Kultur | 23.11.2009

Stehaufmännchen versüssen Chlaustag

Wenn Depeche Mode auf Welttour gehen, lassen sie die kleine Schweiz nicht links liegen, sondern spielen gleich zwei Konzerte in der helvetischen Grossstadt Zürich.
Für Fans ein Zeichen der Heiligkeit: Das Depeche Mode Logo. Fotos: PD Hat sich trotz harter Vergangenheit frisch gehalten: Dave Gahan.

Nach 30 Jahren Bandgeschichte und über 50 Millionen verkauften Platten haben Depeche Mode ohne Zweifel Kultstatus erreicht und den Synthie Pop auf ein anderes Level gebracht.

Lange war es still um die drei Modes. Nach dem 2005 veröffentlichten Album „Playing the Angel“ verfolgte jeder eigene Projekte. Erst im Jahre 2008 vereinigten sich Depeche Mode erneut und nahmen ihr 12. Studio Album auf. Das im April 2009 veröffentlichte Album „Sounds of the Universe“ landete auf Platz 1 der hiesigen Albumcharts und trumpft mit Singleauskopplungen wie „Wrong“ und „Peace“ auf, die den unverkennbaren Klang von Depeche Mode perfekt wiedergeben. Auch hier sind wieder einige Songs aus der Feder Gahans zu finden wie bereits auf dem Nr. 1 Album „Playing the Angel“.

Ein fulminanter Start gefolgt von einem tiefen Sturz

Die Tournee zum Album „Sounds of the Universe“ startete nach einem „warm up“-Konzert in Luxemburg offiziell am 10. Mai in Israel. Begeisterte Zuschauer und vielversprechende Kritiken folgten. Doch nicht nur das: Bei Leadsänger Dave Gahan wurde ein bösartiger Tumor diagnostiziert, der ihn für einige Zeit ausser Gefecht setzte. So wurde die kaum gestartete Welttournee unterbrochen. Doch Dave Gahan, der in früheren Jahren wegen seinem exzessiven Drogenkonsum bereits einmal zwei Minuten klinisch tot war, haut so schnell nichts um. So konnte die Tour bereits am 8. Juni in Leipzig fortgesetzt werden. So dürfen wir weiterhin dem am 6. und 7. Dezember im Hallenstadion stattfindenden Konzert der Modes voller Vorfreude entgegen fiebern. In diesem Sinne werden sich einige den „Chlaustag“ nicht nur mit Nüssen und Mandarinen versüssen, sondern mit dem unverkennbaren Sound von Depeche Mode.

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