierung. Und manche ganz und gar nicht. Doch im Prinzip sollte jede und jeder so genommen werden, wie er oder sie ist. Dies scheint allerdings sehr schwierig zu sein.

Sehr auffallend in diesem Kurzfilm ist, dass die einzelnen Szenen immer im gleichen Raum spielen und an der Wand, vor der die Schauspieler reden oder tanzen, immer das gleiche Bild aufgestellt ist: ein kleines Dorf in Schwarz-Weiss. „After The Empire“: kurz aber oho! Dieser Film lässt den Menschen nachdenken.