Kultur | 07.12.2009

Präparierte Körper oder Plastikpuppen?

Text von Noelle Urscheler | Bilder von www.bodyworlds.com
Körperwelten - eine Ausstellung mit präparierten Körpern, die ausgestellt werden, um zu zeigen, wie es im Innern des Menschen aussieht. Seit September diesen Jahres faszinieren die Plastinate die Zuschauer in Zürich. Auch die Tink.ch-Reporterin hat sich in der Giessereihalle umgesehen.
Der Hochspringer.
Bild: www.bodyworlds.com

Mit mulmigem Gefühl und einer Ungewissheit im Bauch, was mich in Körperwelten erwarten wird, gehe ich auf das grosse Gebäude in Zürich, nahe Hauptbahnhof, zu. Ein warmer Wind weht mir entgegen. Drinnen ist der Ansturm eher gering und ich bekomme gleich mein Ticket und etwas, das aussieht wie ein Telefon.

Erfolgreichste Sonderausstellung der Welt

Mit 29 Millionen Besuchern nach 10 Jahren gilt Körperwelten als erfolgreichste Ausstellung der Welt. Keine andere zuvor hat die Menschheit so bewegt. Die Präparate geben einem eine genaue Übersicht, was sich in unserem Körper befindet. Dank der Arbeit von zwei Ärzten, Gunther von Hagens‘ und Angelina Whalley, können die Menschen überall auf der Welt die Ausstellung Körperwelten geniessen. Die Körper waren schon in Nordamerika, Asien und Europa ausgestellt.

Körperspende

Die ausgestellten Körper stammen von verstorbenen Menschen, die ihr Einverständnis gegeben haben, ihre Körper auszustellen. Die einzelnen Organe, Raucherlungen und Knochen stammen ebenfalls von solchen Leichen. Die präparierten Körper und Organe erinnerten mich allerdings eher an Plastikpuppen als an einen echten Menschen. Mit dem sogenannten «Telefon« konnte man einen Beitrag zum Organ abhören. Die Körper werden in lebensechten Posen dargestellt.

Auch Tierpräparate ausgestellt

Es hat mich gewundert, dass auch einige Tiere zu bestaunen waren. Ein Steinbock, Kühe oder auch ein Gorilla waren ausgestellt. Die Haut war abgezogen und so konnte man sehen, was im Tierkörper alles drin ist.

Viel gelernt

Am Ende der Ausstellung habe ich gemerkt, wie viel ich allein dank ausgestellten Körpern sehen und lernen konnte. Zum Beispiel konnte ich ein tumorkrankes Herz sehen und ich weiss jetzt, wie eine Raucherlunge aussieht.

Die Ausstellung ist noch bis am 28. Februar 2010 in Zürich an der Giessereistrasse 18 zu sehen.

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