Kultur | 08.11.2009

It is not the end

Marvin: das sind Stefan, Dani, Mike und Muso aus Bern und Fribourg. Richtig, aus der Schweiz und nicht etwa aus England! Diese Poprock-Band, die man mit bekannten Grössen wie U2 oder Travis in Verbindung setzen könnte, beweist, dass auch die Schweiz Britpop höherer Klasse zu bieten hat.
Dani, Mike Stefan und Muso heissen Marvin und machen schöne Musik.
Bild: trespass.ch Ihren Blog führen Marvin trotzdem nur in Englisch. Eva Hirschi

Nach dem grossen Erfolg mit „This Good Life“ folgt nun mit „Super Constellation“ das zweite Album der Poprocker. Und tatsächlich sind die zwölf Lieder in einer richtig guten Konstellation aufgeführt. Das Album beginnt mit dem hitträchtigen „I Wanna Be There“. Ein Stück, das die Hörer gleich in den marvinschen Bann zieht und nicht so schnell wieder loslässt.    

Openairliebling 2010

Mit rockigen Klängen wie „Life In A Day“, „Tell Me What You See“ oder „Summer Skies Are Over“ und träumerischen Balladen wie „Chasing Stardom In A Rush“ oder „Don’t Talk“ versprechen die Jungs die Openairsensation von 2010 zu werden. Nicht, dass das was Neues für sie wäre, so haben sie auch schon in Nyon am Paléo-, in Luzern am Blueballs- und in Montreux am Jazz Festival gespielt.  

Selbst im Ausland rockte die Poprock-Band massenweise Engländer an Konzerten in Liverpool und London sowie Holländer am Eurosonic Festival in Groningen und liess ihnen spätestens bei „Don’t Talk“ einen Schauer über den Rücken laufen.

Bei diesem Lied möchte man nämlich wirklich nicht sprechen, denn wenn nicht bereits bei den ersten zarten Klaviertönen, so überfällt einen die Hühnerhaut spätestens bei den romantisch gehauchten Strophen des Sängers, während die Gedanken in luftige Höhen geschickt werden.    

„It’s only a record“

Der Erfolg lässt die Schweizer Band jedoch nicht vom Boden abheben. Selbst dann nicht, als sie ihr Album mit dem bekannten Greg Haver in England aufnehmen durften, so meint der Erfolgsproduzent zum neuen Album schliesslich auch nur „it’s only a record“. Das Album sei nur eine weitere Etappe, meint ebenfalls Bandleader Stefan Schmid. Marvin wolle sich noch weiter verbessern.  

Das letzte Lied auf dem neuen Album „Moving Onward Now“ ist wieder ein wenig schneller und gehört unverkennbar zum stilsicheren Repertoire von Marvin. Den Worten von Sänger Stefan „it’s not the end, it’s not the end“ schenkt man sofort Glauben und hofft demnach bereits auf das baldige Erscheinen eines dritten Albums.    

Sogar als auf meiner alphabetisch geordneten Playlist auf die rockigen Jungs mein heissgeliebtes Lied „Ain’t No Mountain High Enough“ von Marvin Gaye, dem berühmten amerikanischen Sänger der 60er und 70er Jahre folgt, wechsle ich trotzdem schnell zurück zu Marvin ohne Gaye und höre mir die super Konstellation gleich noch einmal an.

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