Kultur | 18.01.2010

„Das Knistern würde verloren gehen“

Text von Jessica Hefti | Bilder von Pascal Geromini
Helena Dähler, eine 22jährige Schauspielstudentin, träumt von grossen Bühnen. Auf den einen schlüpft sie in andere Rollen, auf anderen ist sie ganz sich selbst.
Helena D am Release-Konzert ihres erstes Albums.
Bild: Pascal Geromini

Unter deinem Künstlername Helena D kam dein erstes Album „47 Days“ heraus. Wie wirst du nun die ersten 47 Tagen im neuen Jahr verbringen?

Ich werde versuchen, das Jahr in die richtige Richtung zu lenken.

Das heisst?

Es gilt, Konzerte zu organisieren, CD-Verkäufe voranzutreiben und neue Lieder zu schreiben.

Weiter absolvierst du eine Schauspielschule. Wie wichtig ist es dir, erfolgreich zu werden?

Von der Schauspielerei leben zu können, wäre mir für den Anfang erfolgreich genug.

Willst du weiter in dieser Kleinformation bleiben oder träumst du von einer grossen Band?

Auf der Bühne sind wir zu zweit*. Das schafft einen sehr intimen Rahmen und es gefällt mir. Die meisten meiner Lieder sind auch nicht gemacht für eine grosse Band, da sonst wohl diese spezielle Feinfühligkeit, dieses Knistern verloren gehen würde.

Wo siehst du dich im Vergleich zu anderen Singer-/Songwriter-Frauen aus der Schweiz?

Sophie Hunger und Lea Lu zum Beispiel sind hervorragende Musikerinnen, von denen man sich auch mal was abschauen darf. Unterscheiden tut sich meine Musik einerseits durch ihre Vielfältigkeit als auch durch die spezielle Zusammensetzung von Violine und Gitarre.

Ein Auftritt nach Wunsch. Auf welcher Bühne würdest du gerne stehen?

Als Schauspielerin natürlich im Burgtheater in Wien. Als Sängerin auf den gleichen wie Carla Bruni.


*Der Zweite ist Benj Harttwig. An der ZHdk studiert er Jazz Violine. Wenn die beiden, zwar Studenten, doch reife Erwachsene, auf der Bühne stehen, ist das locker, schön und gut. Zwei die studieren, um vom Künstler-Dasein mal leben zu können – fern ab jeder Casting-Show.

 

Das Album "47 Days" von Helena D gibt es im iTunes Store.

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