Kultur | 23.11.2009

Mode und Musik Teil IV

Text von Audrey Djouadi
Das Model Nadia Prohic (17) träumt von einer Reise um die Welt - die Musik als einzigen Begleiter. Für Tink.ch stellt sie ihre Lieblingssongs vor und zeigt, was sie dazu tragen würde.
Nachwuchsmodel Nadia Prohic hat noch viel vor in ihrem Leben. Fotos: Jonas Kündig Tanzen und Modeln: Zwei Konstanten in Nadja Prohics Leben.

 Wieder einmal kämpfte ich mich durch den Musik- und Modedschungel, stets auf der Suche nach dem perfekten Outfit. Dieses Mal hab ich mich mit dem Zürcher Nachwuchsmodel Nadia Prohic getroffen, welche mir kleidertechnisch kräftig unter die Arme griff. Wer hier zarte Musikklänge und noch zartere Chiffonkleidchen sucht, der sei enttäuscht. Dieser Artikel huldigt den Göttern des Rockhimmels. Amen.

The Kinks – All Day And All Of The Night:

– Hohe Levis 501 (helle Jeans)

– Holzfällerhemd (rot/schwarz/grau) zu einer „Schleife“ zusammengeknüpft wo der Hosenbund aufhört – also ca. auf Bauchnabel-Höhe

– Sandalen mit kleinem Absatz (hellgrau) relativ simpel im 60er Stil

Deep Purple – Hush:

– Kurze Jeanshosen (dunkle Jeans, unten ausgefranst)

– Grosses oversized Tanktop (weiss) mit tiefen Einschnitten im Rippenbereich, locker in die Hose reingestopft.

– Oversized Blazer (schwarz), länger als die Hosen

– Bikerboots mit Schnallen und Nieten (schwarz), locker an den Beinen „hängend“.

Led Zeppelin- Whole Lotta Love:

– Hohe Jeans (sehr dunkel), sehr eng

– Zerschnittenes Bandshirt (schwarz mit Aufdruck), kurz, ebenfalls ca. beim Bauchnabel abgeschnitten

– Dunkelroter Lippenstift

Chuck Berry- Johnny B. Goode:

– Kleid im 60er Stil mit doppelreihigen Knöpfen

– Lederjacke (schwarz)

– Plateauschuhe zum schnüren (schwarz), wie Männerschuhe, aber mit Absätzen.


Jethro Tull- Locomotion Breath:

– Kurzer, hoher, lockerer Rock (farbig)

– Body mit 3/4 Ärmeln (schwarz) mit kleinem Rückenausschnitt

– Oversized Blazer (schwarz), muss gleichlang wie der Rock sein

– Schnürstiefel mit Absätzen (schwarz)

– Viele Armbänder mit Nieten

The Guess Who – Shakin‘ All Over:

– Kleid mit tiefem Rückenausschnitt (aus Baumwolle)

– Pelzmantel

– Einfache Pumps

– Grosse Ohrringe

– Elegant/Simpel à  la Edie Sedgwick

Zur Person:


Name: Nadia Prohic-¨

Alter: 6. Februar 1992 (17 Jahre)

-¨Schule: Kantonsschule Baden-¨

Nadia Prohic stellt sich gleich selbst vor:

"Für mich zählen Erfolge im eigentlichen Sinne weniger, sondern viel mehr die Eindrücke und Erfahrungen, die ich gesammelt habe. Beispielsweise hatte ich ein Testshooting mit einem sehr talentierten und ausserordentlich freundlichen Fotografen, mit dem ich den ganzen Tag nur analoge Fotografien gemacht habe. Und das komplett in schwarz gekleidet (die Kleider reichten von Vivienne Westwood bis Chanel). Verdient habe ich daran nichts und zurechtgemacht war ich auch nicht, jedoch bleibt dies bislang eine meiner schönsten Arbeitserfahrungen. Natürlich war es ein anstrengender Tag und abends fiel ich erschöpft in mein Bett, aber das nehme ich gerne in Kauf. Die Fotografien und die Kleider waren genau nach meinem Geschmack gerichtet. Ausserdem liebe ich es, mit meinem besten Freund, ein Hobbyfotograph und unglaublich talentiert, Fotos zu schiessen. -¨Ein kleiner Erfolg war es auch, als mich das Magazin "Annabelle" zu sich einlud.-¨ Ansonsten freue ich mich riesig auf die beiden Veranstaltungen Stella Contemporary Fashion Awards und Blickfang, welche sicherlich ein paar der bislang interessantesten Erfahrungen sein werden. -¨

 

Was modeln für mich bedeutet:

Da fallen natürlich die typischen Wörter wie "reisen" oder "Erfahrungen", welche jedes Model braucht. Aber das hat meiner Meinung nach schon seine Berechtigung. Das viele Reisen ist ein grosser Vorteil, die Erfahrungen, die man sammelt sind auch eine tolle Sache. Warum soll man eine solche Chance vorbeiziehen lassen, wenn sie einem schon geboten wird? Ausserdem lernt man viele interessante Persönlichkeiten kennen, was es auch unglaublich spannend macht. Jedoch finde ich es wichtig in allen Fällen, ob Erfolg oder nicht, auf dem Boden zu bleiben und die Schule nicht zu vernachlässigen.

 

Meine -¨Zukunftspläne:

Eine Zeitmaschine bauen und ins Jahr 1969 zurückreisen. Spass beiseite! Ich möchte die Kantonsschule abschliessen und meine Matura haben. Danach pausiere ich sicherlich etwa ein Jahr, reise durch die Welt (am liebsten mit einem Bus) und verdiene mit dem Modeln ein bisschen Geld. Das kann man sehr gut mit Reisen kombinieren. Vielleicht kann ich mir dann eine Wohnung in Zürich leisten und mit einem Architekturstudium an der ETH beginnen. Ich werde sicher auch ein halbes Jahr bis ein Jahr in Paris verbringen. Mit dem Architekturstudium möchte ich mich eigentlich danach in Richtung Design entwickeln. Ja, ich habe einen fixen Plan, doch eigentlich wechselt dieser ständig. Ich würde mal sagen: Ich bin gespannt, was das Schicksal noch bringt."

 

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