Gesellschaft | 23.11.2009

Modenschau an der Killerparty

Text von Audrey Djouadi
Die Organisatoren der Killerparty-Reihe führten im Zürcher Walcheturm ihre erste Modenschau durch. Tink.ch war mit dabei und sah, was gesehen werden musste.
Im Rampenlicht: Für einmal war an der Killerparty posieren und nicht tanzen angesagt. Fotos: Anina Diem Von allen Seiten kritisch beäugt: Ein Model an der Kostume-Modenschau.

An der Killerparty tümmeln sich meistens gut gekleidete Menschen. Kein Wunder, dass die Organisatoren sich dachten „Hey, warum keine Modenschau?“. Gedacht, getan: Am Samstag, dem 14. November fand im Zürcher Walcheturm zum ersten Mal die „Kostume“ statt. Eine Modenschau, die junge Designer und Labels fördern will.

Walcheturm als Location

Im strömenden Regen warteten die ersten Gäste auf Einlass, der ihnen dann um 20.30 Uhr gewährt wurde. Die Location war sozusagen für das Entstehen des Konzepts dieser Modenschau verantwortlich. Die Organisatoren der bekannten und beliebten Killerparty-Reihe, Lisa Mettier und Jonas Hegi, dachten sich, dass es schade wäre, wenn der Anlass in einer x-beliebigen Location vor sich hindümpeln würde und liessen sich vom Walcheturm an der Kanonengasse inspirieren.

Bei der ersten „Kostume“ liefen Kreationen von Kimandra, Laend Phuengkit, Lyn Lingerie, Monika Milakovic, Opia und Set&Sekt über den Laufsteg. Von den fliessenden Stoffen von Lyn Lingerie bis zur klassischer Eleganz von Laend Phuengkit, von semitransparenten Oberteilen von Opia, bis zu dem Vintagechic von Kimandra – das Auge wurde ordentlich gefüttert .

Sehen und gesehen werden

Zu Gast waren unter anderem bekannte Schweizer Blogger, Journalisten von namhafte Gratiszeitungen und omnipräsente Modefreaks. Nach der Schau fand standesgemäss eine Killerparty statt. Es gab ein Livekonzert von Late Invitation auf die Ohren und danach schwangen unter anderem die DJs Don Rimini, Mickey Moonlight, Mercury und Kejeblos das DJ-Zepter. Doch ganz ohne das typische „Sehen und gesehen werden“ funktionierte auch dieser Anlass nicht ganz. Und zu sehen gab es vieles: Beispielsweise erkannte mein geschultes Auge eine Besucherin, die schon am Stella Contemporary Fashion Award zu Gast war – und zwar im genau gleichen Outfit! Muahaha. Fragt sich, ob sie eine Schnellwäscherin oder eine Langträgerin ist. Doch allgemein waren viele Gäste, die ich auch schon am Donnerstag gesichtet hab, an der „Kostume“ anzutreffen, was eindeutig ein vielversprechendes Zeichen für künftigen Erfolg ist.